07/03/2022
Fastenaktion für Klimagerechtigkeit: Abiturienten kochen Suppe für MISEREOR
„Es geht! Gerecht.“ So lautet das Motto der diesjährigen MISEREOR-Fastenaktion verbunden mit der Überlegung, wie eine klimagerechtere Welt ausschauen könnte.
Die Hauptlast der Klimakrise tragen die Menschen in den südlichen Ländern unserer Erde. Diese haben aber kaum dazu beigetragen. Wie aber kann in diesen Zeiten eine klimagerechtere Welt aussehen? Die aktuelle Fastenaktion von MISEREOR richtet ihren Fokus auf genau diese Frage, denn das Hilfswerk stellt sich immer da an die Seite der Not leidenden Menschen, wo Ungerechtigkeit, Gewalt oder Armut herrschen.
Schülerinnen und Schüler des Reichsstadt-Gymnasiums haben sich im Rahmen ihres P-Seminars mit ihrem Lehrer Sebastian Reichenbach über drei Halbjahre Gedanken über die Themen Lebensmittelverschwendung und Generationengerechtigkeit gemacht. Daraus entstand das Projekt „Tisch oder Tonne“.
Dr. Friedrich Weinschrod gab den Anstoß für diese Aktion, nachdem er die Hygienebelehrung durchgeführt und so von dem Seminar erfahren hat.
Am 1. Fastensonntag wurde das Projekt im Gottesdienst vorgestellt. „Gott hat uns die Erde geschenkt und wir haben die Verpflichtung, auf diese Erde aufzupassen. Nachdem 800 Mio. Menschen Hunger leiden, haben wir uns dem Thema „Lebensmittelverschwendung“ besonders angenommen“, berichtete ein Schüler. Religionslehrer Sebastian Reichenbach erläuterte den Hintergrund der Aktion im Hinblick auf die Generationengerechtigkeit: „Gerechtigkeit ist in der Bibel ein zentraler Begriff. Uns ist aufgetragen, so zu leben, dass auch für die kommenden Generationen das Leben auf dieser Erde lebenswert bleibt. Überall auf der Welt haben junge Menschen die Probleme unserer Zeit erkannt und versuchen, ihre Zukunft und die ihrer Mitmenschen gerecht zu gestalten. Belächeln wir sie nicht, sondern helfen wir ihnen, sie in ihrem Bemühen, um eine gerechtere Welt für alle zu unterstützen“.
Die Jugendlichen kochten aus verschiedenen Gemüsesorten, die vom örtlichen Supermarkt „KAUFLAND“ gespendet wurden, eine hervorragend schmeckende Fastensuppe und boten sie im Anschluss an die Heilige Messe gegen eine Spende an. Auf diese Weise kamen 297 Euro zusammen.