20/05/2026
Installation von Johannes Poiger
In einem festlichen Gottesdienst hat Bischof Dr. Matthias Ring den kürzlich gewählten alt-katholischen Pfarrer Johannes Poiger in sein Amt eingeführt. Die evangelische Markuskirche, in die die Feier aus Platzgründen verlegt wurde, war gut gefüllt mit vielen Gemeindemitgliedern, Vertreterinnen und Vertretern der christlichen Kirchen Regensburgs und etlichen Ehrengästen aus der Politik, darunter Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger und Landrätin Tanja Schweiger. Hans-Peter Landsmann, Vorsitzender des Kirchenvorstands, begrüßte zu Beginn die Mitfeiernden und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass die Jahre der Vakanz und des Probedienstes nun zu Ende seien und mit Johannes Poiger ein engagierter und nahbarer Seelsorge gefunden worden sei.
In seiner Predigt ging Bischof Ring auf die Himmelfahrstserzählung aus der Apostelgeschichte ein, besonders auf den Appell an die Jünger, nicht ständig nach oben zu blicken, sondern hier auf der Erde ihre Sendung zu erfüllen. Ausgehend von der griechische Grundbedeutung sprach er sich für ein politisches Christentum aus, das nicht nur um sich selber kreist, sondern die Gemeinschaft und das Gemeinwohl im Blick hat und sich dort einsetzt, wo es gebraucht wird. Den Pfarrerinnen und Pfarrern komme dabei die Aufgabe zu, diesen Spagat zwischen der Sorge nach Innen und der Sendung nach außen immer wieder auszutarieren. Hierfür wünschte er Johannes Poiger viel Geschick und Ausdauer.
Als Vertreter der Stadtpolitik sprach Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger ein Grußwort, in dem er die Gedanken des Bischofs unterstrich und die wichtige Rolle der Kirchen im Stadtgeschehen hervorhob. Dr. Thomas Rigl, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Regensburg, betonte in seinem Grußwort die guten und herzlichen Verbindungen der verschiedenen Kirchen in Regensburg. Man helfe sich gegenseitig, wo Hilfe möglich ist und könne viel voneinander lernen, wenn Herausforderungen zu meistern seien. Beide wünschten dem neuen Pfarrer alles Gute und viel Segen für seinen Weg, den Glauben zu leben und weiterzugeben; und sie betonten die gute Verbundenheit zur alt-katholischen Gemeinde.
Im Anschluss an den Festgottesdienst luden Pfarrer Johannes Poiger und der Kirchenvorstand die Mitfeiernden zu einem Stehempfang ein, wo der Festtag noch in fröhlicher Runde ausklang. „Ich bin unendlich dankbar für so viel Wohlwollen, so viel Herzlichkeit und so viel gute Wünsche. Schon das tolle Wahlergebnis vor vier Wochen war überwältigend, aber die vielen Menschen, die heute gekommen sind und mit uns gefeiert haben machen mich sprachlos. Ein langer Weg der Probezeit geht nun zu Ende. In den letzten vier Jahren sind wir, unsere Gemeinde und wir als Familie, wirklich gut zusammengewachsen und wir konnten gemeinsam auch schon etliche Herausforderungen meistern. Dafür bin ich sehr dankbar und ich freue mich riesig auf das, was in den kommenden Jahren in unserer Gemeinde alles weiterwachsen darf.“ So resümierte Pfarrer Poiger den festlichen Tag. Zugleich dankte er allen Helferinnen und Helfern, die viel Zeit und Mühen aufgewendet haben, um dieses Fest überhaupt möglich zu machen. (Fotos: Hans-Peter Landsmann, Miriam Susewind, Maria Poiger)