04/02/2026
Ein Schüler fragte den Meister:
„Muss ich alle Regeln vollkommen verstehen und ohne Fehler befolgen, um frei zu werden?“
Der Meister schwieg, hob einen Besen auf und fegte den Hof.
Der Schüler sah ihn an und sagte: „Aber das ist doch nur eine alltägliche Handlung!“
Der Meister lächelte: „Wenn du fegst, fege.
Wenn du Fehler machst, sieh.
Wenn du verstehst, vergiss das Verstehen.
Form ist Form, Leere ist Leere.
Und jenseits davon?
Der Staub, der im Sonnenlicht tanzt.“
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Buddhistische Übung bedeutet nicht, alles perfekt und fehlerlos zu machen. Disziplin und Regeln sind wie ein Geländer – sie geben Orientierung, aber sie sind nicht das Ziel. Wahre Befreiung entsteht, wenn wir mitten im Unvollkommenen frei atmen können, ohne uns festzuhalten.
Das „Feld jenseits von Form und Leere“ ist nichts Abstraktes – es ist das Leben selbst, genau jetzt: atmend, gehend, fegend, lachend, auch irrend. Dort braucht es keine Perfektion – nur Gegenwärtigkeit. 🙏
ShinJinSei