30/08/2026
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“
Eines der bekanntesten Zitate aus der Bibel. Keine Lebensweisheit. Keine Empfehlung. Kein Ratschlag.
Eine Anordnung. Ein Gebot. Ein Gesetz.
Nachzulesen in der Bibel, im 3. Buch Mose, 19. Kapitel. Festgelegt als alttestamentarische Lesung in der evangelischen Kirche für den heutigen 13. Sonntag nach Trinitatis. Zusammen mit dem Gleichnis vom Barmherzigen Samariter aus dem Neuen Testament. Aber davon ein anderes Mal.
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1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Rede mit der ganzen Gemeinde der Israeliten und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott. 3 Ein jeder fürchte seine Mutter und seinen Vater. Haltet meine Sabbate; ich bin der HERR, euer Gott.
Vom Verhalten gegen den Nächsten
13 Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken noch berauben. Es soll des Taglöhners Lohn nicht bei dir bleiben bis zum Morgen. 14 Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein Hindernis legen, denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten; ich bin der HERR.
15 Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht: Du sollst den Geringen nicht vorziehen, aber auch den Großen nicht begünstigen, sondern du sollst deinen Nächsten recht richten. 16 Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk. Du sollst auch nicht auftreten gegen deines Nächsten Leben; ich bin der HERR.
17 Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Nächsten zurechtweisen, damit du nicht seiner Sünde wegen Schuld auf dich lädst. 18 Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volks, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.
Vom Verhalten gegen die Fremdlinge
33 Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht bedrücken. 34 Der Fremdling, der bei euch wohnt, soll euch gelten, als wäre er ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott.
(Christoph Seidel, KV)