Seelsorgeeinheit Echaztal

Seelsorgeeinheit Echaztal Die Seelsorgeeinheit Echaztal ist seit der (Wieder-) Vereinigung am 01.01.2020 identisch mit der katholischen Kirchengemeinde St. Wolfgang.

Zu ihr gehören die Kirchen St. Wolfgang in Pfullingen und Hl. Bruder Konrad in Lichtenstein-Unterhausen.

Aktuelle Informationen und Berichte zu Veranstaltungen unserer Gemeinde findet ihr auf unserer Homepage:
09/06/2024

Aktuelle Informationen und Berichte zu Veranstaltungen unserer Gemeinde findet ihr auf unserer Homepage:

Seelsorgeeinheit Echaztal - Katholische Kirchengemeinde St. Wolfgang (Pfullingen – Lichtenstein)

WIEDERERÖFFNUNG DER NEU RENOVIERTEN KIRCHE HL. BRUDER KONRAD LICHTENSTEIN-UNTERHAUSEN - DRITTER ADVENTSSONNTAG "GAUDETE ...
03/12/2022

WIEDERERÖFFNUNG DER NEU RENOVIERTEN KIRCHE HL. BRUDER KONRAD LICHTENSTEIN-UNTERHAUSEN - DRITTER ADVENTSSONNTAG "GAUDETE (FREUET EUCH)", 11. DEZEMBER 2022, 10 UHR
Mit dem Schließen der Kirche Hl. Bruder Konrad nach dem Weißen Sonntag 2022 zur Grund-Innensanierung der katholischen Kirche in Unterhausen eröffnen wir diese wieder mit mobiler Bestuhlung (dunkelblaues Filzsitzkissen), teilweise mit Möglichkeit zum Knien, und einem FESTGOTTESDIENST am Gaudete-Sonntag (Freuet euch), 11. DEZEMBER 2022, um 10 UHR.
Der KIRCHENCHOR (Leitung: Christina Staneker) und INSTRUMENTALISTEN (Orgel: Tobias Schmidt, Geige: Manuela Eiche) gestalten die Eucharistiefeier musikalisch mit, die PREDIGT wird IM DIALOG gehalten von Pastoralreferentin Amelie Zimmer und Hochschulseelsorgerin Ines Spitznagel, ZELEBRANT ist Dekan Hermann Friedl, Konzelebrant Pfarrvikar Andrew Owusu und Assistenz Diakon Roland Hummler, GRUßWORTE von Bürgermeister Peter Nußbaum, Pfarrerin Katharina Dolmetsch-Heyduck und Architekt Albert Hörz erfolgen noch in der Kirche und im Anschluss gibt es BEGEGNUNG pur mit FINGERFOOD im Gemeindehaus. Alle sind KONFESSIONS-ÜBERGREIFEND herzlichst eingeladen und willkommen! Der Gottesdienst wird auch LIVE INS GEMEINDEHAUS übertragen.
Da die Seelsorgeeinheit Echaztal diese Feier gemeinsam begeht, findet am dritten Advent in Pfullingen kein Gottesdienst statt. Für die Pfullinger Gemeindemitglieder gibt es MITFAHR-GELEGENHEITEN am 11.12.2022 um 09:30 Uhr am Parkplatz Kirche St. Wolfgang (Wer mit dem Auto mitgenommen werden möchte, möge sich bitte bis Freitag, 09.12.2022, im Pfarr- u. Gemeindebüro, Fon 07121 71208, melden).

FESTWOCHENENDE Seelsorgeeinheit Echaztal Samstag/Sonntag, 24./25. September 2022 auf dem Kirchenareal Marktstr. 26 / Bra...
23/09/2022

FESTWOCHENENDE Seelsorgeeinheit Echaztal Samstag/Sonntag, 24./25. September 2022 auf dem Kirchenareal Marktstr. 26 / Braikestr. 12 Pfullingen

Einweihung & Segnung des neuen Katholischen Kindergartens St. Josef am SAMSTAG, 24.09.2022:

11 Uhr Grußbotschaften
12-17 Uhr Tag der offenen Tür: Fest für Kinder, Familien und Bevölkerung mit sozialverträglicher Bewirtung, musikalisches Angebot / Liedbegleitung mit den Kindern durch die Erzieherinnen unseres zweiten Kindergartens St. Elisabeth in Lichtenstein-Unterhausen (13:30 Uhr Turnhalle neuer Kindergarten St. Josef), Schminkclown "Bine", Luftballonmodellage mit "Nick the Twist", Glitzertattoos und Eiswagen.

Am SONNTAG, 25.09.2022 wird das 50jährige Bestehen der Kirche St. Wolfgang (Goldenes Kirchenjubiläum mit dem seit Ende Juni 2022 restaurierten goldenen Kirchturmkreuz) gefeiert:

10 Uhr Festgottesdienst "Krönungsmesse in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 317)", gestaltet durch den Kirchenchor mit Projektsänger*innen (Leitung: Christina Staneker, Solist*innen: Lisa Katsanis Sopran / Susanne Dreher Alt / Timo Zawischka Tenor / Jürgen Fritsch Bass, Orgel: Josef Wetzel) und Mitgliedern der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, der Festpredigerin Ines Spitznagel (Hochschulseelsorgerin RT) und Gästen aus der Partnerschaftspfarre St. Wolfgang am Wolfgangsee (österreichisches Salzkammergut).

Buntes, kindgerechtes Programm mit Mittagessen, Kaffee & Kuchen, Eiswagen (12-15 Uhr), Bilderschau "50 Jahre St. Wolfgang", Schminkclown "Bine", Luftballonmodellage mit "Nick the Twist" und Glitzertattoos.

18:30 Uhr: Gospelkonzert mit dem „Gospeltrain Willmandingen“.

DIE SEELE BAUMELN LASSENWir wünschen allen Kirchengemeindemitgliedern, Leserinnen und Lesern den Mut zum Nichtstun, das ...
04/08/2022

DIE SEELE BAUMELN LASSEN
Wir wünschen allen Kirchengemeindemitgliedern, Leserinnen und Lesern den Mut zum Nichtstun, das Abschütteln von unnötigem auch medialem Ballast, die Erfahrung dessen, was wirklich zählt im Leben, Menschen mit Gefühl, Wärme und Wertschätzung, die Liebe am Leben und das Leben der Liebe, ganzheitliche Erholung in Gottes wunderbarer Schöpfung und Natur, Gesundheit und Frieden und nicht zuletzt die innere Gewissheit, dass ER, Gott, stets mit Seinem reichen Schutz und Segen dabei ist! Auf ein frohes Wiedersehen, bereichernde Gespräche und miteinander Feiern - das Leben und den Glauben!

HISTORISCHE BEGEGNUNG: ST. WOLFGANG VOM WOLFGANGSEE  (ÖSTERREICH) TRIFFT ST. WOLFGANG IN DER STADT PFULLINGEN am Freitag...
22/05/2022

HISTORISCHE BEGEGNUNG: ST. WOLFGANG VOM WOLFGANGSEE (ÖSTERREICH) TRIFFT ST. WOLFGANG IN DER STADT PFULLINGEN am Freitag, 20. Mai 2022

Auf Initiative des evangelischen Vertreters der katholischen Kirchengemeinde St. Wolfgang Pfullingen, Herrn Peter Schaich, kam es am 20. Mai 2022 zu einer historischen Begegnung zwischen einer Delegation aus St. Wolfgang am Wolfgangssee im Salzkammergut der österreichischen Diözese Linz und Vertretern der Stadt Pfullingen zusammen mit der hiesigen katholischen Kirchengemeinde St. Wolfgang. Das ursprünglich am 17.03.2022 vorgesehene Treffen musste Coronabedingt nochmals verschoben werden.
Vertreter aus St. Wolfgang/Österreich: Bürgermeister Franz Eisl, Pfarrer Tomasz Klimek, Kurdirektor Thomas Herrmann und Kulturreferent Arno Perfaller.
Vertreter*innen der Stadt Pfullingen: Bürgermeister Stefan Wörner, Erster stv. Bürgermeister u. Stadtrat Martin Fink und Assistentin Cornelia Gekeler.
Vertreter*innen der Katholischen Kirchengemeinde St. Wolfgang Pfullingen: Stv. Gewählte KGR-Vorsitzende Ursula Halter, Kirchengemeinderätin Margot Deuscher, Initiator Peter Schaich und Dekan Hermann Friedl.
Nach einem Empfang und Informationsaustausch im Rathaus, Stadtrundgängen, Mittagessen im Klostergarten, Kirchenführung in St. Wolfgang und Abschluss-Kaffee im kath. Gemeindehaus St. Wolfgang war klar: Wir pflegen und entwickeln die Freund- und Partnerschaft weiter mit einem ersten Ziel, nämlich die Feier des 1.100 Geburtstages des heiligen Wolfgang von Pfullingen (924-994) im Jahr 2024. Eventuell führen wir ja da vom Donnerstag, 31. Oktober (Reformationstag & Gedenktag des hl. Wolfgang v. Pfullingen zugleich) bis 03. November 2024 unsere dritte ökumenische Reise nach St. Wolfgang an den Wolfgangsee durch, nachdem die Reise 2022 - Augsburg-Regensburg (Grablege des hl. Wolfgang v. Pfullingen)-Nürnberg - ausfallen musste.
Foto (Friedl) im Garten des ehemaligen Klarissenklosters - vlnr: Stv. Bürgermeister u. Stadtrat Fink, Pfarrer Klimek, Bürgermeiser Eisl, Kurdirektor Herrmann, Stv. Gewählte KGR-Vorsitzende Halter, Kulturreferent Perfaller, Assistentin Gekeler, Bürgermeister Wörner und Initiator Schaich.

FIRMSPENDUNG Seelsorgeeinheit Samstag, 21. Mai 2022, 10 Uhr, St. Wolfgang - mit Domkapitular Holger Winterholer23 Firmli...
16/05/2022

FIRMSPENDUNG Seelsorgeeinheit Samstag, 21. Mai 2022, 10 Uhr, St. Wolfgang - mit Domkapitular Holger Winterholer

23 Firmlinge (15 Mädchen, 8 Jungen; 17 aus Pfullingen, 6 aus Lichtenstein) empfangen am Samstag, 21. Mai 2022 um 10 Uhr in St. Wolfgang Pfullingen das Sakrament der Firmung. Firmspender ist der neue Hauptabteilungsleiter „Pastorales Personal“, Domkapitular Holger Winterholer. Ein weiterer Jugendlicher aus Pfullingen wird in der kroatischen Gemeinde in Reutlingen gefirmt. Wir wünschen den jungen Menschen die Erfahrung der Geistkraft Gottes und den Wert der Verwurzelung im christlichen Glauben! Wir laden besonders auch die Gemeinde herzlich zur Eucharistiefeier ein und bitten um das begleitende Gebet für unsere Jugendlichen! Ein Dankeschön dem Firmteam Anita Geiger, Anastasiia Koval, Petra Maurer und Ulrike Munz unter der Leitung von Diakon Roland Hummler!

PRÜFUNGS-SEGEN 2022: SEGEN, MUT & TRAUBENZUCKERAlle Jahre wieder stehen ABSCHLUSSPRÜFUNGEN an (heute, Montag, 25.04.2022...
25/04/2022

PRÜFUNGS-SEGEN 2022: SEGEN, MUT & TRAUBENZUCKER

Alle Jahre wieder stehen ABSCHLUSSPRÜFUNGEN an (heute, Montag, 25.04.2022, am Fest des Evangelisten Markus, begannen die schriftlichen Abiturprüfungen; Mittlere Reife, Hauptschulabschluss, Lehrzeitende, Examina, Lebensprüfung folgen): lernen, büffeln, Panik schieben. Die einen nehmen es ganz entspannt, die anderen stehen unter Strom und wieder anderen ist es egal. Zu welchem Typ Du auch gehörst: DER PRÜFUNGSSEGEN IST FÜR DICH.

Die Prüfungszeit ist eine besonders dichte Zeit. Ich möchte Mut und Lust machen, die Prüflinge bewusst durch diese Phase zu begleiten und bin in Gedanken, im Gebet und mit einer brennenden Kerze ganz bei Euch jungen Menschen, besonders auch bei Euch Oberministrant*innen und Jugendleiter*innen unserer Seelsorgeeinheit Echaztal (Pfullingen-Lichtenstein), die Ihr jetzt mitten im Abi steckt:

Lass kurz los:
Deine Vorbereitungen,
den Stoff, den Du gebüffelt hast,
die Fragen, die noch offen sind,
das mulmige Gefühl im Bauch.
GOTT BESCHENKT DICH. JETZT.
MIT SEINEM SEGEN BESCHENKT ER DICH! AMEN.

Euer Pfarrer Hermann Friedl

Zwei OSTERKERZEN-MOTIVE 2022:Die eine Osterkerze ist mit einer SCHNUR umwickelt - Zeichen dafür, dass wir noch immer von...
19/04/2022

Zwei OSTERKERZEN-MOTIVE 2022:
Die eine Osterkerze ist mit einer SCHNUR umwickelt - Zeichen dafür, dass wir noch immer von der Corona-Pandemie gefangen und vom Ukraine-Krieg gefesselt sind. Stärker jedoch ist die OSTERSONNE, die durch das Seil hindurchdringt.
Die andere Osterkerze trägt das alttestamentliche Bundeszeichen Gottes mit seinem Volk, den REGENBOGEN (vgl. Genesis 9,12f.), der mit der OSTERSONNE für die Buntheit und Vielfalt des Lebens in Gott steht. Dazu die FRIEDENSTAUBE - Zeichen der Hoffnung für Frieden in der Ukraine, in Europa und in der Welt.
PS: Beim Klicken auf das Foto sind die Kerzen in voller Größe zu sehen.

ORIENTALISCHER MARKT vor und nach dem Palmsonntagsgottesdienst in Pfullingen, 10. April 2022 (Gottesdienstbeginn um 10:3...
27/03/2022

ORIENTALISCHER MARKT vor und nach dem Palmsonntagsgottesdienst in Pfullingen, 10. April 2022 (Gottesdienstbeginn um 10:30 Uhr)

Am Palmsonntag, 10. April 2022, findet vor und nach dem Palmsonntagsgottesdienst auf dem Kirchplatz in Pfullingen wie zur Zeit Jesu ein orientalischer Markt statt (der Gottesdienst beginnt um 10:30 Uhr). Die beiden Kindergärten St. Josef Pfullingen und St. Elisabeth Unterhausen betreiben einen Gemüsestand, die Erstkommunionkinder fertigen für die gottesdienstliche Feier Palmzweige, die Firmlinge bieten Gewürze, Kräuter, Fladenbrot, Ascho-Tee und Wasser an, die Ministrantinnen Obst, das Kaffee-Team den regulären KIRCHENCAFÉ, und schließlich gibt es noch Lammgulasch mit weißen Bohnen und Fladenbrot bzw. Hummus/Falafel mit Fladenbrot als (auch vegetarisches) MITTAGESSEN!
Einzig zugelassenes Zahlungsmittel sind selbstverständlich nur ISRAELISCHE DENARE! In einer Wechselstube können die Euros in das orientalische Geld umgetauscht werden. Die Marktbetreiberinnen tragen orientalische Gewänder; die Marktstände werden mit Tüchern verschiedener Farben ausgelegt.
Eine Kirchengemeinderätin und deren Gatte, die derzeit in Jordanien weilen, werden direkt von dort noch spezielle Waren mitbringen - frisch auf den Tisch (Aufnahme: 22.03.2022 in der Hauptstadt Amman/Jordanien).
Der Kinder-, Jugend- und Familienausschuss freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher und ein reges Markttreiben entsprechend den aktuell geltenden Coronavorschriften. Der Erlös kommt der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit der Kirchengemeinde, inklusiv ukrainischen Flüchtlingen, zugute.

WENN WIR SCHWEIGEN, WERDEN BOMBEN SCHREIEN - Ökumenisches Friedensgebet im Echaztal: Sonntag, 27. Februar 2022, 18 Uhr, ...
25/02/2022

WENN WIR SCHWEIGEN, WERDEN BOMBEN SCHREIEN - Ökumenisches Friedensgebet im Echaztal: Sonntag, 27. Februar 2022, 18 Uhr, St. Wolfgang Pfullingen

In Anlehnung an das Wort Jesu gegenüber den Pharisäern bei seinem Einzug in Jerusalem - „Wenn meine Jüngerinnen und Jünger schweigen, werden die Steine schreien“ (Lukas 19,40) - lädt angesichts des angegriffenen Friedens in Europa die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Pfullingen (ACK) zu einem ökumenischen Friedensgebet ein, mitgetragen auch von den kirchlichen Verantwortlichen in Lichtenstein.

Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Pfullingen, Dekan Hermann Friedl, zeigt sich schockiert über den russischen Militäreinmarsch in die Ukraine. „Eine historisch lange Friedensepoche in Deutschland, Europa und der Welt ist zu Ende“, so der Dekan, „und wir tun gut daran, weiter an diesem Frieden zu arbeiten, auch wenn rein menschlicher Friede immer brüchig bleibt - trotz der unzähligen Friedensgespräche, Friedensverhandlungen und Friedensverträge.“

Hermann Friedl zitiert den Völkerapostel Paulus mit den Worten: „Die Nacht ist vorgerückt … Lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts“ und des Gebets (Römer 13,12). Trotz allem Schrecken bleibe, so Dekan Friedl, die christliche Hoffnung, dass die Vernunft und das Gewissen letztlich stärker sind als das krankhafte Agieren eines Despoten. Und das Psalmwort „Gerechtigkeit und Friede küssen sich“ (Psalm 85,11) sei Verheißung unseres Gottes für alle Zeiten und Generationen und werde am Ende siegen.

Das Friedensgebet im Echaztal findet am Sonntag, 27. Februar 2022, um 18 Uhr in der katholischen Kirche St. Wolfgang in Pfullingen statt. Dabei werden auch ukrainische Gemeindemitglieder von ihrer persönlichen Betroffenheit und ihrem Schmerz erzählen und Kerzenlichter anzünden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wohl aber eine FFP2-Maske.

HOFFEN, DASS DIE KIRCHE SICH BEWEGTKirche - Der katholische Dekan und Pfullinger Pfarrer Hermann Friedl redet Klartext: ...
26/01/2022

HOFFEN, DASS DIE KIRCHE SICH BEWEGT

Kirche - Der katholische Dekan und Pfullinger Pfarrer Hermann Friedl redet Klartext: über Zölibat, Frauen in der Kirche, sexuellen Missbrauch und mehr - Von Norbert Leister

PFULLINGEN. Hermann Friedl ist mittlerweile 60 Jahre jung. Er ist nicht nur Pfarrer für Lichtenstein und Pfullingen, sondern auch Dekan für den gesamten Kirchenbezirk Reutlingen, also für den ganzen Landkreis. »Manche fragen sich ja, was so ein Pfarrer überhaupt arbeitet«, sagt Friedl und schmunzelt. Außer sonntags den Gottesdienst zu leiten, habe so ein Pfarrer doch nicht viel zu tun, sei die gängige Meinung mancher Menschen. Tatsächlich nimmt jedoch die Seelsorge breiten Raum ein, die Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinderäten, die Zuständigkeit für alle katholischen Kindergärten – und auch für die Gebäude. »Rufen Sie nachher noch bei der Versicherung an? Wegen des Wasserschadens im Pfarramt in Unterhausen«, fragt Friedls Pfarramtssekretärin.

Als Dekan ist er zudem Dienstvorgesetzter nicht nur aller katholischen Pfarrer im Landkreis, sondern auch von allen Einrichtungen der katholischen Kirche wie Caritas, Katholische Erwachsenenbildung, Psychologische Beratungsstelle, Sozialstationen und vielem mehr. Bleibt ihm bei all diesen Aufgaben überhaupt noch Zeit für Freizeit und fürs Privatleben? »Ich gehe zweimal die Woche in ein Fitnessstudio«, sagt er und lacht.

»Ich wollte eine Frau als Stellvertreterin durchkämpfen. Der Bischof sagte Nein«

Er sei ein positiv denkender Mensch, betont Friedl. Wobei er all die Themen, die aus den Kirchengemeinden an ihn herangetragen werden, nicht ignoriert. Wie zum Beispiel der Zölibat. »Der wurde ja erst im 11. Jahrhundert eingeführt «, sagt er, »es gab also in den ersten 1 000 Jahren kein Zölibat.« Dabei halte er das durchaus für eine mögliche Lebensform, »aber die sollte freiwillig sein«.

Hermann Friedl weiß von Kollegen, die im Pfarrhaus mit einer Frau oder sogar mit einem Mann zusammenleben. »Dabei handelt es sich oft um begnadete Pfarrer.« Verurteilen wolle er sie auf keinen Fall. »Sie leben oft in großer psychischer Not«, weil sie ihren Beruf lieben und doch gegen Kirchenregeln verstoßen. Friedl hofft und wünscht sich, dass irgendwann ein Papst den Zölibat aufhebt.

Auch andere Aufreger-Themen sieht er eher gelassen: Gleichgeschlechtliche Paare zu segnen, sei für ihn keine Frage,
er mache das. Frauen sollten in der katholischen Kirche die gleichen Rechte eingeräumt werden wie Männern. »Aber ich fühle mich da ohnmächtig«, sagt der Dekan. »Bei meiner Dekanswahl wollte
ich eine Frau als Stellvertreterin durchkämpfen, doch der Bischof hat Nein gesagt.« Grundsätzlich sei aber klar: »Ohne die vielen Frauen im Ehrenamt wäre die katholische Kirche tot.«

Diese Themen seien auch vor 50 Jahren schon diskutiert worden, aber getan habe sich da bisher »einfach nichts«. Doch es sei nicht so, dass sich in der katholischen Kirche gar nichts bewege, erklärt er, es gehe nur recht langsam. So ganz sicher ist Hermann Friedl sich am Anfang selbst nicht gewesen: Geboren 1961 in Eislingen an der Fils, hat er nach dem Abitur Theologie in Tübingen und Luzern studiert. Sein Elternhaus habe ihn geprägt, Vater und Mutter seien sehr gläubig gewesen.

Während des Studiums habe er aber »irgendwie aus dem Blick verloren, dass danach das zölibatäre Leben auf mich wartet«. Eine vierwöchige Auszeit in einem Jesuitenkloster habe ihm dann Klarheit verschafft, dass dieser Weg doch der richtige für ihn sei. »Eine Ehe ist ja nicht nur Halleluja ebenso wenig wie Zölibat. In der Abwägung muss ich sagen, dass man ohne Ehe vielleicht weniger Stress hat«, sagt Friedl und lacht wieder. Seine Entscheidung bereue er auf jeden Fall nicht.

Zum Thema sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche sagt der Dekan: »Der Prozess, bis endlich gehandelt wurde, hat viel zu lang gedauert.« Die Schuldigen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Mittlerweile gebe es immerhin einiges an Prävention, alle Kirchenmitarbeiter würden geschult, Fortbildungen müssten gemacht werden – um künftig Missbrauch zu verhindern, um besser auf das Verhalten aller zu schauen, um Übergriffe sofort zu melden.

»Mich ärgert, dass wir in der katholischen Kirche unter Generalverdacht gestellt werden«

»Was mich aber ärgert: Dass wir in der katholischen Kirche unter Generalverdacht gestellt werden«, betont Hermann Friedl. Klar sei, dass Missbrauch verfolgt und bestraft werden müsse. Aber dass nun alle Pfarrer als Pädophile angesehen würden, das sei schändlich. »Sexuellen Missbrauch gibt es überall. Aber die katholische Kirche wird fast allein an den Pranger gestellt.«

Anonyme Schmäh- oder Drohbriefe, wie auch der Dekan sie immer wieder erhält, würden die Situation nicht verbessern. Widerlich, unverschämt und abscheulich sei, was in manchen dieser Briefe stehe. »Ich bin überzeugt, dass es die Kirche braucht, denn ohne sie wäre Gott tot«, sagt Friedl. »Wer würde sonst noch von Jesus Christus reden?« Wenn Menschen nicht mehr zum Gottesdienst zusammenkämen, nicht mehr zusammen beten würden, »dann würde der Gemeinschaftscharakter verloren gehen«. Er glaubt, dass nach Corona die Gemeinden kleiner sein werden.

Mit seinen 60 Jahren darf Hermann Friedl noch nicht an die Rente denken. Das Austrittsalter für Pfarrer liege bei 70 Jahren. »Es wird aber gerade über eine Erhöhung auf 75 Jahre diskutiert.« Das »Rentenalter« für Bischöfe liege im Übrigen bereits bei 75 Jahren.

Leise Hoffnungen hegt der Dekan, dass sich die katholische Kirche doch irgendwann einmal ein wenig schneller bewegen werde: »Dass es wenigstens mal Diakoninnen gibt, dass der Papst mal vom Volk und nicht von Kardinälen gewählt wird.«

Und insgeheim wünsche er sich, dass es irgendwann mal eine Päpstin geben werde. Friedl lacht bei diesem fast schon ketzerischen Gedanken. Doch er besinnt sich schnell: »Ach, nein, da müsste ja das Kirchenrecht geändert werden.« Darin steht nämlich, dass ein Papst katholisch sein muss. Und ein Mann. »Aber ich lebe aus der Hoffnung «, sagt Hermann Friedl augenzwinkernd.

Norbert Leister, © 24.01.2022 Reutlinger General-Anzeiger, Seiten 1 u. 10

Dekan Hermann Friedl sieht einige Baustellen in der katholischen Kirche, nicht nur die neben der Pfullinger St. Wolfgangskirche, wo momentan ein neuer Kindergarten gebaut wird. Foto: Norbert Leister

Ökumenischer OMNIBUS-GOTTESDIENST "[bitte aussteigen!]" Sonntag, 06. Februar 2022, 13:30 - ca. 19:00 Uhr, Ziel: Fahrt an...
23/01/2022

Ökumenischer OMNIBUS-GOTTESDIENST "[bitte aussteigen!]" Sonntag, 06. Februar 2022, 13:30 - ca. 19:00 Uhr, Ziel: Fahrt ans Blaue (Geheimtipp: Mit Klosterbesuch), Organisationsteam unter Pfarrer Sebastian Schmauder, ev. Blasiuskirche Holzelfingen, und Diakon Roland Hummler, Seelsorgeeinheit Echaztal (Lichtenstein-Pfullingen) - Anmeldung erforderlich (siehe Bildtext)

Adresse

MarktStr. 26
Pfullingen
72793

Öffnungszeiten

Mittwoch 10:00 - 13:30
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 13:30

Telefon

+49712171208

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