Heilig.Berlin

Heilig.Berlin Labor für Mitgefühl, Gerechtigkeit und Weltherrschaft.

𝗪𝗲𝗻𝗻 𝗻𝗲𝘂𝘁𝗿𝗮𝗹 𝘀𝗲𝗶𝗻 𝗴𝗲𝗳ä𝗵𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵 𝘄𝗶𝗿𝗱 – ü𝗯𝗲𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗣𝗼𝗱𝗰𝗮𝘀𝘁 𝗺𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝗳𝗗𝟭 | 𝗘𝗶𝗻 𝗣𝗼𝗱𝗰𝗮𝘀𝘁 𝗮𝗹𝘀 𝗧ü𝗿ö𝗳𝗳𝗻𝗲𝗿 𝘇𝘂𝗺 𝗯𝗲𝘀𝘀𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗚𝗲𝘀𝗽𝗿ä𝗰𝗵?Mi...
23/02/2025

𝗪𝗲𝗻𝗻 𝗻𝗲𝘂𝘁𝗿𝗮𝗹 𝘀𝗲𝗶𝗻 𝗴𝗲𝗳ä𝗵𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵 𝘄𝗶𝗿𝗱 – ü𝗯𝗲𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗣𝗼𝗱𝗰𝗮𝘀𝘁 𝗺𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝗳𝗗

𝟭 | 𝗘𝗶𝗻 𝗣𝗼𝗱𝗰𝗮𝘀𝘁 𝗮𝗹𝘀 𝗧ü𝗿ö𝗳𝗳𝗻𝗲𝗿 𝘇𝘂𝗺 𝗯𝗲𝘀𝘀𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗚𝗲𝘀𝗽𝗿ä𝗰𝗵?

Miodrag Jovanovich, Pastor in München bei der Adventgemeinde Waldfrieden, möchte die Gesprächskultur in unserer Gesellschaft verbessern. Vor der Bundestagswahl 2025 lädt er Politiker:innen in den Podcast „Jesus und Pizza“, Folge 60 ein. Zustande kommt aber nur das Gespräch mit einem Kandidaten der AfD für den Bundestag, Wolfgang Wiehle.

𝟮 | 𝗗𝗶𝗲 𝗜𝗹𝗹𝘂𝘀𝗶𝗼𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗡𝗲𝘂𝘁𝗿𝗮𝗹𝗶𝘁ä𝘁

Miodrag will „offen für alle“ sein – aber Offenheit hat Grenzen. Wer rechte Parolen als legitime Taktik akzeptiert, macht sich zum Handlanger der Foulspieler. Wenn sich die Foulspieler wohl fühlen, bleiben die Gefoulten weg. Die, von denen Miodrag sagt, dass Kirche für sie da sein sollte (Minute 27:10).
Miodrag sagt auch: „Es geht um den Menschen, nicht um die Partei.“ Klingt fair? Ist es nicht. Herr Wiehle ist nicht einfach als Mensch von nebenan da, sondern weil er AfD-Politiker ist. Mit Demokratiefeinden kann man nicht einfach locker quatschen. Die tun so, als wenn sie sich ein Trikot zum Mitspielen überziehen. Aber eigentlich wollen sie das Spielfeld zertreten und alle anderen Spieler:innen verächtlich machen.

𝟯 | 𝗗𝗶𝗲 𝗦𝘁𝗿𝗮𝘁𝗲𝗴𝗶𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝗳𝗗

Der AfD-Politiker nutzt das Gespräch clever:
- Er inszeniert die AfD als Opfer.
- Er redet über „heiße Themen“, ohne den rechtsextremen Hintergrund der Partei zu erwähnen (ab Minute 45:56)
- Er tut so, als wäre die AfD eine bürgerlich-zivilisierte Partei wie jede andere. Zum Beispiel streut er prominente Namen wie den Soziologen Max Weber ein.
- Er sagt, dass alle, die politischen Ziele der AfD mit denen des Nationalsozialismus vergleichen, nicht rational seien (Minute 44:16).

𝟰 | 𝗪𝗮𝘀 𝗳𝗲𝗵𝗹𝘁?

Miodrag hinterfragt wenig:
- Er stellt eine Frage, ob er sich mit seinem Nachnamen Sorgen machen müsse (ab Minute 45:56). Darauf antwortet der AfD-Politiker ausweichend. Miodrag fragt nicht nach. Was ist mit Schwarzen Menschen? Was ist mit Menschen, die anders denken als das politische Programm der AfD? Was ist mit Menschen mit Behinderung?
- Er stellt eine Frage zum internen Umgang der Partei mit ihrem rechtsextremen Anteil (Minute 49:42). Darauf antwortet der Politiker der AfD ausweichend und mit dem Opfermythos, dass die AfD „dämonisiert“ werde. Miodrag fragt nicht nach. Und lässt auch den Fakt außer Acht, dass der AfD-Bundesverband als rechtsextremer Verdachtsfall beim Bundesamt für Verfassungsschutz geführt wird. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind die jeweiligen Landes-AfDs als gesichert rechtsextrem eingestuft.
- Und nicht zuletzt fehlt ein Satz über die Bedrohung der Demokratie. Er bietet der AfD eine Bühne – ohne Gegenwind.

𝟱 | 𝗞𝗶𝗿𝗰𝗵𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗸𝗲𝗶𝗻 𝗻𝗲𝘂𝘁𝗿𝗮𝗹𝗲𝗿 𝗥𝗮𝘂𝗺

Kirche steht auf der Seite der Schwachen. Sie kann nicht gleichzeitig denen Raum geben, die Menschen abwerten. Wer der AfD zuhört und eine Bühne bietet, ohne zu widersprechen, macht sich mitschuldig.

𝟲 | 𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁

Brücken bauen? Klar.
Aber wenn nur die AfD Zeit für ein Gespräch hat, ist dieses Gespräch keine gute Idee. Dann ist es keine politische Neutralität.
Kirche muss Rechte Hetze so benennen. Haltung für Menschlichkeit zeigen.

👉 Deine Meinung?
Ist Kirche ein politischer Ort?
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🎙️ Podcast  #43 - Nachgesprochen - ein Podcast zur Reflexion zum „Gespräch zur Zeit“Unser heilig.Berlin-Gespräch zur Zei...
15/11/2024

🎙️ Podcast #43 - Nachgesprochen - ein Podcast zur Reflexion zum „Gespräch zur Zeit“
Unser heilig.Berlin-Gespräch zur Zeit (Podcast #42) hat Kreise gezogen. In diesem Gespräch hatte ein Podium über „Rechtspopulismus und Kirche - Wie rechts muss Kirche sein?“ diskutiert.
Nach der Veranstaltung gab es einiges an Feedback – und Martina Basso hatte ein paar Punkte, die im Podiumsgespräch einfach nicht zur Sprache kamen. Sie ist Theologin, Fachfrau für Frieden und arbeitet in Leitungsgremien der Arbeitsgemeinschaft der Mennonitengemeinden in Deutschland. Sie findet, dass Kirche dringend einen eigenen, kritischen Blick auf die Gesellschaft haben darf – und das nicht nur aus der Komfortzone heraus, sondern richtig „prophetisch“, wie im Alten Testament. Quasi sozialkritisch und für die Würde aller Menschen einstehend.
Außerdem meint sie, dass es nicht um jeden Preis darum gehen kann, als Kirche gesellschaftlich „anschlussfähig“ zu sein – ein Blick zurück auf die Bekennende Kirche im Nationalsozialismus zeigt, wie wichtig es ist, in schwierigen Zeiten eine klare Haltung zu haben.
Und dann noch ein Punkt: Nur weil eine Partei demokratisch ins Parlament gewählt wird, heißt das nicht, dass sie sich das Recht nehmen kann, undemokratisch zu handeln. Demokratische Werte müssen immer geachtet werden.
Und wir fragen uns in dem Gespräch ob es in den letzten Jahren eine Diskursverschiebung im öffentlichen Raum gab. Ob sich also die Art und Weise verändert hat wie argumentiert, gestritten und diskutiert wird – speziell seit die AfD in der politischen Landschaft aufgetaucht ist.
Welche Gedanken und Perspektiven fehlen deiner Meinung nach noch? Hört rein ins Nachgespräch, um mehr zu erfahren! 🎧💬

Es knistert und knirscht in der Gesellschaft. Umfragen zeigen eine tiefgreifende Gewichtsverlagerung nach rechts. Die Af...
16/07/2024

Es knistert und knirscht in der Gesellschaft. Umfragen zeigen eine tiefgreifende Gewichtsverlagerung nach rechts. Die AfD verspricht, Deutschland zu retten. Andere sehen die Demokratie durch sie bedroht.

Wo stehen Kirchen in dieser Spannung? Sollen sie sich um jeden Preis abgrenzen? Sollen sie integrierend wirken? Oder ist die Mission der Kirche schlicht das geistliche Seelenheil fernab von politischen Debatten?

Das Labor heilig.Berlin fragt: „Rechtspopulismus und Kirche – Wie rechts muss Kirche jetzt sein?“
In einem „Gespräch zur Zeit“ treten Positionen aus Kirche und Gesellschaft in einen lebhaften Diskurs.

Sonntag, 13.10.2024, 17.00 Uhr
Adventgemeinde an der Hasenheide, Lucy-Lameck-Str. 27, 12049 Berlin-Neukölln
U Boddinstraße | U Hermannplatz

„Wie geht’s euch eigentlich? Jüdisches Erleben in Kreuzberg und Neukölln nach dem 7. Oktober“Der heilig.Berlin-Podcast  ...
24/05/2024

„Wie geht’s euch eigentlich?
Jüdisches Erleben in Kreuzberg und Neukölln nach dem 7. Oktober“

Der heilig.Berlin-Podcast #41 bietet das „Gespräch der Zeit“ vom 1. Mai 2024 zum Nachhören -> https://heilig.berlin/2024/05/24/wie-gehts-euch-eigentlich-aufzeichnung/

Zu den Gästen zählen Nina Peretz, Vorstandsmitglied der Fraenkelufer-Synagoge, und Rabbiner Jeremy Borovitz, Direktor für jüdisches Leben und Lernen bei Hillel Deutschland. Beide berichten von ihren Erfahrungen als Jüdin und Jude in Kreuzkölln. Trotz der Angst und verhärteten Fronten erfahren sie viel Solidarität. Nina Peretz betont: „Wir sind Kreuzberger, wir haben muslimische Freunde, wir arbeiten in vielen Kooperationsprojekten zusammen.“

Bundestagsabgeordneter Hakan Demir und Bezirksbürgermeister Martin Hikel berichten von ihren politischen Herausforderungen und Begegnungen mit den Bewohnern Kreuzköllns. Hakan Demir fasst zusammen: „Die gegenseitige Verständigung und der Respekt füreinander sind Schlüssel für ein harmonisches Zusammenleben.“

Jonathan Perleth, Co-Organisator einer stillen Mahnwache vor der Fraenkelufer-Synagoge, erzählt von der Kraft des Zusammenhalts: „Gemeinsam können wir Herausforderungen überwinden und eine starke Gemeinschaft aufbauen, die füreinander da ist und sich gegenseitig unterstützt, um positive Veränderungen zu bewirken.“

Mit einfühlsamen Fragen und großer Sensibilität öffnet Dr. Juni Hoppe als Moderatorin einen Raum des Vertrauens, der einen Austausch über existentielle Erfahrungen ermöglicht.

Sind Glaube, Spiritualität und Theologie eigentlich das Gleiche? Und, was macht die Theologie, wenn sie von den neuesten...
15/04/2022

Sind Glaube, Spiritualität und Theologie eigentlich das Gleiche? Und, was macht die Theologie, wenn sie von den neuesten Entdeckungen anderer Wissenschaften wie der Chronobiologie erfährt? Kann die Theologie dort, wo Naturwissenschaften Lücken haben, allen die Welt erklären?
Das und mehr besprechen wir* in dieser Folge mit Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Markschies, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Professor für Antikes Christentum (Patristik) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er erzählt uns auch, was die Theologie während der Pandemie gemacht hat. Natürlich können wir nicht anders, als ihn nach einem heiligen Ort in Berlin zu fragen.
Ganz zum Schluss verrät er, wo frau am 21. Mai 2022 einen phantastischen
Abendblick von einer Dachterrasse über Berlin Mitte hat. *Wir sind in dieser Folge Jannes und Jana.

Der Krieg ist ausgebrochen. Putin will die Ukraine beherrschen. Bevor die ersten Schüsse fielen, hat der Ökumenische Rat...
28/02/2022

Der Krieg ist ausgebrochen. Putin will die Ukraine beherrschen. Bevor die ersten Schüsse fielen, hat der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg gemeinsam um Frieden gebetet. Und an die Vernunft der Aggressoren appelliert. Dietmar und Jannes reden über die Hintergründe und die Macht des Betens.

Die Veranstaltung zum Nachgucken auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=X03MqqdcYiI

Kirchen schrumpfen. Vielerorts werden sie kleiner, kleiner und kleiner. Wo soll das alles enden?Marlin und Dietmar mache...
11/02/2022

Kirchen schrumpfen. Vielerorts werden sie kleiner, kleiner und kleiner. Wo soll das alles enden?

Marlin und Dietmar machen eine Zeitreise mit Ulf-Martin Schmidt. Er ist Pfarrer der Alt-katholischen Kirche in Berlin. Seine Gemeinde reicht bis zur Ostseeküste. Und er sagt: Schrumpfen? Das haben wir schon vor einem Jahrhundert gehabt. Als der Zauber des Anfangs ausgepustet war. Sein Tipp: Denkt in Netzwerken. Und nutzt die Ressourcen der Ökumene. Und nebenbei erzählt er, dass seine Kirche überhaupt keine Probleme hat, wenn er als katholischer Pfarrer verheiratet und Vater ist.

Die   stellen voraussichtlich den nächsten Vizekanzler,   sind weltweit ein Begriff, ebenso wie   oder  .Tier- und Umwel...
03/12/2021

Die stellen voraussichtlich den nächsten Vizekanzler, sind weltweit ein Begriff, ebenso wie oder .

Tier- und Umweltschutz, und Einsatz für die Natur scheinen Themen zu sein, die ein großes Publikum beschäftigen. Deswegen setzen sich auch Parteien, Vereine und andere Gruppen dafür ein. Aber Christen und die Institution der Kirchen sind nicht die ersten, die einem in den Sinn kommen, wenn man an Naturschutz denkt. Warum eigentlich nicht?

Jana und Marlin denken in der aktuellen Folge des heilig.Berlin-Podcasts darüber nach und tauschen sich über Projekte aus, die Vorreiter sein könnten.

"Wie hast du's mit der Religion?", fragte schon Gretchen den Faust und brachte ihn damit in Verlegenheit. Abgeordnete vo...
08/10/2021

"Wie hast du's mit der Religion?", fragte schon Gretchen den Faust und brachte ihn damit in Verlegenheit.

Abgeordnete von CDU, SPD, Grünen, FDP und Linken aus dem Berliner Abgeordnetenhaus versuchen diese Frage beantworten.

Jannes und Marlin fassen die Gedanken der Parteien zusammen, versuchen von Berlin auf Deutschland zu schließen und äußern ihre Gedanken dazu, welche Koalition sich Gretchen vielleicht gewünscht hätte.

In Folge 33 reisen wir quasi mit KI ein Mal um die Welt: Von einer Lehmhütte nach Israel bis China. Immer im Gepäck: Ein...
10/09/2021

In Folge 33 reisen wir quasi mit KI ein Mal um die Welt: Von einer Lehmhütte nach Israel bis China. Immer im Gepäck: Einige Fragen. Und das Scheitern.

Scheitern gehört zum Leben dazu. Haben wir aber mit Big-Data und KI noch die Möglichkeit eines Neuanfangs? Werden wir von KI fremdgesteuert? Welche Freiheiten haben wir in einer Welt mit KI überhaupt noch? Wie geht Ethik in der KI? Fragen über Fragen, die uns bewegen wollen wir in der neuen Folge versuchen zu beantworten.

Wenn du diese Folge gehört hast, schreib uns doch in die Kommentare, was du für Gedanken nach der Folge hattest! Hast du Angst vor KI und der Zukunft?

Ach, der Gender-Stern schon wieder. Das Damokles-Schwert der bedrohten Männlichkeit. Zeichen des Untergangs der geordnet...
06/08/2021

Ach, der Gender-Stern schon wieder. Das Damokles-Schwert der bedrohten Männlichkeit. Zeichen des Untergangs der geordneten binären Geschlechterwelt. Gott schuf den Mann, dann die Frau. So ist die Ordnung der Dinge.
Doch ist das alles? Kommt so etwas wie Gender in den biblischen Texten vor? Oder lässt sich gar ein Entwicklungsprozess nachzeichnen?
Marlin und Dietmar stehen vor dem Genderstern. Sie unterhalten sich, welche geschlechtliche Diversität sie in Bibel und Mythologie entdecken.

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