Institut Stefanie Schäfer

Institut Stefanie Schäfer Coaching für Führungskräfte in der Sandwichposition
Teamentwicklung
Coachingausbildungen

25/08/2026

Kennst Du das?

Du erklärst fünf Minuten lang, warum Dir etwas wichtig ist.
Am Ende weiss niemand mehr, worum es eigentlich ging.

Viele Führungskräfte glauben:

Je besser ich erkläre, desto eher wird mein Gegenüber mich verstehen.

In Wahrheit passiert oft das Gegenteil.

Klarheit braucht keinen Roman.
Klarheit braucht einen Punkt.

Zum Beispiel: „Das entspricht nicht unserer Vereinbarung."

Mehr braucht es häufig gar nicht.

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08/08/2026

Ein einziges Wort verändert Deine Wirkung.

Vielleicht.

„Vielleicht könntest Du …"
„Vielleicht wäre es gut …"
„Vielleicht sollten wir …"

Was freundlich klingt, wird häufig so verstanden:
„Ist wohl nicht so wichtig."

Menschen orientieren sich an Klarheit.
Nicht an Vermutungen.

Versuche stattdessen:

„Ich erwarte, dass …"
„Bitte erledige das bis Freitag."
„Das ist unsere Vereinbarung."

Freundlich.
Respektvoll.
Aber eindeutig.

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04/08/2026

Machtspiele haben nichts mit guter Führung zu tun.
Und trotzdem begegnen sie uns fast täglich.

Da ist der Mitarbeiter, der dich vor dem ganzen Team herausfordert.
Die Kollegin, die deine Entscheidung mit einem süffisanten Lächeln kommentiert.
Oder der Vorgesetzte, der dir ständig ins Wort fällt.

Das Problem ist selten der eigentliche Satz.
Das Problem ist die Absicht dahinter.

Machtspiele sollen dich aus der Ruhe bringen. Dich dazu verleiten, dich zu rechtfertigen, laut zu werden oder emotional zu reagieren. Genau dann verliert nicht derjenige, der das Machtspiel beginnt. Sondern derjenige, der sich hineinziehen lässt.

Deshalb ist dein wichtigstes Werkzeug nicht die perfekte Antwort.
Es ist deine Haltung.

Ein Satz hilft dir dabei besonders:

„Hilf mir, zu verstehen, was genau du damit meinst.“

Warum wirkt dieser Satz so gut?

Weil du den Ball zurückspielst.

Du greifst niemanden an.
Du verteidigst dich nicht.
Du bleibst neugierig.

Plötzlich muss dein Gegenüber seine Aussage erklären. Aus einer provokanten Bemerkung wird ein Gespräch. Viele Angriffe verlieren genau in diesem Moment ihre Wirkung.
Menschen, die Machtspiele spielen, rechnen oft mit Widerstand. Sie erwarten Rechtfertigungen oder einen Gegenangriff.

Mit einer ruhigen Nachfrage nehmen sie ihnen diese Bühne.
Das bedeutet übrigens nicht, dass du alles hinnehmen musst.
Im Gegenteil.

Du zeigst Stärke, ohne laut zu werden.
Du bleibst respektvoll und gleichzeitig glasklar.

Genau das unterscheidet souveräne Führung von impulsivem Reagieren.

Ich erlebe in Coachings immer wieder, dass Führungskräfte glauben, sie müssten auf jede Spitze sofort die passende Antwort parat haben.

Nein.
Du musst nicht schlagfertig sein.

Du musst präsent sein.
Ruhe ist oft die stärkste Form von Autorität.
Beim nächsten Machtspiel musst du also nicht gewinnen.
Du musst dich nur nicht auf das Spiel einlassen.

Denn wer seine Haltung behält, hat längst die Führung übernommen.

👉 Welche Machtspiele begegnen dir im Berufsalltag immer wieder? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen in den Kommentaren.

28/07/2026

Montagmorgen im Meetingraum, alle schauen auf dich, während du tief Luft holst. Du sagst, dass du einen Konflikt ansprechen willst, und die Stimmung friert ein.

Auf dem Papier klingst du reflektiert, wertschätzend, professionell. Innen drin spürst du trotzdem, dass ihr um den eigentlichen Schmerz herumeiert.

In meinen ersten Jahren als Trainerin habe ich Konflikte genauso verpackt. Ich sprach von „Missverständnissen“, obwohl die Luft zwischen zwei Leuten schon messbar dick war. Nach außen wirkte ich freundlich, innerlich hatte ich Herzrasen und Angst vor Klartext.

Vielleicht kennst du das: Du formulierst im Wir, im Man, im Passiv. Statt zu sagen „Zwischen euch beiden ist Spannung“, redest du von „Themen in der Zusammenarbeit“. Alle nicken höflich, aber niemand fühlt sich wirklich gemeint.

So schützt du dein eigenes Bild von dir als wertschätzende Führungskraft, verlierst aber an Klarheit. Dein Team spürt, dass da mehr ist, sagt aber nichts und klärt es im Flurfunk. Konflikte verschwinden nicht, sie wechseln nur den Kanal.

Ja, die Holzhammer-Methode macht genauso viel kaputt, und niemand braucht noch eine brüllende Chefetage. Dein Wunsch, respektvoll zu sein und Menschen nicht bloßzustellen, ist absolut gesund.

Es geht nicht um nett versus hart, es geht um ehrlich versus vermeidend. Souveräne Führung fühlt den Schmerz im Raum und benennt ihn, ohne Menschen als Person abzuwerten.

Im Gespräch schaust du hin und sagst ruhig: „Zwischen uns sitzt Verletzung, lass uns hinschauen“. Kein Herumdrucksen, keine verschleiernden Formulierungen, sondern ein klarer Satz, der alle atmen lässt. In diesem Moment entsteht Respekt, weil du das aussprichst, wovor alle anderen zurückschrecken.

Höflichkeit ist wie Zucker auf einer offenen Wunde: Sie brennt kurz weniger, heilt aber nichts. Heilung beginnt, wenn jemand den Mut hat, den echten Schmerz anzuschauen, statt ihn zu umschreiben.

Folg mir, wenn du als Führungskraft Konflikte klar und menschlich ansprechen willst. Für weniger Flurfunk, mehr echte Gespräche und Führung, die sich nach dir anfühlt.

15/07/2026

Seminarraum, später Nachmittag. Mir gegenüber sitzt eine junge Teamleiterin, die Hände um den Kaffeebecher gekrallt. „Sie lachen, sobald ich den Raum verlasse – und ich weiß nicht, ob ich heulen oder kündigen soll.“

Vielleicht kennst du genau diesen Stich im Bauch, wenn du merkst: Irgendwas wird hinter deinem Rücken besprochen. Es geht nicht um ein bisschen Getratsche, es geht darum, ob du deinem eigenen Team noch trauen kannst. Und ob du dir selbst als Führungskraft noch traust.

Im Meeting spielst du die Souveräne, aber dein Kopf hängt an einem Satz aus der Kaffeeküche.

Ein Teil von dir will am liebsten auf den Tisch hauen und „Schluss jetzt“ rufen. Ein anderer Teil denkt: Wenn ich das anspreche, wirke ich unsicher und kleinlich. Du schwankst zwischen Kumpel-Chefin und Eiskönigin. Beides fühlt sich nicht nach dir an.

Es ist nachvollziehbar, wenn du erstmal dichtmachst oder demonstrativ Distanz hältst, um dich zu schützen. Genauso verständlich ist es, wenn du versuchst, extra nett zu sein, um die Stimmung zu drehen – beide Strategien geben dir kurz Kontrolle, lösen das Grundproblem aber nicht.

Souverän reagieren heißt nicht, dass dich das Lästern kaltlässt. Es heißt, dass du den Schmerz wahrnimmst und trotzdem neugierig bleibst, was unter der Oberfläche in deinem Team brodelt. Es geht nicht darum, die Lauteste im Raum zu sein, sondern die Klarste.

Echte Führung beginnt genau da, wo du dich nicht von gekränkter Eitelkeit treiben lässt, sondern von innerer Stabilität. Wo du Konflikte nicht wegmoderierst oder aussitzt, sondern sie als Einladung siehst, euch alle einen Schritt erwachsener zu machen.

In solchen Sekunden entscheidet sich, ob du für sie nur „Chef“ bist – oder wirklich eine Führungsperson.

Folg mir, wenn du als Führungskraft lernen willst, mit genau solchen Situationen klar, ruhig und menschlich umzugehen – statt nachts wachzuliegen und jede Kaffeeküchen-Szene im Kopf neu zu verhandeln.

15/07/2026

Ein Mitarbeitender liefert schon wieder zu spät.

Viele sagen: „Versuch bitte, das nächste Mal etwas früher fertig zu werden."

Damit ändert sich meistens gar nichts.

Klarer wäre:

"Die Aufgabe war für Freitag vereinbart. Sie kam am Montag."
„Das ist nicht akzeptabel."
„Wenn ein Termin nicht passt, sprechen wir vorher darüber."

Nicht laut.
Nicht persönlich.
Einfach klar.

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13/07/2026

Es gibt Mitarbeitende, die nach jeder Entscheidung erneut diskutieren.

Viele Führungskräfte steigen jedes Mal wieder ein.

Aus Harmonie.
Oder aus Unsicherheit.

Doch Führung bedeutet nicht, jede Entscheidung immer wieder zu verteidigen.

Manchmal reicht ein Satz.

„Die Entscheidung ist getroffen."
„Ich höre Deine Meinung."
„Die Verantwortung liegt bei mir."

Diskussion ja.
Endlosschleifen nein.

Klare Führung schafft Orientierung.
Nicht Unsicherheit.

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10/07/2026

Viele Führungskräfte glauben: Wenn ich nett bin, bleibt die Beziehung gut.

Doch genau das ist einer der grössten Denkfehler.
Sie formulieren vorsichtig. Sie wollen niemanden verletzen. Sie möchten gemocht werden.

Also sagen sie Dinge wie:

„Vielleicht könntest Du …"
„Ich würde mir wünschen …"
„Eigentlich sollten wir …"

Das Problem:
Diese Sätze klingen freundlich.
Aber sie schaffen keine Klarheit.
Und ohne Klarheit entstehen Unsicherheit, Missverständnisse und Konflikte.

Dein Team braucht keinen perfekten Chef.
Es braucht Orientierung.
Und Orientierung beginnt mit klaren Worten.

Klarheit ist kein Angriff.
Klarheit ist Führung.

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Friedrich-Wilhelm-Straße 8
Wuppertal
42285

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