10/06/2026
Umweltwoche in Cottbus
Zum 34. Mal bewies die Stadt, dass der Mensch und die Natur sowie das Denken, Fühlen und Handeln im Sinne gesunder Lebensräume und Schutz der Artenvielfalt dort tief verwurzelt sind. Initiativen, Bildungseinrichtungen, Vereine und engagierte Bürger/innen gaben mit dem Umwelt- und Familienfest, spannenden Vorträgen und Mitmachaktionen, Wissen weiter und mit vielerlei Einblicken in die Welt der Natur, den Tieren und Pflanzen somit eine Stimme - selbst Bäume ließ man reden. Einmal mehr lag ein Fokus bei den grünen Oasen der Stadt, den Gärten, Orten der Vielfalt in Blüte und Art, aber auch Orte des stillen Leidens gefährdeter Protagonisten einer sich nicht nur im Klima verändernden Welt. So der Igel, der, wie Ramona Noack vom Igelnetzwerk Lausitz e.V. beschrieb, nach 60 Millionen Jahren auf dieser Erde, nun gefährdet und Teil der Roten Liste ist. Wäre man selbst ein Igel und damit stiller Nachbar in unserer urbanen Welt, so würde man sich wohl das grüne, strukturreiche 15.000 Quadratmeter-Areal des Pädagogischen Zentrums für Natur und Umwelt in der Dahlitzer Straße zum Refugium wählen. Von- und miteinander lernen, selbst ausprobieren und einfach machen, ist das Motto dieses lebendigen Gartens, der Kultur- und Wildpflanzen ebenso eine Heimat ist, wie Mensch und Tier. Ein nützliches „Tier“ ganz anderer Art stellte die BTU Cottbus-Senftenberg mit ihrem Roboterhund vor. KI-gesteuert und auf achtlos weggeworfene Zi******enkippen trainiert, spürt er sie auf, saugt sie ein und verhindert so ein 400 Jahre währendes Dilemma, jene Zeit, die eine Zi******enkippe bis zur Zersetzung braucht. Allein in Deutschland werden täglich 200 Millionen Zi******en geraucht, zwei Drittel davon landen achtlos auf dem Boden. Zu viel, selbst für eine ganze Armee aus Roboterhunden! Was es braucht, ist also der Mensch, seine Einsicht zum Schutz der Umwelt, sein Handeln und dies gemeinsam, wie es der Cottbuser Umwelttag ja eindrucksvoll belegt.