16/11/2023
Cäcilienfest der Marienkantorei
Es ist lange und gute Tradition, dass die Kirchenchöre gegen Ende eines jeden Kirchenjahres das „Cäcilienfest“ feiern und damit der Patronin der Chöre und Musiker gedenken und sie feiern. So fand diese Veranstaltung für die Marienkantorei Warendorf am vergangenen Samstag (11.11.23) statt.
Ehrensache, dass vorher der abendliche Wortgottesdienst in der St. Josefskirche vom Chor musikalisch begleitet wurde. Ebenfalls selbstverständlich und angemessen, dass hierbei als Schlusslied „St. Martin, St. Martin“ intoniert wurde, wurde am selben Tage doch dieses großen, sympathischen und hilfsbereiten Heiligen gedacht, dessen Namensfest alljährlich am 11. November begangen wird.
Nach dem Gottesdienst versammelten sich Sängerinnen und Sänger im Marien-Pfarrheim, um dort das Fest fröhlich und unbeschwert zu feiern. Nach einer kurzen Ansprache des Vorstandsduos Jens Jährig und Jutta Hülsmann, die neben den Chormitgliedern auch den Chorleiter Gregor Loers und den Präses Peter Lenfers herzlich begrüßen konnten, startete ein musikalisches Rahmenprogramm. Hierbei trug Ludger Schmidt mit seiner Gitarre englische Klassiker, französische Chansons und Musikstücke in deutscher Sprache sehr gekonnt und überzeugend vor und erntete damit beim fachkundigen Auditorium dankbaren Applaus. Bevor die weiteren Programmpunkte angegangen wurden, gab es erst einmal etwas Ordentliches „vor die Gabel“, denn ausgehungert kann niemand kulturelle Angebote so richtig wahrnehmen…
Als zentraler Programmpunkt schloss sich die Begrüßung der neuen Chormitglieder an, die als Willkommensgabe eine Rose überreicht bekamen. Danach schritt der Vorstand zur Ehrung langjähriger Mitglieder, die seit fünf, zehn, 25 und 35 Jahren dem Chor die Treue gehalten haben. Auch diesen wurde als eher symbolisches „Dankeschön“ jeweils eine Rose überreicht. Dieter Döring und Waltraud Riedel wurden für sage und schreibe 45 Jahre Mitgliedschaft und aktive gesangliche Unterstützung geehrt.
Im „kulturellen“ Teil des Festes präsentierten sich unter prasselndem Applaus die „crazy birds“ mit einer lustigen und fast professionell vorgetragenen tänzerischen Darbietung. Dieser ging ein Quiz voraus, bei dem Gregor Loers die Aufgabe gestellt wurde, ein „akustisches Memory“ zu absolvieren. Stofftieren, offensichtlich intellektuell minder begabt und von eher schlichtem Gemüt, zudem als „Kakerlaken“ bezeichnet, gaben bei leichtem Schlag auf den Hinterkopf Fragmente von Einzelworten und Begriffen preis, die -in die richtige Reihenfolge gebracht- den Titel einzelner Lieder ergaben. Keine leichte Aufgabe, die leichten Schläge in der richtigen Reihenfolge auszuführen, doch für einen musikalischen Profi durchaus leistbar. So wurde diese Aufgabe erfolgreich gelöst, indem der Chorleiter die Titel „Wenn auf Capri die rote Sonne im Meer versinkt“, „Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii“ und den Beginn des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach mit „Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage“ zu identifizieren in der Lage war. Nicht nur das Publikum, sondern auch alle am Spiel Beteiligten hatten ihre helle Freude -und nicht nur an diesem vergnüglichen Spiel, sondern an einem rundum gelungenen Cäcilienfest.
Text und Bilder: Ulrich Reul