08/03/2026
Am Samstag, den 21. Februar 2026 war es wieder so weit: Als Vorsitzender des Seelsorgebereichsrates des Katholischen Seelsorgebereich Fürth Land hatte ich eingeladen, mit mir gemeinsam einmal durch den ganzen Seelsorgebereich zu laufen. Von Kirche zu Kirche. Von Wilhermsdorf über Langenzenn, Veitsbronn, Cadolzburg und Zirndorf bis nach Oberasbach. Ganz nach dem Motto: 6 Kirchen – 42,2 km – ein Seelsorgebereich
Den ersten Lauf dieser Art hatte ich bereits im Mai 2020 absolviert. Zu Beginn meiner ersten Amtszeit wollte ich herausfinden, wie groß unser Seelsorgebereich ist. Und ich wollte alle Kirchen im Seelsorgebereich an einem einzigen Tag - zumindest von außen - sehen. Mein Resümee damals: „Landschaftlich ist unser Seelsorgebereich auf jeden Fall großartig! Und die einzelnen Kirchen, die einzelnen Pfarreien und jeder einzelne Mensch im Seelsorgebereich ist einzigartig.“
Schon damals hatte ich mir fest vorgenommen, den Lauf zu wiederholen. Am besten mit anderen Gleichgesinnten, die mich auf einer einzelnen Etappe oder mehreren Etappen begleiten. Höchste Zeit also, dies am Ende meiner zweiten Amtszeit endlich umzusetzen.
Nach dem obligatorischen Selfie vor der Kirche St. Michael in Wilhermsdorf ging es durch den Zenngrund, immer leicht bergab. In Langenzenn galt es dann ein paar Treppen zu überwinden, hinauf zur Kirche St. Marien. Dann weiter, zennabwärts nach Veitsbronn zur Heilig Geist Kirche. Bis hierhin war ich noch allein unterwegs. Aber in Veitsbronn stand ein kurzer Fototermin an. Und dann hatte ich für die nächsten zwei Kilometer eine Radbegleitung. Eine willkommene Ablenkung zu Beginn der hügligen Etappe zur Kirche St. Otto in Cadolzburg. Weiter ging es auf die längste Etappe zu meiner Heimatpfarrei St. Josef in Zirndorf. Dort wartete eine Überraschung auf mich: Eine Ministrantin und zwei Ministranten aus Oberasbach warteten schon auf mich, um die letzte Etappe mitzulaufen. Eine schöne Abwechslung! Auf dem Weg nach Oberasbach zur St. Johannes Kirche war dann auch noch Improvisationstalent angesagt. Auf dem geplanten Weg durch den Hainberg stand noch zu viel Wasser. So waren es am Ende sogar 42,9 km bis wir vom Leitenden Pfarrer, Pfr. Matthias Stepper, empfangen wurden.
Der Lauf durch den Seelsorgebereich war wieder ein schönes und inspirierendes Erlebnis. Im Vergleich zum letzten Mal, als Begeisterung und Aufbruchstimmung überwog, kam diesmal bei mir aber auch Wehmut auf:
Vor sechs Jahren waren es noch 6 Kirchen in 6 Pfarreien im Seelsorgebereich. Aktuell sind es zwar noch 6 Kirchen, aber nur noch 5 Pfarreien. Wie wird es in unserem Seelsorgebereich weitergehen? Was wird der pastorale Bistumsprozess „Entscheiden und Handeln: Für eine Kirche mit Zukunft“ des Erzbistums bringen? Wie wird sich die Zahl der Gläubigen entwickeln? Wie werden sich Einnahmen und Kosten entwickeln? Welche Kirchen und Gebäude werden wir uns in 4 oder 6 Jahren noch leisten können? Und wird dieser Lauf in 4 oder 6 Jahren noch so noch möglich sein?
Das wird die Zukunft zeigen, für die wir auch viel Gottvertrauen brauchen. Und ja, wenn es irgendwie möglich ist, werde ich diesen Lauf wiederholen!
Markus Schmeißner,
Vorsitzender des Seelsorgebereichsrates
des Katholischen Seelsorgebereichs Fürth Land