10/12/2018
Bayerische Auktion für weibliche Zuchtschafe am 27. Oktober 2018 in Ingolstadt/ Zuchering
„Wir konnten an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. Der Markt lief gut und es ist uns einmal mehr gelungen, bayerische Topgenetik auch auf der weiblichen Seite in die Landeszucht zu bringen.“ Dieses Fazit zog der stellvertretende Vorsitzende Johann Trinkl der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht (BHG) nach der Auktion für weibliche Zuchtlämmer im Viehvermarktungszentrum Ingolstadt-Zuchering. Auch Zuchtleiter Dr. Christian Mendel zeigte sich zufrieden und erklärte, dass die Veranstaltung ein weiterer Schritt war, diesen Markt fest zu etablieren. Denn an Kaufinteressenten aus einer Reihe von Bundesländern sowie Nachbarländern fehlte es nicht.
Beschickt wurde der Markt von 28 bayerischen Züchtern mit 14 Rassen. Aufgetrieben wurden 126 weibliche Tiere im Alter von sechs bis zwölf Monaten. Die Jungtiere setzten sich zusammen aus folgenden Rassen: 25 Merinolandschafe, 18 Coburger Fuchsschafe, 2 Waldschafe, 15 Schwarzköpfige Fleischschafe, 11 Suffolk, 3 Texel, 4 Shropshire, 2 Zwartbless, 5 Weiße Bergschafe, 7 Braune Bergschafe, 3 Gescheckte Bergschafe, 12 Brillenschafe, 7 Alpine Steinschafe und 7 Juraschafe und 3 Dorper.
Wie immer fand vor der Versteigerung auch eine Prämierung statt, bei der als Preisrichter für die Merinolandschafe und Fleischschafe Reinhard Heintz, Vorsitzender vom Hessischen Verband für Schafzucht und -haltung, zusammen mit Fachberater René Gomringer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen sowie für die Land- und Bergschafe Züchter Johann Trinkl und Fachberater Max Wagenpfeil vom Amt für Ernährung. Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen mitwirkten.
Rassesieger wurden Schwarzköpfiges Fleischschaf Erwin Straßl, Arnstorf; Suffolk: Johann und Bernhard Trinkl, Hackermoos; Shropshire, Kiemer Buam, Unterumbach; Zwartbless: Hobmaier Marianne, Unterweinbach; Coburger Fuchsschaf: Siegfried Brunner, Rohr an der Laaber; Weißes Bergschaf: Michael Strauß, Mittelstetten, Braunes Bergschaf: Franz Öttl, Petershausen: Geschecktes Bergschaf: Monika Lochner, Wielenbach, Brillenschaf: Max Wagenpfeil, Emmering; Alpines Steinschaf: Dr. Christian Mendel, Neubeuern; Juraschaf: Bernhard Muggenthaler, Vilsheim, Merinolandschaf: Anton König, Burgebrach, Dorper, Max Brandl, Bad Gögging.
Aus diesen Spitzentieren kürten die Richter schließlich in den vier Rassegruppen die Champions. „Miss Bayern“ aus der Gruppe der Bergschafe wurde das Weißes Bergschaf von Michael Strauß. Die weiteren Platzierungen: bei den Fleischschafen das Suffolk von Johann Trinkl, bei den Landschafen das Coburger Fuchsschaf von Siegfried Brauner, und bei den Merinolandschafen siegte Anton König.
Als Versteigerer fungierte Herdbuchführer Wolfgang Zindath. Der Durchschnittspreis über alle Rassen hinweg betrug 239 €. Verkauft wurden insgesamt 88 Tiere. Das teuerste Lamm stellte Johann Morigl, Karlsfeld, mit einem Texel, das 440 € erzielte. Käufer war Holzapfel GbR, Losburg. Die Zweiergruppe von Anton König erzielten 850 Euro. Schon jetzt können sich sowohl die Züchter als auch Interessenten den letzten Samstag im Oktober 2019 als nächsten Markt für weibliche Zuchtlämmer in den Terminkalender eintragen.
Helga Gebendorfer
Fotos:
Miss Bayern der Landschafe: das Coburger Fuchsschaf von Siegfried Brauner.
Miss Bayern der Merinolandschafe stammte aus dem Stall von Anton König.
Miss Bayern der Bergschafe: das Braune Bergschaf von Michael Strauß.
Miss Bayern der Fleischschafe: das Suffolk von Johann Trinkl.