Penzberger Moschee

Penzberger Moschee Die Islamische Gemeinde Penzberg e.V. besteht nun seit 1994 im bayerischen Voralpenland als multinationale und offene Religionsgemeinschaft

besteht nun seit 1994 im bayerischen Voralpenland als unabhängige, multinationale, neutrale und offene religiöse Gemeinde. Die Islamische Gemeinde Penzberg gilt für die rund 1000 Muslime der Umgebung seit der Einweihung ihrer Moschee als Zentrum islamischen Glaubens im katholisch geprägten Oberbayern. Die Penzberger Moschee, an der südöstlichen Ausfallstraße gelegen, wurde von dem bosnischstämmige

n Architekten Alen Jasarevic geplant und 2005 eröffnet. Gemeinsam mit einer integrierten religiösen Bibliothek bildet sie das rund 1.600 Quadratmeter große „Islamischen Forum“. Möglich war der Drei-Millionen-Euro-Bau hauptsächlich durch finanzielle Hilfe des Emirs von Schardscha in der Vereinigten Arabischen Emirate Sheikh Dr. Sultan bin Muhammad al-Qassimi. Im Islamischen Forum finden unter anderem Podiumsdiskussionen mit hochkarätigen islamischen Glaubensführern statt. Dazu lädt die Moschee tagtäglich ein. Tausende Besucher – Muslime und Nichtmuslime – konnten wir seit der Eröffnung begrüßen, darunter Schüler, interessierte Bürger, Politiker, Diplomaten, Verbände und Vereine. Das Forum versteht sich als eine Einrichtung der Begegnung, des Austausches und der Kommunikation der Religionen und Kulturen. Fruchtbare Begegnung und Austausch war die Resonanz. Zu den geschätzten Gästen zählten hochrangige Vertreter der Religiongemeinschaften, der Politik und Prominente aus der Gesellschaft. Dabei ließen sie sich informieren über die Architektur und ihre Besonderheiten und über muslimisches Leben in Deutschland; sie gewannen einen kleinen Einblick in den muslimischen Alltag und kamen mit Muslimen ins Gespräch.

Einladung zum Opferfest-Gebetin der Penzberger MoscheeLiebe Geschwister,wir laden euch herzlich zum gemeinsamen Opferfes...
20/05/2026

Einladung zum Opferfest-Gebet
in der Penzberger Moschee

Liebe Geschwister,

wir laden euch herzlich zum gemeinsamen Opferfest-Gebet in die Penzberger Moschee ein.

📅 Mittwoch, 27.05.2026
🕓 Morgengebet: 04:45 Uhr
🕌 Fest-Gebet: 06:00 Uhr

Lasst uns gemeinsam das Opferfest im Gebet, in Dankbarkeit und Freude beginnen.

Eure
Islamische Gemeinde Penzberg

 : Wie lebt ein gläubiger Mensch mit seinen Sorgen, ohne an ihnen zu zerbrechen?Es gehört zu den auffälligsten Paradoxie...
10/05/2026

: Wie lebt ein gläubiger Mensch mit seinen Sorgen, ohne an ihnen zu zerbrechen?

Es gehört zu den auffälligsten Paradoxien unserer Zeit, dass der Mensch nie zuvor über so viele Möglichkeiten verfügte – und sich dennoch innerlich selten so verletzlich, so verunsichert und so erschöpft gefühlt hat wie heute. Die moderne Welt hat das menschliche Leben zweifellos erleichtert. Medizinische Fortschritte verlängern das Leben, digitale Technologien überwinden Entfernungen, künstliche Intelligenz erweitert menschliche Möglichkeiten, wirtschaftliche Systeme schaffen Wohlstand in einem Ausmaß, das frühere Generationen kaum kannten. Und dennoch hat dieselbe moderne Zeit zugleich eine Komplexität hervorgebracht, die viele Menschen an die Grenzen ihrer inneren Belastbarkeit führt: permanente Erreichbarkeit, wirtschaftliche Unsicherheiten, politische Spannungen, Kriege, gesellschaftliche Polarisierung, der Verlust stabiler Beziehungen und eine Informationsflut, die niemals endet.

So ist ein Mensch entstanden, der äußerlich oft funktioniert, innerlich jedoch nicht selten erschöpft ist. Viele lächeln, obwohl sie müde sind. Sie kommunizieren täglich mit Hunderten von Menschen – und fühlen sich dennoch allein. Sie organisieren Karriere, Familie, Termine, Finanzen und Verpflichtungen – und verlieren dabei langsam die Verbindung zu ihrer eigenen Seele. Gerade deshalb gehört die Frage, wie ein Mensch mit seinen Sorgen lebt, ohne an ihnen zu zerbrechen, zu den wichtigsten spirituellen Fragen unserer Zeit.

Der Koran ignoriert die menschliche Angst und die Sorgen nicht. Er verspricht auch nicht, dass Glaube automatisch ein sorgenfreies Leben bedeutet. Im Gegenteil. Der Koran beschreibt das menschliche Dasein mit bemerkenswerter Ehrlichkeit:

لَقَدۡ خَلَقۡنَا ٱلۡإِنسَٰنَ فِي كَبَدٍ
„Wahrlich, Wir haben den Menschen in Mühsal erschaffen.“ (90:4)

Prüfungen sind kein Unfall des Lebens. Schwierigkeiten sind kein Zeichen göttlicher Abwesenheit. Sorgen und Klagen sind kein Beweis für schwachen Glauben. Sie gehören zum Wesen des Menschseins.

Selbst die größten Propheten kannten Angst, Verlust, Einsamkeit und Schmerz. Ibrahim (Abraham) wurde ins Feuer geworfen. Musa (Moses) musste vor Unterdrückung fliehen. Yaqub (Jakob) verlor seinen geliebten Sohn und weinte, bis seine Augen weiß wurden. Yunus (Jona) fand sich allein in der Dunkelheit wieder. Isa (Jesus) wurde missverstanden und verfolgt. Und Muhammad verlor Kinder, Freunde, Schutz, Heimat und Sicherheit. Die Besten der Menschheit kannten Schmerz. Warum sollten wir glauben, dass unser Weg frei von Prüfungen sein wird?

Und doch liegt genau hier der entscheidende Unterschied: Der gläubige Mensch hat Sorgen – aber die Sorgen besitzen nicht sein Herz.

Als der Prophet Muhammad die schwerste Phase seines Lebens durchlebte – den Verlust seiner geliebten Frau Khadidscha, seines Onkels Abu Talib, die Ablehnung seines Volkes, Verleumdung und Einsamkeit –, offenbarte Gott Worte von außergewöhnlicher seelischer Tiefe:

وَلَقَدۡ نَعۡلَمُ أَنَّكَ يَضِيقُ صَدۡرُكَ بِمَا يَقُولُونَ
„Wir wissen sehr wohl, dass deine Brust eng wird wegen dessen, was sie sagen.“ (15:97)

Gott beginnt nicht mit einer Forderung. Er sagt nicht: Sei stark. Weine nicht. Er sagt nicht: Ein Prophet darf nicht traurig sein. Er sagt zuerst: Ich weiß.

Bevor Gott heilt, zeigt Er, dass Er sieht. Bevor Er entlastet, zeigt Er, dass nichts verborgen ist. Und unmittelbar danach folgt der Weg zur inneren Stabilität:

فَسَبِّحۡ بِحَمۡدِ رَبِّكَ وَكُن مِّنَ ٱلسَّٰجِدِينَ وَٱعۡبُدۡ رَبَّكَ حَتَّىٰ يَأۡتِيَكَ ٱلۡيَقِينُ
„So preise deinen Herrn voller Lob, gehöre zu den Niederwerfenden und diene deinem Herrn…“ (15:98)

Als würde Gott sagen: Komm zu Mir. Sprich mit Mir. Lege deine Stirn auf den Boden. Suche Meine Nähe. Ich bin da.

Hier offenbart sich ein zentrales Geheimnis islamischer Spiritualität: Der Gläubige verdrängt seine Sorgen nicht – er verwandelt sie in Begegnung mit Gott.

Der Koran lehrt uns deshalb auch, dass Trauer nicht verborgen werden muss. Der Prophet Yaqub sagt:

إِنَّمَآ أَشۡكُواْ بَثِّي وَحُزۡنِيٓ إِلَى ٱللَّهِ
„Ich klage meinen Ku**er und meine Trauer nur Gott.“ (12:86)

Das ist keine Schwäche, sondern Stärke der Menschlichkeit.

Ein gläubiger Mensch darf weinen. Er darf müde sein. Er darf an Grenzen kommen. Er darf sagen: „Mein Herr, ich kann nicht mehr.“ Was er jedoch niemals verlieren darf, ist Hoffnung.

Denn Gott sagt:

لَا تَقۡنَطُواْ مِن رَّحۡمَةِ ٱللَّهِ
„Verzweifelt nicht an der Barmherzigkeit Gottes.“ (39:53)

Vielleicht ist Hoffnungslosigkeit die eigentliche spirituelle Krankheit unserer Zeit. Nicht der äußere Druck zerstört den Menschen zuerst – sondern ein Herz, das vergessen hat zu vertrauen. Darum erinnert der Koran:

وَمَن يَتَوَكَّلۡ عَلَى ٱللَّهِ فَهُوَ حَسۡبُهُ
„Und wer auf Gott vertraut – dem ist Er vollkommen genug.“ (65:3)

Vertrauen bedeutet dabei nicht Passivität, Probleme zu ignorieren oder Verantwortung abzugeben. Der gläubige Mensch arbeitet, plant, sucht Lösungen, nimmt Behandlung in Anspruch und übernimmt Verantwortung. Aber er trägt nicht die Last, Gott sein zu wollen.

Denn nicht alles liegt in seiner Hand.
Aber alles liegt in Gottes Hand.

Wer dieses Vertrauen nie gekostet hat, wird es vielleicht schwer verstehen. Wer es aber einmal erfahren hat, weiß: Nicht weil Sorgen verschwinden, findet das Herz Frieden – sondern weil Gott mitten in den Sorgen gegenwärtig wird.

Vielleicht liegt genau hier die tiefste Ursache vieler innerer Krisen unserer Zeit: Unser Kopf ist voller Informationen – aber unser Herz ist leer an Erinnerung. Wir wissen viel, aber wir erinnern wenig. Wir kommunizieren ständig, aber wir meditieren kaum. Wir reagieren pausenlos, aber wir reflektieren selten.

Darum erinnert der Koran:

ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ وَتَطۡمَئِنُّ قُلُوبُهُم بِذِكۡرِ ٱللَّهِۗ أَلَا بِذِكۡرِ ٱللَّهِ تَطۡمَئِنُّ ٱلۡقُلُوبُ
„Wahrlich, im Gedenken Gottes finden die Herzen Ruhe.“ (13:28)

Nicht im Geld. Nicht im Status. Nicht in Anerkennung. Sondern im Gedenken.

Wenn dein Herz unruhig ist, dann sprich:
🌴 Subḥānallāh – Gott ist größer als mein Chaos.

🌴 Alḥamdulillāh – selbst im Schmerz gibt es Grund zur Dankbarkeit.

🌴 Allāhu Akbar – meine Sorgen sind nicht größer als mein Herr.

🌴 Ḥasbunallāhu wa niʿma al-Wakīl – Gott genügt mir, und Er ist der beste Beschützer.

Das göttliche Gedenken ordnet, was innerlich chaotisch geworden ist. Es verbindet, was innerlich zerbrochen scheint.

Und schließlich gibt der Koran jedem erschöpften Menschen ein Versprechen, das wie ein Licht durch jede Dunkelheit scheint:

إِنَّ مَعَ الْعُسْرِ يُسْرًا
„Gewiss, mit der Erschwernis kommt Erleichterung.“ (94:5–6)

Bemerkenswert ist: Der Koran sagt nicht nach der Erschwernis, sondern mit der Erschwernis.

Das bedeutet: Selbst in der dunkelsten Nacht trägt Gott bereits die Morgendämmerung in sich.

Liebe Gemeinde,

geht heute nicht nach Hause mit der Frage:

„Warum habe ich Sorgen?“ Geht nach Hause mit der Gewissheit: „Wer ist mit mir in meinen Sorgen?“

Und wenn Allah mit dir ist— was kann dir fehlen?
Und wenn Allah nicht in deinem Herzen ist— was kann dir genügen?

Möge Allah unsere Herzen mit Tawakkul erfüllen.
Möge Allah unsere Ängste in Hoffnung verwandeln.
Möge Allah unsere Tränen zu Licht am Tage der Auferstehung machen.

Und möge Allah uns zu denjenigen gehören lassen, über die Er sagt:

أَلَآ إِنَّ أَوۡلِيَآءَ ٱللَّهِ لَا خَوۡفٌ عَلَيۡهِمۡ وَلَا هُمۡ يَحۡزَنُونَ ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ وَكَانُواْ يَتَّقُونَ

„Wahrlich, die Freunde Allahs – über sie kommt keine Angst, noch werden sie traurig sein. Es sind jene, die glauben und sich Gottes bewusst sind.“ (10:62–63)

Amin.

Imam Benjamin Idriz

Das heutige Freitagsgebet am 1. Mai stand ganz im Zeichen der Arbeit – und die Moschee war bis auf den letzten Platz gef...
01/05/2026

Das heutige Freitagsgebet am 1. Mai stand ganz im Zeichen der Arbeit – und die Moschee war bis auf den letzten Platz gefüllt, mit Männern und Frauen gleichermaßen. Es war mir ein Anliegen, die hohe Wertschätzung der Arbeit im Islam hervorzuheben: Arbeit ist nicht nur ein Mittel zum Lebensunterhalt, sondern besitzt eine tiefe spirituelle und soziale Dimension. Der Prophet Mohammed (s) hat die Hand eines Arbeitenden geküsst und gesagt: „Gott liebt diese Hand.“

Menschen, die täglich unterwegs sind, um ehrlich zu verdienen und ihre Familien zu versorgen, leisten nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Gesellschaft einen wertvollen Beitrag. Denn wer arbeitet, kann auch geben und Bedürftigen helfen. Zugleich habe ich die ethische Verantwortung betont: Arbeitgeber sind verpflichtet, ihre Mitarbeiter gerecht zu behandeln und ihren Lohn pünktlich zu zahlen, während Arbeitnehmer ihre Aufgaben ehrlich und gewissenhaft erfüllen müssen.

Gleichzeitig darf nicht übersehen werden, dass auch die Arbeit, die viele Frauen tagtäglich zu Hause leisten, oft nicht ausreichend geschätzt und gewürdigt wird. Diese Arbeit ist von unschätzbarem Wert für Familien und für die Gesellschaft insgesamt. Es ist daher auch eine Aufgabe der Gesellschaft und des Staates, Rahmenbedingungen zu schaffen, die diese Leistung anerkennen und entsprechend unterstützen.

Der Islam verurteilt Faulheit und das Leben auf Kosten anderer, obwohl die Möglichkeit zur Arbeit besteht. Unrechtmäßiges Aneignen von Geld – sei es von Einzelnen, Unternehmen oder dem Staat – gehört zu den schweren Sünden. Der Prophet lehrte: „Die gebende Hand ist besser als die nehmende.“

So ist Arbeit im Islam nicht nur Pflicht, sondern Würde, Verantwortung und ein Weg, die Gesellschaft gerecht und solidarisch mitzugestalten.

Imam Benjamin Idriz

 : Gleichgültigkeit ist der Anfang des Bösen - Wenn der Mensch nicht mehr heilig ist, dann ist nichts mehr heilig.Liebe ...
10/04/2026

: Gleichgültigkeit ist der Anfang des Bösen - Wenn der Mensch nicht mehr heilig ist, dann ist nichts mehr heilig.

Liebe Schwester und Brüder,

„Das Böse beginnt mit der Gleichgültigkeit gegenüber dem Schmerz des Anderen.“ Diesen Satz habe ich kürzlich in einem Buch gelesen. Er ließ mich nicht mehr los. Deshalb habe ich mich entschieden, ihm meine heutige Predigt zu widmen. Denn dieser kurze Gedanke trifft mitten ins Herz unserer Zeit.

Das Böse beginnt nicht erst mit Gewalt. Es beginnt mit dem Wegsehen. Mit dem Schweigen. Mit der Angst, Haltung zu zeigen. Dort, wo wir Unrecht erkennen und dennoch nicht widersprechen – weil es unbequem ist oder Konsequenzen haben könnte.

Der Prophet Muhammad, Friede sei auf ihm, lehrt:

من رأى منكم منكرا فليغيره بيده ، فإن لم يستطع فبلسانه ، فإن لم يستطع فبقلبه ، وذلك أضعف الإيمان

„Wer von euch ein Übel sieht, soll es mit seiner Hand ändern; wenn er dazu nicht in der Lage ist, dann mit seiner Zunge; und wenn er auch dazu nicht in der Lage ist, dann mit seinem Herzen – und das ist der schwächste Glaube.“

Doch selbst dieses „mit dem Herzen“ bedeutet niemals Gleichgültigkeit. Es bedeutet, mitzufühlen, innerlich betroffen zu sein und Haltung zu zeigen. Es ist daher zutiefst bedauerlich, wenn gerade religiöse Verantwortungsträger – ob Imame, Rabbiner oder Priester – nicht den Mut finden, Leid klar zu benennen und Gewalt eindeutig zu verurteilen. Ein starkes Zeichen setzt der Papst Leo, der in seiner Osterpredigt mit Mut und Klarheit für Frieden eintritt und sich eindeutig gegen Krieg und Gewalt positioniert.

Dringend braucht es eine gemeinsame Allianz von Imamen, Rabbinern, Priestern und anderen religiösen Würdenträgern, die Gewalt – gleich aus welcher Begründung – klar verurteilen, für Versöhnung und Frieden eintreten und die Herzen der Menschen wachrütteln. Denn das Herz, das nichts mehr empfindet, ist ein Herz in Gefahr. Und eine Zunge, die Gewalt nicht verurteilt, macht sich zum stummen Diener des Unrechts. Mitgefühl ist kein Zusatz des Glaubens, sondern ist sein Kern. Ein wahrer Gläubiger, ein humaner Mensch, ist derjenige, dessen Herz mitleidet, wenn andere leiden.

Der Gesandter Gottes Muhammed sagte:

مَثَلُ المؤمنين في توادِّهم، وتراحمهم، وتعاطفهم كمثل الجسد، إذا اشتكى منه عضوٌ تداعى له سائرُ الجسدِ

„Der Gläubige ist für den anderen Gläubigen wie ein Körper: Wenn ein Teil leidet, leidet der ganze Körper mit.“

Die entscheidende Frage ist: Spüren wir noch den Schmerz der anderen? Oder haben wir uns bereits daran gewöhnt?

Wir leben in einer Zeit, in der wir täglich Bilder von Krieg, Zerstörung und menschlichem Leid sehen. Doch je mehr wir sehen, desto größer ist die Gefahr, dass wir verlernen zu fühlen. Das ist die eigentliche Tragödie unserer Gegenwart: nicht nur das Böse selbst, sondern die Gewöhnung an das Böse.

Wenn Leid zur bloßen Nachricht wird und nicht mehr zur moralischen Verantwortung. Wenn wir scrollen, statt zu handeln. Kommentieren, statt zu helfen. Genau dort beginnt das Böse: in der Gleichgültigkeit.

Nicht jeder kann alles verändern, aber jeder kann etwas tun. Am Ende wird Gott uns nicht fragen: „Hast du alles verändert?“ Aber Er wird fragen: „Hat dich das Leid der anderen berührt, hast du dagegen etwas unternommen?“

Was also können wir tun?

Mitfühlen – das Leid anderer bewusst wahrnehmen.
Handeln – helfen, unterstützen, spenden, trösten.
Beten – für die Leidenden.
Sprechen – Unrecht benennen, wo immer wir es sehen.
Vor allem aber: den Menschen als Menschen sehen, nicht als Zahl, nicht als Schlagzeile.

Liebe Schwester und Brüder,

Seit dem 7. Oktober 2023 sind bis heute über 900 Tage vergangen. Über 900 Tage, in denen an jedem einzelnen Tag Menschen getötet werden. Etwa 100 Menschen täglich. Allein nach dem angekündigten Waffenstillstand wurden innerhalb einer Stunde mehr als 250 Menschen im Libanon getötet, über 1.100 verletzt und Tausende zur Flucht gezwungen. Und dennoch erleben wir täglich, wie Leid relativiert, erklärt oder gerechtfertigt wird.

Liebe Geschwister,

Wir stehen vor einem gefährlichen Paradigmenwechsel.

Über Jahrhunderte hinweg galt eine unantastbare Wahrheit – in Religionen, ethischen Traditionen und im Recht: Das Leben des Menschen steht über allem.

Der Koran sagt dazu:

وَلَا تَقْتُلُوا النَّفْسَ الَّتِي حَرَّمَ اللَّهُ إِلَّا بِالْحَقِّ ذَلِكُمْ وَصَّاكُمْ بِهِ لَعَلَّكُمْ تَعْقِلُونَ

„Und nehmt kein Leben, das Gott für unantastbar erklärt hat... Dies ist Seine Mahnung an euch, damit ihr zur Vernunft kommt.“ (Sure 6:151)

Und er sagt weiter:

وَلَقَدْ كَرَّمْنَا بَنِي آدَمَ

„Wahrlich, Wir haben die Kinder Adams geehrt…“ (Sure 17:70)

Auch das Grundgesetz Deutschlands beginnt mit den Worten: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Doch heute scheint sich etwas Grundlegendes zu verschieben: Plötzlich sind politische Interessen wichtiger als Leben, wichtiger als Würde, wichtiger als Menschlichkeit. Menschen sterben und ihr Tod wird relativiert, erklärt, gerechtfertigt.

Gerade in einer solchen Zeit ist es für uns Muslime – und ebenso für alle Menschen – entscheidend, den ethischen Maßstab des Islam zu kennen und zu bewahren:

Der Prophet lehrte:

لهدمُ الكعبةِ حجرًا حجرًا أهونُ على اللهِ من قتلِ المسلمِ

„Dass die Kaaba Stein für Stein zerstört wird, ist bei Gott leichter als die Tötung eines Menschen.“

Was für ein gewaltiges Bild. Was für eine klare Botschaft: Kein Ort, kein Besitz, keine Identität wiegt schwerer als das Leben eines Menschen.

Die Kaaba – das heiligste Symbol des Islam – verliert an Gewicht gegenüber dem Leben eines einzelnen Menschen. Ein zerstörtes Haus, selbst wenn es heilig ist, kann wieder aufgebaut werden. Ein getöteter Mensch jedoch kann nicht ins Leben zurückgebracht werden.

Das ist das Menschenbild des Islam: Das Leben ist das erste Heiligtum.

In dem Moment, in dem ein Mensch sagt: „Diese Interessen sind mir wichtiger als das Leben eines Menschen‘, entfernt er sich vom Kern der göttlichen Botschaft.“ Wenn wir diese Ordnung umkehren, verlieren wir unseren moralischen Kompass. Dann wird Gewalt erklärbar. Töten diskutierbar. Unrecht relativ.

Deshalb ist unsere Verantwortung heute größer denn je:
– diese Wahrheit klar auszusprechen,
– uns nicht an das Unrecht zu gewöhnen,
– den Menschen wieder in den Mittelpunkt zu stellen.

Denn wenn der Mensch nicht mehr heilig ist, dann ist nichts mehr heilig.

Möge Gott unsere Herzen wach halten, unser Denken klären und unsere Stimmen mutig machen. Möge Er uns zu Menschen machen, die fühlen. Zu Menschen, die nicht schweigen.
Zu Menschen, die das Leben schützen – und es niemals relativieren.

Amin.

Imam Benjamin Idriz

Idriz hatte dem Bundeskanzler daraufhin vor einer Woche einen Brief geschrieben, in dem er ihn nach Penzberg einlädt, so...
08/04/2026

Idriz hatte dem Bundeskanzler daraufhin vor einer Woche einen Brief geschrieben, in dem er ihn nach Penzberg einlädt, sowie sein Buch „Der Koran und die Frauen“ zugeschickt hat. Die Einladung sei ernst gemeint, weil der Bundeskanzler zu einer offenen Debatte aufgerufen habe, sagte Idriz am Dienstag (7. April). Er solle sich ein Bild machen und eine lebendige muslimische Gemeinde sehen, in der Frauen Leitungsfunktionen übernehmen, das religiöse und gesellschaftliche Leben aktiv mitgestalten und integraler Bestandteil aller Entscheidungsprozesse seien. Tatsächlich besteht der Vorstand der islamischen Gemeinde zur Hälfte aus Frauen. Das Islamische Forum wird von einer Frau geleitet. Eine Antwort auf seine Einladung hat der Imam bis Dienstag noch nicht erhalten.

Der Penzberger Imam reagiert auf die Äußerungen von Bundeskanzler Merz zum Frauenbild im Islam. Er will ihm seine Gemeinde zeigen, in der Frauen Führungsrollen übernehmen.

Heute war unsere Moschee dank des Karfreitags bis in alle Etagen gefüllt. Ich habe diese besondere Gelegenheit genutzt, ...
03/04/2026

Heute war unsere Moschee dank des Karfreitags bis in alle Etagen gefüllt. Ich habe diese besondere Gelegenheit genutzt, um über eine zentrale Botschaft zu sprechen: die fünf Beziehungen, die unser Leben ordnen, stärken und aufbauen.

: Der Mensch in seinen fünf Beziehungen zu Gott und der Welt

Liebe Geschwister im Glauben,

der Mensch lebt in Beziehungen. Er ist eingebunden in ein Geflecht von Verbindungen, die sein Denken, sein Handeln und seinen Charakter prägen. Es sind fünf grundlegende Beziehungen, die unser Leben bestimmen und uns formen:

1- die Beziehung zu unserem Schöpfer,
2- die Beziehung zu den Menschen,
3- die Beziehung zu uns selbst,
4- die Beziehung zu allem, was wir besitzen
5- die Beziehung zu den Ereignissen in der Welt.

🌴 Erstens: Die Beziehung zu unserem Schöpfer

Sie soll von Liebe und Gottesbewusstsein – Taqwa – geprägt sein. Der Gesandte Allahs sagte: اتق الله حيث ما كنت
„Achte auf Gott, wo immer du bist.“

Taqwa ist das Fundament unserer Beziehung zu Gott. Sie bedeutet, bewusst nach Gottes Maßstäben zu leben – im Verborgenen wie im Offenen. Wer seine Beziehung zu Allah ordnet, dessen Herz wird ruhig, dessen Blick klar und dessen Handeln gerecht.

Du sollst deine Taqwa mittragen, wohin du auch gehst: im Geschäft, im Alltag, auf der Straße, in der Öffentlichkeit und im Verborgenen. Bewahre deine Beziehung zu Allah, und Allah wird dich bewahren. Du wirst Ihn finden, wann und wo du Ihn brauchst – im Wohlstand wie in der Not.

Die Taqwa ist im Herzen, wie der Prophet sagte. Sie ist verborgen. Deine Beziehung zu Gott, deine Frömmigkeit, deine Religiosität – all das ist zwischen dir und deinem Herrn. Dein Gebet, dein Fasten, deine Koranrezitation und alle anderen Formen der Anbetung sind deine persönliche Sache – zwischen dir und Gott.

Doch wahre Frömmigkeit bleibt nicht unsichtbar: Sie spiegelt sich im Verhalten des Menschen wider. Ich bewerte dich nicht nach deiner Beziehung zu Allah, die individuell und intim ist, sondern nach deiner Beziehung zu mir.

🌴 Zweitens: Die Beziehung zu den Menschen

Sie ist der gelebte Glaube. Der Mensch wird nach seiner Beziehung zu anderen Menschen beurteilt. Deshalb ist hier das Maß das „schöne Wort“, das wir sprechen, und der gute Charakter, den wir zeigen müssen.

Der Prophet ﷺ sagte:
وخالق الناس بخلق حسن
„Begegne den Menschen mit gutem Charakter.“

Hier zeigt sich der wahre Glaube: im Umgang, im Wort und im Verhalten.

Glaube ohne guten Charakter ist leer. Religion ohne eine schöne Beziehung zu den Menschen ist hart und rau.

Wenn du eines Tages diese Welt verlässt, sollen dich die Menschen vermissen – und nicht sagen: „Gut, dass er gegangen ist“, weil du für sie eine Last warst und nicht Trost, Freude und Erleichterung.

Deshalb: Baue deine Beziehungen auf – zu deinem Partner, zu deinen Kindern, zu deinen Eltern, zu deinen Nachbarn, zu deinen Kollegen, zu deinen Verwandten und zu allen Mitmenschen.

🌴 Drittens: Die Beziehung zu dir selbst

Um eine gute Verbindung zu Gott und zu den Menschen zu haben, brauchst du zunächst eine gesunde Beziehung zu dir selbst. Dies ist dein innerer Weg.

Der Mensch muss vor allem mit sich selbst versöhnt sein. Er muss sein eigenes Leben schätzen und schützen, ohne in Egoismus oder Arroganz zu verfallen. Um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen, muss der Mensch an sich selbst arbeiten.

Doch wenn der Mensch gegen sich selbst sündigt, ist das kein Weltuntergang. Die Tür der Reue und der Verbesserung steht immer offen.

Der Prophet ﷺ sagte:
كل ابن ادم خطاء وخير الخطائين التوابون
„Jeder Mensch macht Fehler, und die Besten unter den Fehlenden sind diejenigen, die bereuen.“

Der Weg des Gläubigen ist nicht Fehlerlosigkeit, sondern Rückkehr: Reue, Selbstkritik, Reflexion und permanente Arbeit an sich selbst.

Nicht ständig die anderen prüfen, sondern sich selbst. Denn wer sich selbst nicht kennt, wird die Welt falsch beurteilen. Kein Mensch wird die Last eines anderen tragen. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und wird seine eigene Schuld tragen.

Jeder von uns soll darauf achten, was er für sich selbst vorbereitet – für das Morgen, für den Tag der Abrechnung.

🌴 Viertens: Die Beziehung zu allem, was wir besitzen

Gott hat uns diese Welt anvertraut. Wir sind nicht die Besitzer, sondern die Verantwortlichen. Unsere Beziehung zur Schöpfung basiert auf Verantwortung, nicht auf Ausbeutung.

Die Erde, die Natur, die Tiere, die Ressourcen – all das ist eine Amanah, ein anvertrautes Gut. Wer verschwendet, zerstört oder achtlos lebt, verfehlt einen Teil seiner Verantwortung.

Unsere Straßen, die Straßen, in denen Muslime leben, unsere Schulen, unsere Moscheen, unsere gesamte Umwelt sollen gepflegt, schön, sauber und erhalten werden. Allah wird uns über das befragen, was Er uns anvertraut hat.

Gott verbietet es, die Welt zu zerstören, die Er so schön erschaffen hat. Gott ist schön und liebt die Schönheit. Und Er verabscheut alles, was diese Welt unbewohnbar macht.

🌴 Fünftens: Die Beziehung zu den Ereignissen in der Welt

Liebe Geschwister,

wir leben in einer Zeit, in Tagen voller Ereignisse: Kriege, Konflikte, Ungerechtigkeit, Leid und Vertreibung. Genau das geschieht heute an vielen Orten der Welt: in Gaza, im Libanon, im Iran, in der Ukraine, im Sudan, in den Golfstaaten und an vielen anderen Orten, wo der Mensch mit seiner eigenen Hand zerstört – aus Arroganz und Überheblichkeit.

Die entscheidende Frage ist: Wo stehen wir?

Der Gläubige ist nicht neutral gegenüber Unrecht. Aber er ist auch nicht blind parteiisch. Der Islam lehrt uns eine klare Haltung:

Wir stehen auf der Seite der Wahrheit, egal wo sie ist. Wir stehen auf der Seite der Gerechtigkeit, egal wen die Ungerechtigkeit betrifft. Wir stehen für den Frieden, egal wer unter dem Krieg leidet. Und wir lehnen Gewalt und Unrecht ab, egal von wem sie ausgehen.

Allah befiehlt Gerechtigkeit, auch gegen uns selbst. Das bedeutet: Wir dürfen nicht mit zweierlei Maß messen. Wir dürfen nicht für die einen rechtfertigen, was wir bei anderen verurteilen.

Der Gläubige ist kein Gefangener von Emotionen, kein Spielball von Propaganda, kein Lautsprecher des Hasses. Er ist ein Mensch der Prinzipien. Er prüft, er denkt und bleibt gerecht. Denn Gerechtigkeit ist keine Option, sie ist Pflicht.

Ein Gesetz wie die Todesstrafe, das im israelischen Parlament verabschiedet wurde und nur eine bestimmte Bevölkerungsgruppe betrifft, ist aus unserer Sicht ungerecht, undemokratisch, unmenschlich und diskriminierend. Dagegen die Stimme zu erheben, ist menschlich und notwendig. Wer dazu schweigt, kann nicht glaubwürdig über Menschlichkeit, Menschenrechte und Demokratie sprechen.

Gleichzeitig gibt es auch andere Stimmen und Rhetoriken, die Krieg fördern und ganze Länder in ihrer Existenz bedrohen. Wenn dabei von Zerstörung von Infrastruktur, Brücken, Schulen, Universitäten und Wohnraum die Rede ist, dann bedeutet das letztlich die Zerstörung der Lebensgrundlagen von Menschen. Die Frage ist: Entspricht ein solches Denken wirklich einer humanen und zivilisierten Haltung?

Und zugleich erheben wir unsere Stimme gegen jegliche Form von Gewalt und Krieg. Damit zeigen wir keine Schwäche, sondern unsere Stärke.

Unsere Beziehung zu den Ereignissen in der Welt erfordert Haltung, Wahrheit und Gerechtigkeit.

Liebe Geschwister,

diese fünf Beziehungen sind miteinander verbunden.

Wenn deine Beziehung zu Gott stark ist, wird dein Herz gerecht.
Wenn dein Herz gerecht ist, wirst du ehrlich mit dir selbst.
Wenn du ehrlich mit dir selbst bist, wirst du gut zu den Menschen.
Wenn du gut zu den Menschen bist, wirst du verantwortungsvoll mit der Schöpfung umgehen.

Und wenn all das zusammenkommt, wirst du auch in den großen Fragen dieser Welt eine klare, gerechte und barmherzige Haltung einnehmen.

Der Prophet, Friede sei auf hat uns den Kern dieses Weges gegeben:

„Achte auf Allah, wo immer du bist, lasse auf eine schlechte Tat eine gute folgen, und begegne den Menschen mit gutem Charakter.“

Und wir verstehen daraus für unsere Zeit: Sei gerecht, sei wahrhaftig, sei barmherzig – in allem, was geschieht.

Möge Allah unsere Herzen mit Wahrheit erfüllen,
unsere Seelen reinigen,
unsere Wege rechtleiten
und uns zu Menschen machen,
die für Gerechtigkeit, Frieden und Barmherzigkeit stehen.

Imam Benjamin Idriz

Freude zum Ramadanfest – ein besonderer Tag für unsere KinderHeute haben wir gemeinsam mit den Kindern der islamischen G...
22/03/2026

Freude zum Ramadanfest – ein besonderer Tag für unsere Kinder

Heute haben wir gemeinsam mit den Kindern der islamischen Gemeinde Penzberg das Ramadanfest in einer wunderschönen Atmosphäre gefeiert. Rund 200 Kinder durften sich über liebevoll vorbereitete Fest-Geschenke freuen.

Es wurde gemeinsam gesungen, gelacht und in verschiedenen Sprachen haben sich die Kinder gegenseitig zum Fest beglückwünscht. Diese Vielfalt und Herzlichkeit haben den Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht. Die strahlenden Gesichter der Kinder waren der schönste Ausdruck dieser Freude.

Ein herzlicher Dank gilt unserem Vorstand, der mit großem Engagement die Geschenke vorbereitet und diesen Tag möglich gemacht hat.

Ebenso danken wir unserem Lehrteam – den Lehrerinnen und Lehrern des Islamunterrichts –, die mit viel Hingabe unsere Kinder begleiten und prägen. Auch sie wurden heute vom Vorstand mit kleinen Aufmerksamkeiten gewürdigt.

Möge diese Freude und dieser Zusammenhalt uns auch über das Fest hinaus begleiten.

Bajram šerif mubarek olsun! Eid Mubarak!

Abschied von einem unvergesslichen Ramadan und ein herzliches Dankeschön ❤️Gestern Abend haben wir mit der gemeinsamen R...
19/03/2026

Abschied von einem unvergesslichen Ramadan und ein herzliches Dankeschön ❤️

Gestern Abend haben wir mit der gemeinsamen Rezitation der letzten Suren, dem letzten Tarawih-Gebet und einem besonders bewegenden Bittgebet diesen diesjährigen Ramadan in würdiger Weise abgeschlossen. Es war ein emotionaler Moment des Dankes, der Demut und der Hoffnung. Nun stehen wir am Vorabend des Festes und blicken mit erfüllten Herzen auf einen außergewöhnlichen Ramadan zurück.

In der Hoffnung, dass Allah unser Fasten, unsere Gebete, unsere Bittgebete und all unsere guten Taten angenommen hat, möchten wir diesen gesegneten Monat mit tiefer Dankbarkeit verabschieden.

Der Ramadan in Penzberg war in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. Die Gebete und Programme waren sehr gut besucht, das Interesse war groß, und die Atmosphäre war geprägt von Spiritualität, Gemeinschaft und Herzlichkeit. Unser Ramadan-Programm war vielfältig, lebendig und inspirierend.

Wir durften in diesem Monat insgesamt zehn verschiedene Imame begrüßen, teilweise aus dem Ausland, die unsere Gebete geleitet und mit ihrer Anwesenheit und ihren Stimmen die besondere Atmosphäre des Ramadans bereichert und verschönert haben.

Ebenso durften wir im Laufe des Ramadans zehn Iftare gemeinsam erleben. Mehr als 1500 Menschen haben bei uns ihr Fasten gebrochen. Es gab einen Kinder-Iftar, einen Teenager-Iftar, einen Jugend-Iftar, zwei Frauen-Iftare, einen bosnischen, einen albanischen und einen türkischen Iftar. Hinzu kamen besondere Begegnungen mit Gästen aus Politik, Religionsgemeinschaften und der Stadtgesellschaft, darunter auch der Iftar in Anwesenheit des Ministerpräsidenten Markus Söder, des Innenministers Joachim Herrmann und weiterer Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Dieser Ramadan war begleitet von zahlreichen unterschiedlichen Programmen, inspirierenden Begegnungen und einer starken, lebendigen Gemeinschaft. Besonders gefreut hat uns, dass viele Gäste aus verschiedenen Städten eigens nach Penzberg gekommen sind, um den Ramadan hier mit uns zu erleben. Das ist für uns nicht nur eine Ehre, sondern auch ein Zeichen dafür, dass diese besondere Atmosphäre weit über Penzberg hinaus ausstrahlt.

Am Ende dieses gesegneten Monats möchte ich von Herzen Danke sagen.

Mein besonderer Dank gilt unserem Vorstand, den vielen engagierten Frauen und Männern, den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die diesen Ramadan mitgetragen, organisiert und mit Leben gefüllt haben. Über 100 engagierte Menschen haben sich in den unterschiedlichsten Bereichen eingebracht. Dieser Einsatz ist alles andere als selbstverständlich. Er ist Ausdruck von Hingabe, Liebe zur Gemeinschaft und aufrichtiger Verbundenheit.

Ich danke auch unseren Mitgliedern, Förderern und allen Freunden unserer Gemeinde, die unsere Arbeit unterstützen, begleiten und mittragen.

Ein besonderer Dank gilt auch unseren Gast-Imamen, die diesem Ramadan einen ganz eigenen, besonderen Geschmack gegeben haben und ihn für uns alle noch schöner und unvergesslicher gemacht haben.

Dieser diesjährige Ramadan war reich an Gebet, Begegnung, Gemeinschaft und Segen. Er war intensiv, herzlich und unvergesslich.

Möge Allah unser Fasten, unsere Gebete, unsere Bittgebete, unsere Spenden und all unsere guten Taten annehmen. Möge Er uns die Früchte dieses Ramadans bewahren, unsere Herzen reinigen, unsere Familien segnen und uns das Fest mit Freude, Frieden und Dankbarkeit erleben lassen.

Ramadan geht zu Ende – aber seine Botschaft soll in unseren Herzen bleiben 🌙❤️

Adresse

Bichler Strasse, 15
Penzberg
82377

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