03/06/2021
Im Garten Eden
Gott, - Schöpfer aller Kreatur
schuf Menschen, Tiere, die Natur
mit großer Weisheit, stark an Kraft,
schuf Gott die Welt, mit Wort und Macht.
Er rief aus der Finsternis hervor das Licht,
die Finsternis ergriff es nicht.
Gott nannte die Finsternis Nacht
und hat das Licht zum Tag gemacht.
Gott schuf die Erde, die Himmel, das Meer,
Länder und Meere blieben nicht leer.
Fische tummelten sich in den Tiefen der Seen,
unzählige Arten sollten entsteh'n.
Das Festland beherbergte ebenso Tiere
Giraffen, Vögel, Löwen und Stiere,
Frösche, Grillen, Füchse und Raben,
scheue Rehe, die an Büschen sich laben.
Klippdachse hausen im Felsengestein,
Eulen fliegen in des Mondes Schein.
Adler ziehen hoch in den Lüften Kreise,
Katzen stapfen auf Ihren Pfoten leise.
Wunder über Wunder hat Gott vollbracht,
bis ins kleinste Detail alles wohl durchdacht,
jedes Blümlein, jed' s Kraut auf den Wiesen,
begann fortan unzählig zu sprießen.
Es grünten die Pflanzen, die Saat ging auf,
das Leben keimte und nahm seinen Lauf,
nach diesem Allem beschloss der Herr
Menschen zu machen, die aussah'n wie Er.
Aus Erde formte Gott den Menschen fein,
hauchte Ihm den Odem des Lebens ein,
Adam aus Erde und Eva aus Adams Rippe
sollten sich mehren zur ersten Sippe.
Und Gott sah, alles Erschaffene war gut,
er gebot den Menschen, seid auf der Hut,
er gab den Menschen einen freien Willen,
um in Freiheit Gottes Gebote zu erfüllen.
Er sagte esset von den Bäumen im Garten,
gebt Namen den Tieren, allen Arten
vom Baum der Erkenntnis in des Gartens Mitte
verbiete ich zu essen, darauf höret bitte.
Ihr sollt diesen Baum unbedingt meiden,
um den geistlichen Tod nicht zu erleiden,
seine Früchte vergiften menschliches Herz,
bringen eurer Seele viel Leid und Schmerz.
Dieses einzige Verbot nur gab Gott in Eden,
nicht zuviel war's, worum er einst gebeten,
an diesem friedevollen Ort,
dass man ihn fürchte und folge seinem Wort.
Jedoch der Teufel, der seinen Glanz verloren, als er sich kämpfend wider Gott verschworen,
verbüsste seither einen Teil seiner Macht,
und war stets auf Rache sehr bedacht.
Er näherte sich den Menschen mit Lügen,
sie sollten sich Gottes Geboten nicht fügen,
er lockte sie damit Gott gleich zu sein,
die Frucht des Baumes schmecke fein.
In Gestalt einer Schlange belog er das Weibe,
suchte zu zerstören deren Paradieses Bleibe,
Adam, - Eva glaubet doch der Schlange nicht,
da eures Feindes Lüge durch sie spricht.
Doch Eva liess sich betören von der Schlange,
und reichte die Frucht auch Adam, dem Manne.
Alsgleich überkam sie großes Grämen,
auch Ihrer Nacktheit taten sie sich schämen.
Gott der Herr besuchte den Garten,
wo sich angsterfüllt die Menschen verbargen,
Gott vertrieb fortan die Menschen aus Eden,
sie durften von da an nicht länger dort leben.
K. Stark (1995 ü.arb. 2022)
Gottverlassenheit in einer materiell geprägten Zeit bedeutet keineswegs dass Gott uns verlassen hätte, - er lässt sich nach wie vor finden. Nicht Gott verließ uns, - sondern wir verließen Ihn.