11/10/2024
Maya und Munir.
Was wir diesen beiden Menschen gerade antun lässt sich nur schwer in Worte fassen und ist an Absurdität nicht zu beschreiben.
Maya, von ihren Lehrer:innen also „fleißig, zuverlässig und lernbegierig“ beschrieben stand kurz vor ihrem Fachabitur. 2023 ausgezeichnet mit dem Schulpreis des Landkreises „für besondere Leistungen innerhalb der Schulzeit“.
Und nun? Studium, Ausbildung? Nein - Abschiebung.
Munir, der zwei Jahre ältere Bruder von Maya, strebte eine Lehre in einem Maschinenbau-Betrieb an. Eine junge Fachkraft die wir in Deutschland dringend brauchen.
Und nun? Abschluss, Fachkräftesicherung? Nein - Abschiebung.
Der Grund für diese ungerechte Abschiebung ist das Dublin-Verfahren, das pauschal vorschreibt, dass Asylanträge in dem EU-Land gestellt werden müssen, in dem Flüchtlinge zuerst europäischen Boden betreten. Doch dieses Verfahren ignoriert die individuellen Lebenswege und Schicksale der Betroffenen.
Aber machen wir uns nichts vor, wenn der saarländische SPD Innenminister das mit einem Schulterzucken hinnimmt und lediglich diesen Satz dazu zu sagen hat: „Wenn Menschen hier her kommen, die kein Recht haben, hier zu bleiben, dann muss man das Recht durchsetzen, nämlich die Rückführung“, läuft etwas gewaltig schief. Das sollte nicht das Ziel von Sozialdemokrat:innen und Antifaschist:innen sein!
Denn so ebnet man nur den N***s, die sowieso schon in den Startlöchern stehen, den Weg.
Wenn wir das einfach akzeptieren verlieren wir mit Maya und Munir zwei engagierte junge Menschen die sich in Deutschland eine Zukunft aufbauen wollen. Und das werden wir nicht akzeptieren!
Wir fordern die sofortige Rückkehr von Maya und Munir und eine Reform des Dublin-Verfahrens, das solche menschlichen Tragödien nicht weiter zulässt.
📸 Foto von Markus Spiske auf Unsplash