01/04/2026
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Nürnberg-Mögeldorf realisiert interreligiöses Leuchtturmprojekt
Nürnberg, 1.April 2026 – Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Nürnberg-Mögeldorf gibt heute mit großer Freude die Umsetzung eines langjährig geplanten und bisher unter strengen Auflagen geheim gehaltenen Projekts bekannt: Auf dem Gelände des Hauses der Gemeinde in der Dr.-Gustav-Heinemann-Straße entsteht ein traditioneller chinesischer Tempel. Das Projekt steht für ein starkes Zeichen der Ökumene und des interreligiösen Dialogs. Gleichzeitig setzt es ein innovatives Signal für die Förderung von Resilienz und seelischer Stärke in der Gesellschaft, wie Kirchenvorsteher Karsten Barnett betont.
Ein Projekt mit Vision
„Uns ist es ein zentrales Anliegen, Brücken zwischen Kulturen und Religionen zu bauen“, erklärt Pfarrer Ulrich Bauer-Marks. „Der Tempel wird nicht nur ein Ort der Stille und Besinnung sein, sondern auch ein Symbol für die gemeinsame Verantwortung, die wir in einer vielfältigen Welt tragen.“ Kirchenvorsteher Martin Rösch ergänzt: „Dieses Projekt zeigt, wie Tradition und Moderne Hand in Hand gehen können. Es ist ein Zeichen der Offenheit und des Respekts gegenüber anderen Kulturen und Glaubensrichtungen.“
Das Projekt unterstreicht die Bedeutung des interreligiösen Austauschs und wird ein weiterer Baustein in der langjährigen Arbeit der Kirchengemeinde für ein friedliches Miteinander sein, so Harald Raffel, ebenfalls Mitglied im Kirchenvorstand. Dabei ist der Kirchengemeinde bewusst, dass ein solches Vorhaben auch auf Kritik stoßen kann. „Doch wir sind überzeugt, dass es wichtig ist, Zukunft aktiv zu gestalten – durch Dialog, Verständnis und den Mut, neue Wege zu gehen“, betont Raffel.
Finanzierung und Unterstützung
Ein privater Investor, der von der Idee überzeugt ist, übernimmt die geschätzten Baukosten von rund 1,2 Millionen Euro. „Die Stärkung der Ökumene und die Förderung von Resilienz sind heute wichtiger denn je“, erklärt der Investor. „Dieses Projekt ist ein Schritt, um Menschen über religiöse, kulturelle und geografische Grenzen hinweg zu verbinden.“
Nächste Schritte
Die Bauarbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit Fachleuten für traditionelle chinesische Architektur und unter Einbindung der lokalen Gemeinschaft. Geplant sind gemeinsame Veranstaltungen, die den Tempel als Ort der Begegnung und des Lernens etablieren.
Bild 1: Geplanter Tempel. Bild 2: Pfarrer Bauer-Marks in neuer Amtskleidung