Pfarrei Sankt Emmeram

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Trauergottesdienst für Monsignore Herbert Lang – Ein Leben im Dienst für Kirche und MenschenMit einem feierlichen Trauer...
17/05/2026

Trauergottesdienst für Monsignore Herbert Lang – Ein Leben im Dienst für Kirche und Menschen
Mit einem feierlichen Trauergottesdienst haben Angehörige, Weggefährten sowie zahlreiche Vertreter aus Kirche und öffentlichem Leben Abschied von Monsignore Herbert Lang genommen. Der langjährige Seelsorger, Religionslehrer und Pfarrer war am 4. Mai nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 86 Jahren verstorben.
Bereits zu Beginn des Gottesdienstes, den Dekan Konrad Bayerle aus Weißenburg zelebrierte, wurde deutlich, wie sehr Herbert Lang Menschen zusammengeführt hatte. Das Lied „Gott ruft sein Volk zusammen“, das der Verstorbene besonders schätzte, stand symbolisch für sein Wirken. In der Einführung wurde hervorgehoben, dass Lang Menschen nicht um sich selbst, sondern um Christus versammelt habe – als Kaplan in Ingolstadt, Kipfenberg und Ellingen, als Religionslehrer in Neumarkt, als Pfarrer in Wemding und später im Ruhestand als „Pfarrer in Rufbereitschaft“ in Donauwörth. In der Predigt stand der Primizspruch des Verstorbenen im Mittelpunkt: „Wir aber verkündigen Christus als den Gekreuzigten.“ Dieser Satz aus dem Korintherbrief habe Herbert Langs gesamtes Leben geprägt. Der Prediger zeichnete den Lebensweg des Geistlichen nach – von seiner Kindheit, die vom frühen Verlust des im Krieg gefallenen Vaters überschattet war, bis zu seinem jahrzehntelangen Wirken in Schule und Seelsorge. Besonders hervorgehoben wurde Langs Zeit als Pfarrer in Wemding. Dort setzte er zahlreiche Projekte um, darunter den Ausbau der Kindergärten, die Gründung der Caritas-Sozialstation, die Renovierung der Pfarrkirche sowie die Förderung des Klosters und der Karmelitinnen. Zudem begleitete er junge Männer auf ihrem Weg zum Diakonat und Priestertum. Auch nach seinem offiziellen Ruhestand im Jahr 2011 blieb Herbert Lang seelsorgerisch aktiv. Er selbst bezeichnete sich als „Pfarrer in Rufbereitschaft“ und feierte noch im hohen Alter Gottesdienste in zahlreichen Gemeinden. Mehr als 80 Kirchen habe er in dieser Zeit besucht.
Neben der Dankbarkeit für sein langjähriges Wirken klang im Gottesdienst auch die Hoffnung des christlichen Glaubens an. Der Prediger betonte, dass das Kreuz nicht das Ende sei, sondern im Glauben an die Auferstehung die Vollendung des Lebens stehe.
Im Anschluss an den Gottesdienst würdigten mehrere Redner das Leben und Wirken des Verstorbenen, darunter Diözesanadministrator Alfred Rottler aus Eichstätt,Dekan Robert Neuner aus Donauwörth. Bürgermeister Dr. Martin Drexler, Altlandrat Willibald Gailler aus Neumarkt, Bürgermeister Lothar Behringer aus Tagmersheim, Christine Hasmüller für die Kolpngfamlie und den Klosterförderverein sowie ein Neffe des Verstorbenen.
Der Gottesdienst wurde vom Kirchenchor unter der Leitung von Dominik Ebneth und Carola Schneid an der Orgel gestaltet und durch Peter Million mit der Trompete zu einem bewegenden Abschied.
In einer langen Prozession zog die Gemeinde zum Friedhof, angeführt von der Jugend- und Stadtkapelle Wemding und zahlreichen Vereinen aus Wemding und Amerbach. Dort wurde Monsignore Herbert Lang im Priestergrab beigesetzt.
Gott möge ihm alles vergelten und ihm die ewige Ruhe schenken.
Stadtpfarrer Wolfgang Gebert

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