04/12/2023
Gdyby ktoś przebywał we Wiedniu, to serdecznie polecamy wykład, który wygłosi nasz współbrat i dyrektor Dominikańskiego Instytutu Historycznego w Rzymie, o. dr Viliam Štefan Dóci OP.
Unser Tipp für morgen: Die Stiftung PRO ORIENTE und das Institut für Historische Theologie der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien laden um 11:30 Uhr (Hörsaal 1, Universität Wien Hauptgebäude, Stiege 1, Hof 1) zum öffentlichen Vortrag über ein bisher wenig bekanntes Kapitel in den Beziehungen zwischen der Russisch-orthodoxen und Römisch-katholischen Kirche. Dominikanerpater Dr. Viliam Štefan Dóci, Präsident des Historischen Instituts des Predigerordens in Rom, referiert unter dem Titel „Ökumene zwischen Moskau und Wien im 18. Jahrhundert“ über den Dominikaner Bernardus Ribera (1684-1777) und dessen Ideen einer Annäherung von Rom und Moskau. Der Untertitel des Vortrags lautet: „Die kühnen Ideen des Bernardus Ribera OP“.
Der aus Barcelona stammende Dominikaner Bernardus Ribera (1684–1777) verbrachte vier Jahre als Kaplan des spanischen Botschafters in Russland und ließ sich danach, im Jahr 1731, in Wien nieder. Hier verfasste er ein Werk mit dem Titel Echo fidei, das sich durch eine erstaunlich aufgeschlossene Haltung gegenüber der „Moskauer Ostkirche“ auszeichnet. Ribera sah eine Chance, dass sich die Römische und die Moskauer Kirche, die er beide vom Protestantismus bedroht sah, in einem Glauben unter der Führung des Bischofs von Rom zusammenfinden könnten. Während polemische Äußerungen gegen die Protestanten im Werk des katalanischen Thomisten kaum überraschen, mag der respektvolle Ton, mit dem er über die Moskauer Kirche spricht, erstaunen. Ribera offenbarte eine für seine Zeit, in der die Ostkirchen kaum wahrgenommen wurden, bemerkenswerte Haltung.