Kloster Oberzell

Kloster Oberzell 170 Jahre reicht die Geschichte der Oberzeller Franziskanerinnen zurück. Die Oberzeller Ordensfrauen zeichnen sich durch einen zweifachen Sendungsauftrag aus.

Damals wie heute setzen sich die Schwestern für die Würde des Menschen, insbesondere für Frauen und Mädchen, ein. Der Orden, dessen Kloster in Zell am Main beheimatet ist, wurde 1855 von Antonia Werr gegründet. "Solchen, auf dem Strome des Lebens Gescheiterten eine rettende Hand reichen zu können…“ sah die Gründerin als ihren Auftrag. Sie nannte ihre Gemeinschaft „Dienerinnen der heiligen Kindheit

Jesu – Oberzeller Franziskanerinnen“. Vielen Frauen und Mädchen am Rande der Gesellschaft hat sie und ihre Mitschwestern geholfen und beigestanden, um immer mehr die zu werden, die sie sind und als die sie Gott gedacht hat. Sie gehören zusätzlich zur internationalen franziskanischen Gemeinschaft, ihre Vorbilder sind Franziskus und Klara von Assisi, die sich arm, geschwisterlich und solidarisch für ausgegrenzte Menschen und die Schöpfung einsetzten. Bodenständig, tolerant, offen und innovativ ist die Gemeinschaft durch ihren Dienst ganz nah am Menschen über die vielen Jahrzehnte geblieben. Noch heute leben rund 130 Mitgliedern und 150 Mitarbeitenden für die Arbeit am Menschen. Zur Kongregation gehören neben dem eigentlichen Kloster das Alten- und Pflegeheim Antoniushaus, das Bildungshaus Klara, der Fachbereich Frauen mit dem Haus Antonia Werr und dem Wohnverband Berscheba in Würzburg sowie das Antonia-Werr-Zentrum in St. Ludwig, eine heilpädagogisch-therapeutische Einrichtung der Jugendhilfe für Mädchen und junge Frauen. Es gibt Konvente in Deutschland, in den USA und Südafrika.

„Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen“: Missbrauch erwachsener Frauen und falsche MystikAus ...
07/06/2026

„Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen“: Missbrauch erwachsener Frauen und falsche Mystik

Aus Rom berichtet Sr. Katharina:

Der (geistliche) Missbrauch an erwachsenen Frauen innerhalb der Kirche gehört zu den am meisten verschwiegenen Realitäten. Schwester Maria Rosaura González Casas STJ erklärte beim internationalen theologischen Symposium der Ordensfrauen, dass Missbrauch an erwachsenen Frauen oft spirituell verschleiert oder als „mystische Erfahrung“ dargestellt werde.

Jedem Missbrauch – sei er sexueller, Gewissens- oder spiritueller Natur – liegt Machtmissbrauch zugrunde. Besonders zerstörerisch wird er, wenn er im Namen Gottes ausgeübt wird. Solche Formen des Missbrauchs entstehen oft in Kontexten mit Autoritätsungleichgewichten, blindem Vertrauen und mangelnder Aufsicht, etwa in der spirituellen Begleitung, im Beichtstuhl oder in Ausbildungsprogrammen.

Anhand konkreter Beispiele zeigte Schwester Maria Rosaura, wie sogenannter „falscher Mystizismus“ unmoralisches Verhalten legitimieren kann. „Jemanden davon zu überzeugen, dass eine unmoralische Handlung gut für sein oder ihr spirituelles Wachstum ist, ist eine der schwerwiegendsten Formen religiöser Manipulation.“

Der Missbrauch erwachsener Frauen, insbesondere von Ordensfrauen, sei weiterhin ein offenes Problem. Ermöglicht würden solche Taten auch durch patriarchale und klerikale Strukturen, in denen Autorität als Herrschaft statt als Dienst verstanden werde.

Für Schwester Maria Rosaura ist deshalb klar: Die Kirche braucht einen veränderten Umgang mit Autorität. „Wir müssen das Patriarchat überwinden und Macht synodal ausüben.“

„Schwestern Computer“ in der Sternwarte des Vatikans - aus Rom berichtet Sr. Katharina:Ein Ausflug hat uns nach Castel G...
05/06/2026

„Schwestern Computer“ in der Sternwarte des Vatikans - aus Rom berichtet Sr. Katharina:

Ein Ausflug hat uns nach Castel Gandolfo geführt. Dort befinden sich die Sommerresidenz des Papstes und die Sternwarte des Vatikans. Der Direktor Pater Richard A. D’Souza gab uns eine eindrucksvolle Führung. Schon immer hätten sich die Päpste für die Astronomie interessiert. Lange war dies wichtig, um das genaue Datum für das Osterfest berechnen zu können.

Etliche deutsche Jesuiten waren führend in der Forschung, teilweise wird die Technik bis heute von deutschen Firmen produziert. Das älteste Teleskop im Museum stammt von 1891. Anhand von Fotografien haben vier italienische Ordensschwestern zwischen 1910 und 1921 insgesamt 481.215 Sterne exakt auf einer Himmelskarte eingetragen. Emilia Ponzoni, Regina Colombo, Conzetta Finardi und Luigia Panceri wurden deshalb die „Schwestern Computer“ genannt. Nächstes Jahr wird der Vatikan ihnen eine Briefmarke widmen.

Seit 1981 befindet sich die Sternwarte des Vatikans im US-Bundesstaat Arizona auf 3.000 Metern Höhe. Erschwert wird die Himmelsbeobachtung heute durch die vielen Satelliten auf der Umlaufbahn. „Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die erste Sternwarte auf den Mond verlegt wird“, weiß Pater Richard. Und er hält es auch für wahrscheinlich, dass man in den nächsten fünf bis zehn Jahren Leben auf einem anderen Planeten nachweisen kann.

„Jenseits des Werkzeugs: Künstliche Intelligenz (KI) als Frage nach der Menschlichkeit“. Unter diesem Titel hielt Prof. ...
04/06/2026

„Jenseits des Werkzeugs: Künstliche Intelligenz (KI) als Frage nach der Menschlichkeit“. Unter diesem Titel hielt Prof. Giovanni Tridente von der Päpstlichen Universität Santa Croce einen Vortrag beim internationalen theologischen Symposium der Ordensfrauen. Aus Rom berichtet darüber Sr. Katharina:

Künstliche Intelligenz prägt längst auch das Ordensleben. Tridente erklärte, wie KI funktioniert und wie rasant sie sich seit 1950 entwickelt hat. Da sie auf Algorithmen und Statistiken basiert, kann sie den Menschen mit seinem kritischen Bewusstsein, seinen Gefühlen und Erfahrungen nicht ersetzen.

KI kann helfen, komplexe Probleme anzugehen. Sie wird aber dort zum Problem, wo wir uns blind auf sie verlassen. Deshalb braucht es weiterhin Menschen, die Ergebnisse einordnen, Konsequenzen erkennen und Verantwortung übernehmen.

Das Lehramt der katholischen Kirche nennt für den Umgang mit KI unter anderem Menschenwürde, Freiheit, Gerechtigkeit, Gemeinwohl, Transparenz, Bildung, Datenschutz und Ökologie als wichtige Kriterien.

Als Ordensfrauen wollen wir uns in den ethischen Diskurs einbringen, die Auswirkungen von KI auf das Gemeinschaftsleben offen diskutieren und wachsam bleiben für die Chancen und Risiken dieser kulturellen Revolution.

Tridente lud uns ein, weiterhin die „Weisheit des Herzens zu pflegen“. Sie helfe uns, eine kritisch-reflektierte Haltung zu KI einzunehmen und sie in gemeinsamer Verantwortung für menschliche Beziehungen und eine menschenwürdige Gesellschaft zu nutzen.

Zum dritten Mal treffen sich auf Einladung der Internationalen Vereinigung der Generaloberinnen (UISG) promovierte Theol...
01/06/2026

Zum dritten Mal treffen sich auf Einladung der Internationalen Vereinigung der Generaloberinnen (UISG) promovierte Theologinnen aus der ganzen Welt, um sich zu vernetzen und über aktuelle Fragen des Ordenslebens nachzudenken. Als eine von 23 Ordensfrauen aus allen fünf Kontinenten ist auch Sr. Katharina Ganz dabei und berichtet uns aus Rom.

Die Ordensfrauen tagen in einem Zentrum der Steyler Missionare Deutschland oberhalb des Sees von Nemi am Rande der Albaner Berge, keine 15 Kilometer von Castel Gandolfo entfernt.

Heute hat sich zunächst jede Teilnehmerin mit einem Symbol ihrer Gemeinschaft vorgestellt, ihren Weg innerhalb der Gemeinschaft nachgezeichnet und erzählt, mit welchem wissenschaftlichen Thema sie sich in ihrer Dissertation beschäftigt hat oder wozu sie aktuell forscht.

Am Nachmittag trifft sich die Gruppe mit Generaloberinnen zum Austausch und zur Reflexion. In den kommenden Tagen geht es vor allem um die Künstliche Intelligenz und Digitalisierung mit ihren Auswirkungen auf das Ordensleben; Missbrauch, Autorität und Gehorsam sowie Synodalität.

Für Sr. Katharina ist es "eine wunderbare Chance, andere Pastoraltheologinnen, Bibelexpertinnen oder Kirchenrechtlerinnen kennenzulernen und zu erleben, wie lebendig und vielfältig die Ordensfrauen ihr jeweiliges Charisma und ihre Spiritualität leben und in welchen Feldern sie tätig sind".

Sie wird uns in den kommenden Tagen ihre Eindrücke berichten.

Wie kann klösterliches Leben heute aussehen? Die 37°-Doku führt ins ökumenische Stadtkloster Kassel, wo auch Sr. Beate K...
26/05/2026

Wie kann klösterliches Leben heute aussehen? Die 37°-Doku führt ins ökumenische Stadtkloster Kassel, wo auch Sr. Beate Krug, Oberzeller Franziskanerin, Teil der Gemeinschaft ist.

Jetzt in der Mediathek anschauen:

Verstauben hinter Klostermauern? Nicht diese Ordensschwestern. Sie krempeln das Kloster um.

In liebevoller Handarbeit bereiten Sr. Reingard und Katharina Mantel gemeinsam mit ihrem engagierten Team aus Ehrenamtli...
26/05/2026

In liebevoller Handarbeit bereiten Sr. Reingard und Katharina Mantel gemeinsam mit ihrem engagierten Team aus Ehrenamtlichen die Zutaten für den beliebten Kloster-Erdbeertee vor. Heute wird duftende Erdbeerminze frisch im Kräutergarten gezupft – begleitet von guter Stimmung und einer erfrischenden Holunder-Rosen-Schorle zur Abkühlung bei sommerlicher Hitze.
Ein herzliches Dankeschön an alle fleißigen Helferinnen und Helfer für ihren wertvollen Einsatz!

23/05/2026

Heute ist Ehrenamtstag.

Ein guter Anlass, um Danke zu sagen: allen Menschen, die sich einbringen, Verantwortung übernehmen und Zeit schenken.

Auch bei uns engagieren sich viele Ehrenamtliche – im Garten, an der Pforte, im Antoniushaus, bei Veranstaltungen oder in der Begleitung von Menschen. Vieles davon geschieht leise und oft im Verborgenen. Und doch macht genau dieses Engagement einen großen Unterschied.

Ehrenamt schafft Gemeinschaft, stärkt unser Miteinander und schenkt vielen Menschen Halt und Hoffnung.

Wir sagen Danke an alle, die mit Herz, Zeit und offenen Augen für andere da sind. 🤍

Kloster auf Zeit: Spürst du, dass da mehr ist?Dann nimm dir Zeit für dich – raus aus dem Alltag, hinein in Stille, Spiri...
22/05/2026

Kloster auf Zeit: Spürst du, dass da mehr ist?
Dann nimm dir Zeit für dich – raus aus dem Alltag, hinein in Stille, Spiritualität und Gemeinschaft.
Komm ins Kloster Oberzell und erlebe ein Wochenende im klösterlichen Rhythmus. Finde heraus, was dich trägt – und wohin dein Weg dich führen kann.

Sei dabei und melde dich jetzt an!
10.–12. Juli 2026
E-Mail: [email protected]
Weitere Infos:
https://www.oberzell.de/begegnung/jugend-und-junge-erwachsene/

Die Gewinnerin unseres Katholikentag-Gewinnspiels an unserem Stand wurde ausgelost: Herzlichen Glückwunsch an Annette Mü...
21/05/2026

Die Gewinnerin unseres Katholikentag-Gewinnspiels an unserem Stand wurde ausgelost: Herzlichen Glückwunsch an Annette Münch!
Sr. Reingard Memmel überreichte heute ein liebevoll zusammengestelltes Klosterpaket mit Produkten aus dem Kräutergarten, darunter Johanniskraut-Öl und Ringelblumensalbe, ein Buch von Sr. Katharina Ganz sowie einen Klosterführer.
Schön, dass Sie sich vor unserem Weihnachtsbaum fotografiert haben! Danke an alle fürs Mitmachen!

Adresse

Kloster Oberzell 1
Zell Am Main
97299

Öffnungszeiten

Montag 06:00 - 18:00
Dienstag 06:00 - 18:00
Mittwoch 06:00 - 18:00
Donnerstag 06:00 - 18:00
Freitag 06:00 - 18:00
Samstag 06:00 - 18:00
Sonntag 06:00 - 18:00

Telefon

+4993146010

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