03/04/2020
„ZUHÖR–TELEFON“ ALS ANGEBOT DER KIRCHEN IM LANDKREIS SONNEBERG
Das Diakonat des evangelischen Kirchenkreises hat gemeinsam mit der katholischen Kirchgemeinde St. Stefan in Sonneberg ein Zuhör-Telefon für den Landkreis Sonneberg eingerichtet. Vorerst noch bis Samstag, 18. April, ist das Zuhör-Telefon täglich außer an den Sonntagen von 16:00 bis 18:00 Uhr unter der Rufummer (03675) 75300-14 besetzt. Anrufen kann jeder, der den Wunsch verspürt, mit jemandem zu reden, um sich über Sorgen und Probleme auszutauschen.
Jeder Anruf ist willkommen, völlig unabhängig von einer Konfessionszugehörigkeit. Somit steht das Angebot des Zuhör-Telefons auch Menschen ohne Kirchenmitgliedschaft offen. Sie können anonym anrufen, oder auch Ihren Namen nennen. Die Mitarbeiter, die das Zuhör-Telefon betreuen, unterliegen der Schweigepflicht. Bei erhöhtem Bedarf werden die Telefonzeiten des Zuhör-Telefons weiter ausgebaut. Außerdem sind grundsätzlich alle Pfarrämter und kirchlichen Mitarbeiter zu den üblichen Zeiten erreichbar. Diese sind auf der Homepage des Kirchenkreises, der Kirchengemeinden und den Gemeindeblättchen einsehbar.
In Zeiten der Corona-Krise sind viele Menschen verunsichert. Ältere oder kranke und immungeschwächte Personen sollen möglichst nicht mehr besucht werden oder selbst einkaufen gehen. Somit bricht ihr soziales Netz ein. Denn das meiste, was dem Alltag bisher Struktur gegeben hat und Kontaktmöglichkeiten geboten hat, fällt jetzt weg. Sorgen, Einsamkeit und Probleme können in diesen Zeiten jeden treffen. Sei es die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, die Sorge um die eigene Gesundheit und die der nahen Angehörigen, sowie Existenzängste - sie alle belasten oft stark und sorgen für Gesprächsbedarf.
"Auch wir als Kirchen können derzeit nicht in der gewohnten Weise arbeiten. Darum gehen wir neue Wege und versuchen in diesen Tagen intensiv weitere Möglichkeiten zu finden, um trotzdem für die Menschen da zu sein", erläutert Diakonin Melanie Wagner-Köhler im Namen des Vorbereitungsteams. Das Angebot sei kirchensteuerfinanziert, außer den Telefongebühren entsünden den Anrufern somit auch keine Kosten.