Das Sakrament der Firmung
Zielgruppe:
Die Jugendlichen, mit denen wir es während der Firmvorbereitung zu tun haben, sind von Gott geschaffene und geliebte Individuen, die aus verschiedenen Lebenssituationen kommen und ihre eigene Geschichte mitbringen. Unser Auftrag:
Anknüpfend an die heilige Schrift hat das II. Vatikanische Konzil den Menschen mit seinen Freuden und Hoffnungen sowie mit seinen Nöten und Ängsten in den Mittelpunkt kirchlichen Handelns gestellt. Es ist ein wichtiger Schritt des Konzils, dass es sich an alle Menschen wendet, auch an diejenigen, die außerhalb der Kirche stehen. So wie sich Gott den Menschen auf Augenhöhe zugewandt und sie so angenommen hat, wie sie sind, braucht es Seelsorger und Seelsorgerinnen, die sich bedingungslos den Menschen zuwenden. Firmkatechese:
Katechese geht konkret vom Leben aus und korreliert mit der Tradition des Glaubens. Im Mittelpunkt der Katechese steht der Mensch mit seiner Lebensgeschichte. Wenn sich während der Firmvorbereitung Gruppen bilden, so hat das einen Sinn. Eine Gruppe wird dann zu einer katechetischen, wenn sie die Plattform bietet, auf der sich Christen über ihren Glauben austauschen, sich einander am Glauben teilhaben lassen, sich gegenseitig Zeugnis geben und Gott erfahrbar wird. Neben Theorie und Theologie können auch das Lebenszeugnis einzelner Menschen und Gruppen Orte christlicher Wahrheit sein. Eine katechetische Wirkung wird überwiegend über menschliche Beziehungen erreicht. Ziele einer Firmvorbereitung:
Die Firmvorbereitung soll die Jugendlichen und deren momentane Lebenssituation ernst nehmen. Sie soll die Jugendlichen sensibel machen, ihr eigenes Leben anzuschauen. Sie soll Räume schaffen, in denen Gemeinschaft gelebt und wo die Begegnung mit dem menschenfreundlichen Gott möglich ist. Fazit:
Während der Firmvorbereitung ist es Aufgabe von Seelsorgerinnen und Seelsorgern, aber auch von Katechetinnen und Katecheten für die Jugendlichen da zu sein, ihnen zuzuhören und sie anzunehmen, wie sie sind. Es braucht Menschen, die Anwalt für die Jugendlichen und deren Interessen sein wollen. Es braucht Glaubens- und Lebensspurensucher, d.h. Menschen die sich mit den Jugendlichen auf den Weg machen nach diesen Spuren zu suchen.