22/05/2023
.Ausschnitt aus einer Rede "Die Türkeiwahlen"
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Bei der Türkeiwahl argumentieren viele, dass Erdogan das Kopftuchverbot in vielen Bereichen aufgehoben habe, man in der Hagia Sophia wieder beten könne und es deshalb richtig und notwendig sei, Erdogan und seine AKP zu wählen. Die Unterdrückung der Muslime sei nun weniger geworden. Auch müsse man ihn wählen, weil ansonsten die Unterdrückung der Muslime durch die Kemalisten wieder zunehmen würde. Doch im Endeffekt wurde nur das Kemalistische System seid Erdogan an der Macht ist gestärkt. (Mehr Inhalt über die Rede auf Youtube)
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Stellungnahme dazu:
Deine Argumentation mit dem "Zusammenbruch des System" nicht zustimmen. Ist richtig das vor Erdogan die Wahlbeteiligung sehr niedrig war, heißt aber nicht zwangsläufig das so ein System zusammen bricht. Das ist nur Hypothese. Die Machthaber wenn sie nicht durch Erdogan gestoppt würden, hätten einfach Jahrzehntelang so weiter gemacht. Und weil du gerade Ägypten bringst als Beispiel, da sieht man doch wie ein System sich auch ohne den Volkswillen an die Macht hält. Vor Mursi Jahrzehntelange und jetzt paar Jahre nach Mursi wieder Unterdrückung und Hoffnungslosigkeit des Volkes. Doch Sisi regiert weiter und das System wird auch so nicht einstürzten, weil der Westen auch sein Beitrag dafür leistet.
Und eines ist schon immer so eine leichte Sache gewesen. Etwas anprangern ist nämlich die eine Sache und eine konstruktiven Vorschlag zu bringen eine andere Sache. Du vergleichts Erdogan mit dem Propheten. Was schon mal nicht passt. In wie weit du ein Türkeikenner bist seit dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches, hat sich da jetzt nicht heraushören lassen. Nach meiner Meinung nach bist du entweder ein Idialist der einfach Hofft das ein Wunder geschieht oder ein Kaplanice (von Kaplan den Kalifen aus Köln) für denen ja jeder Kafir ist der nicht ihrer Meinung teilt?
Es ist immer erstaunlich das einige Muslime von Erdogan erwarten, er habe sofort das Kemalistische System zu stürzen und die Scharia an deren Stellen zu bringen. Und bringen das als Argumentation, man solle einfach auf Allah vertrauen. Na das Militär hätte sich auf solchen Versuch nur gefreut. Siehe mal die 2 Jahre der Regierungszeit von Erbakan.
Allah sagt ihn etwa: "Allah ändert ein Volk erst dann, bis es sich selbst ändert". Doch wie sollte das in der Türkei geschehen? Drei Möglichkeiten gibt es dann nun: 1. Warten das Allah einen "Auserwählten sickt der gegen das herrschende System Krieg führt. (Dann hätte Allah doch vor der Veränderung eingegriffen) 2. Den Kopfhängen lassen wie bisher vor Erdogan Regierungszeit oder 3. In Schritten eine Veränderung herbei bringen, wie es bei Erdogan zu sehen ist.
Nach des Redners Forderung: Wie hätte jetzt Erdogan, als er an der Macht gekommen ist, das kemalistische System ändern können ohne wie Erbakan abgesetzt und gar Verhaftet zu werden? Diese Antwort bleibt er schuldig. Hinterher über etwas zu reden ist immer leicht. Wo bleiben die Vorschläge in der Echtzeit?
Allah hatte den Propheten 23 Jahre Zeit gegeben Seine Botschaft zu verändern. Nicht von Heute auf Morgen. Erdogan ist aber kein Prophet und verkündet auch keine "neue Religion". sondern er möchte einer Veränderung der bestehenden Muslime erreichen, das sie sich wieder auf den ursprünglichen Islam konzentrieren. Nur dieses Vorhaben ist eine schwierige Sache. Vergleicht man mal die Lage des Volkes zur Zeit des Propheten vor seinen Prophetentum und die Lage des Volkes vor Erdogan, sie sind nicht gleich.
Als Alternative hätte der Redner dann vielleicht die Saddet Partei vorschlagen können. Denn sie will ja den Weg von Erbakan weiterführen und sobald sie an der Macht sind, wollen sie gleich die Scharia ausrufen. Interessant ist jedoch das sie es mit der Hilfe der Islamfeinde wie die CHP machen wollen. Haben ein Bündnis mit denen gemacht. Wäre das er Weg? Wohl kaum! Wer auf Saddet Partei hofft ist wie ein Träumer der drauf wartet das eine Armee von Engeln auf Erden kommt um für die Erfüllung von Allah Geboten durch zusetzen.
Es sind erst 20 Jahre her das Erdogan der Türkei ein neues Gesicht gegeben hat. Aber im Anbetracht der schwierigen Lage des türkischen Volkes wird es wohl noch mal 40 Jahre brauchen bis auch das Volk sich wieder für den Ursprüngen des Islam einsetzt. Atatürk hat mit Hilfe des Westen Fakten geschaffen die sich nicht in ein paar Jahren beseitigen lassen.
Nur eines ist gewiss: Den Islam an sich können sie keinen Schaden zufügen, sondern immer nur die Muslime, die in dieser Zeit leben. Siehe Uiguren welches von China massiv Unterdrückt wird.
(Ein Gastkommentar von Hamza).
Stellungnahme zu ein Video auf YouTube: Die Türkeiwahl von Shaker Assem