Ev. Kirchengemeinde Windecken

Ev. Kirchengemeinde Windecken Informationen aus der Ev. Kirchengemeinde in Nidderau-Windecken. Gottesdienst Sonntag 10 Uhr.

Foto-Impressionen vom Benefizkonzert des Nidderauer-Folklore-Orchesters FON zugunsten des Kirchturm-GIGGELs in der Stift...
06/09/2026

Foto-Impressionen vom Benefizkonzert des Nidderauer-Folklore-Orchesters FON zugunsten des Kirchturm-GIGGELs in der Stiftskirche.

Einen Samariter kennen wir heute als hilfsbereiten, barmherzigen Menschen (siehe den Hilfs- und Wohlfahrtsverband ASB Ar...
06/09/2026

Einen Samariter kennen wir heute als hilfsbereiten, barmherzigen Menschen (siehe den Hilfs- und Wohlfahrtsverband ASB Arbeiter-Samariter-Bund). Wer nun aber sind die Samariter im biblischen Kontext?

In den Evangelien tauchen Samariter zunächst als Leute auf, mit denen man nichts, aber wirklich gar nichts zu tun haben will. Feinde jedes strenggläubigen Juden. Das personifizierte Übel. NOCH mieser als Zöllner. Und die sind als Kollaborateure und Steuereintreiber der verhassten römischen Besatzungsmacht schon verachtungswürdig genug.

Spoiler: Jesus verkehrt ganz bewusst mit Samaritern und Zöllnern. Im heutigen Gottesdienst um 10 Uhr werden wir zwei Stories davon hören. Darin werden die gesellschaftlichen Außenseiter sogar als besonders vorbildlich darstellt (barmherzig, dankbar, gläubig).

Eigentlich müssten sie Samaritaner heißen: Einwohner der antiken Region Samarien. Historisch ist das eine zentrale Bergregion im Nahen Osten, die im Wesentlichen dem nördlichen Teil des heutigen Westjordanlands (Palästinensische Autonomiegebiete) entspricht.

Das schlechte Image der Samaritaner zur Zeit des Neuen Testaments beruhte auf einem jahrhundertelangen religiösen, politischen und ethnischen Konflikt mit den Juden. Die beiden Gruppen sahen sich gegenseitig als abtrünnig und ketzerisch an.

Als das jüdische Nordreich im Jahr 722 v. Chr. von den Assyrern erobert wurde, wurde ein Großteil der jüdischen Oberschicht deportiert und versklavt. Die Assyrer siedelten im Gegenzug fremde Völker in der Region Samaria an. Die dort verbliebenen Israeliten vermischten sich mit den Neuankömmlingen. Aus Sicht der Juden, die später aus dem babylonischen Exil zurückkehrten, hatten die Samaritaner dadurch ihre ethnische und religiöse Reinheit verloren.

Die Samaritaner erkannten nur die fünf Bücher Mose (den Pentateuch) als heilige Schrift an. Alle späteren jüdischen Prophetenbücher und Schriften lehnten sie ab. Für die Juden im Süden galten sie deshalb als religiös rückständig und „falschgläubig“.

Die folgende Geschichte war von gegenseitigen Sabotagen geprägt. Beim Wiederaufbau des Jerusalemer Tempels versuchten z.B. die Samaritaner, das Projekt politisch zu stoppen. Für einen strenggläubigen Juden waren Samaritaner somit Typen, denen man jede Schandtat zutrauen musste.

Zur Zeit Jesu gingen sich Juden und Samaritaner im Alltag meist strikt aus dem Weg; Man mied den Kontakt, teilte kein Essen und nahm sogar weite Umwege in Kauf, um Samaria nicht durchqueren zu müssen.

Die Samaritaner gibt es tatsächlich heute noch. Die etwa 900 Angehörigen
der ethnisch-religiösen Gemeinschaft leben heute in fünf Familienverbänden in Cholon nahe Tel Aviv und in Nablus im Westjordanland. Die Gruppe in Cholon spricht vorwiegend Hebräisch, die Gruppe in Nablus Arabisch.

Die Trennung in zwei etwa gleich große Gruppen, eine stark von der israelischen Gesellschaft beeinflusste und eine, die ihre von der arabischen Umgebung geprägten Bräuche aufrechterhält, führt zuweilen zu Loyalitats- und Identitätsproblemen.

https://www.n-tv.de/mediathek/magazine/auslandsreport/Die-letzten-900-Samaritaner-stehen-zwischen-den-Fronten-id30844434.html

Impressionen vom musikalischen Sonntags-Gottesdienst heute in der Stiftskirche mit dem Holzbläserensemble Quintoli Anchi...
30/08/2026

Impressionen vom musikalischen Sonntags-Gottesdienst heute in der Stiftskirche mit dem Holzbläserensemble Quintoli Anchi aus Wiesbaden.

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“Eines der bekanntesten Zitate aus der Bibel. Keine Lebensweisheit. Kei...
30/08/2026

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“

Eines der bekanntesten Zitate aus der Bibel. Keine Lebensweisheit. Keine Empfehlung. Kein Ratschlag.

Eine Anordnung. Ein Gebot. Ein Gesetz.

Nachzulesen in der Bibel, im 3. Buch Mose, 19. Kapitel. Festgelegt als alttestamentarische Lesung in der evangelischen Kirche für den heutigen 13. Sonntag nach Trinitatis. Zusammen mit dem Gleichnis vom Barmherzigen Samariter aus dem Neuen Testament. Aber davon ein anderes Mal.

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1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Rede mit der ganzen Gemeinde der Israeliten und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott. 3 Ein jeder fürchte seine Mutter und seinen Vater. Haltet meine Sabbate; ich bin der HERR, euer Gott.

Vom Verhalten gegen den Nächsten

13 Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken noch berauben. Es soll des Taglöhners Lohn nicht bei dir bleiben bis zum Morgen. 14 Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein Hindernis legen, denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten; ich bin der HERR.

15 Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht: Du sollst den Geringen nicht vorziehen, aber auch den Großen nicht begünstigen, sondern du sollst deinen Nächsten recht richten. 16 Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk. Du sollst auch nicht auftreten gegen deines Nächsten Leben; ich bin der HERR.

17 Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Nächsten zurechtweisen, damit du nicht seiner Sünde wegen Schuld auf dich lädst. 18 Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volks, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.

Vom Verhalten gegen die Fremdlinge

33 Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht bedrücken. 34 Der Fremdling, der bei euch wohnt, soll euch gelten, als wäre er ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott.

(Christoph Seidel, KV)

Dacharbeiten an der Stiftskirche - Wer ein altes Haus hat, weiß: Es gibt immer etwas zu tun. 💪Heute sind an der Stiftski...
27/08/2026

Dacharbeiten an der Stiftskirche - Wer ein altes Haus hat, weiß: Es gibt immer etwas zu tun. 💪

Heute sind an der Stiftskirche Dachdecker im Einsatz, um einige kleinere Defekte zu beseitigen. Das Dach muss intakt sein, dann übersteht ein altes Gebäude schadlos weitere Jahrzehnte und Jahrhunderte. 👍

Was ist eigentlich ein „salomonisches Urteil“? So bezeichnet man im Alltag Urteile oder Kompromisse, die beide Parteien ...
27/08/2026

Was ist eigentlich ein „salomonisches Urteil“?

So bezeichnet man im Alltag Urteile oder Kompromisse, die beide Parteien besänftigen oder den Konflikt auf elegante Weise lösen sollen.

Die Geschichte dahinter stammt aus der Bibel, aus dem Alten Testament (1. Könige 3,16–28).

Sie beschreibt eine Gerichtsverhandlung des weisen Königs Salomon.

Zwei Frauen lebten im selben Haus und brachten fast zeitgleich jeweils ein Kind zur Welt. Eines der Babys starb nachts, weil sich die Mutter im Schlaf versehentlich daraufgelegt hatte. Sie vertauschte heimlich die Kinder. Am Morgen stritten beide Frauen vehement vor dem König darum, wer die wahre Mutter des lebenden Kindes sei.

Da es keine Beweise gab, befahl König Salomon, ein Schwert zu holen. Er schlug vor, das lebende Kind in zwei Hälften zu schneiden, damit jede Frau eine Hälfte bekäme.

Die falsche Mutter stimmte der Teilung zu. Die echte Mutter jedoch flehte den König an, das Kind nicht zu töten, und verzichtete lieber ganz darauf, um sein Leben zu retten.

Durch diesen mütterlichen Instinkt und die Bereitschaft zum Verzicht erkannte Salomon sofort die wahre Mutter und sprach ihr das Baby zu.

20/08/2026

1522 erschien das von Martin Luther in die deutsche Sprache übersetzte Neue Testament in Wittenberg. Die Erstauflage von 3000 Exemplaren war ein Bestseller und in wenigen Wochen ausverkauft.

Rund 100 Jahre zuvor, zwischen 1452 und 1454, druckte Johannes Gutenberg in Mainz die erste Bibel in lateinischer Sprache in einer Auflage von 180 Exemplaren.

Bis dahin gab es nur handgeschriebene Unikate aus Klöstern, die extrem teuer waren. Durch Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Metallbuchstaben wurden die Bibel und andere Bücher zu Massenmedien.

Martin Luther und andere Reformatoren nutzen das neue Kommunikationsmittel für ihre Denkschriften, Flugblätter und die Verbreitung der Bibel.

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Der Segen 🤲 ist das Schönste am Gottesdienst - oder was meinst du? Schreib‘s in die Kommentare!
06/08/2026

Der Segen 🤲 ist das Schönste am Gottesdienst - oder was meinst du? Schreib‘s in die Kommentare!

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