12/05/2026
Das Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde St. Katharina in der Innenstadt neben der Katharinenkirche wird zur Zeit energetisch kernsaniert.
Aus dem bisherigen „Katharinentreff“ soll das neue Begegnungszentrum „Lichtwerk“ entstehen.
Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Sanierungsmaßnahmen Ende September abgeschlossen sein.
Die Kirchengemeinde hatte nun aufgerufen, sich im Begegnungszentrum einzubringen und eigene Ideen und Wünsche einzubringen.
Die Einladung stieß auf großes Interesse. Der Saal im Forum Herz Jesu war gut gefüllt.
Gemeindereferent Janfelix Müller begrüßte die Gäste, in dem er sagte, dass für den kirchlichen Bereich des Pastoralen Raumes Unna-Fröndenberg-Holzwickede, aber auch für Unna im Allgemeinen etwas ganz Neues entstehen wird. Er führte im Weiteren den geschichtlichen Werdegang des Projektes aus, von den ersten Ideen bis zum Beginn der baulichen Umsetzung.
Dabei wurde klar, dass die Kirchengemeinde schon auf dem Weg zur Sanierung vieles in Bewegung gebracht hatte. So hatte sie z.B. eine Ausstellung mit Karikaturen zum Klimawandel organisiert, einen Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen ausgeschrieben oder in Kooperation mit einer Landwirtin eine Solidarische Landwirtschaft in Unna initiiert.
Lars Wulkau aus dem Vorbereitungsteam erklärte den Zuhörern das Konzept mit dem Schwerpunkt der „Schöpfungs- und Weltverantwortung.“ Dabei unterstrich er, dass die Solidarität mit allen Menschen auf der Erde und die Sorge und den Erhalt der Lebensgrundlagen zum Christein unbedingt dazu gehört. So unterstützt das Erzbistum Paderborn nur auf Grund des thematischen Schwerpunktes das Projekt mit großen finanziellen Mitteln. Der geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Ludwig Holzbeck, erläuterte die baulichen Maßnahmen. Dabei machte er deutlich, dass das Neue vor allem im Erdgeschoss des Gebäudes stattfinden wird. Der östliche Teil des Obergeschosses wird Verwaltungszentrum für den Pastoralen Raum und der westliche Teil bleibt weitestgehend so erhalten, wie in der Vergangenheit, nur dass sich die Zuschnitte der Räume etwas verändern. „Die Räume können weiterhin auch von gemeindlichen Gruppen genutzt werden.“, nahm Ludwig Holzbeck einigen Anwesenden die Sorgen. Zum aktuellen Stand der Maßnahmen sagte er: „Wenn alles nach Plan läuft, können wir Mitte Oktober Eröffnung feiern.“
Danach waren die Gäste gefragt. Sie sollten ihre Ideen mit einbringen, was im zukünftigen Begegnungszentrum stattfinden soll. Es entstand ein munterer Austausch zwischen den Gästen, bei denen die Ideen nur so sprudelten. Klausdieter Herb, David Schilling und Judith Kuck-Bösing von der Vorbereitungsgruppe versuchten die Ideen zu sortieren und bereits in Kategorien zusammenzufassen. Neben organisatorischen Anmerkungen gab es z.B. viele Umsetzungsideen im musikalischen Bereich, Bildungsangebote, Angebote für Jugendliche und junge Familien oder Veranstaltungen im Bereich Nachhaltigkeit.
Klausdieter Herb machte deutlich, dass die Kirchengemeinde auf viele Kooperationspartner angewiesen ist, damit das Zentrum zu einem lebendigen Ort wird. „Alleine werden wir das als Kirchengemeinde nicht stemmen und wir möchten auch ganz bewusst mit vielen Initiativen kooperieren.“, lud er Vertreter aller anwesenden Gruppen ein, den neuen Raum für sich zu entdecken.
Nach der Vorstellung der Ideen präsentierte Janfelix Müller die mögliche Struktur des Lichtwerks. Insbesondere betonte er die zukünftige Rolle einer Koordinierungsgruppe, die sich für das Projekt insgesamt verantwortlich fühlt. Bereits jetzt werden Menschen gesucht, die sich vorstellen können im Welcometeam mitzuarbeiten. Die Idee ist, das Begegnungszentrum an etwa drei Tagen von morgens bis abends offen zu halten. Menschen dürfen vor Ort gerne verweilen, ein Getränk zu sich nehmen und finden bei Bedarf ein offenes Ohr. Menschen, die Interesse haben, sich im Welcometeam zu engagieren, können sich bei Gemeindereferent Janfelix Müller ab sofort melden, E-Mail: [email protected]
Nach exakt zwei Stunden verabschiedete Janfelix Müller die Anwesenden. „Der Abend mit so vielen motovierten Menschen macht mich hoffnungsfroh, dass das Lichtwerk wirklich ein lebendiger Ort wird.“, zeigte sich Müller nach dem Abend sehr zufrieden.