11/08/2026
Gedenken in Gilching: Mahnung gegen Atomwaffen und Plädoyer für den Frieden
Gilching – Auch im Jahr 2026 stand das Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im Zentrum einer gemeinschaftlichen Aktion. Die pax christi Gruppe Gilching lud die Bürgerinnen und Bürger ein, gemeinsam innezuhalten und über die Verantwortung für eine gewaltfreie Welt nachzudenken.
Eingeleitet wurde das Gedenken durch einen Gottesdienst von Charles Borg Manché, dem geistlichen Beirat von pax christi in der Erzdiözese München und Freising, der am ersten Sonntag im August an die Ereignisse vor 81 Jahren erinnerte.
Den emotionalen Höhepunkt bildete die Versammlung am Gilchinger Friedenspfahl am Abend des 6. August zu dem auch Vertreter des Gemeinderates und der dritte Bürgermeister gekommen waren. Durch Texte von Bert Brecht, Elie Wiesel, Günter Anders und Rosa Luxemburg wurde die tiefe Tragik der historischen Katastrophe vor Augen geführt. Musikalisch wurde die feierliche Stimmung durch das Klarinettenensemble der Musikschule Gilching unterstrichen, was dem Gedenken eine würdevolle und verbindende Note verlieh.
Neben dem Rückblick auf die Geschichte wurde im Rahmen des Abends auch die aktuelle globale Lage thematisiert. Kritisch wurde die gegenwärtige atomare Aufrüstung angesprochen, die im Widerspruch zu den Zusagen der Atommächte im Atomwaffensperrvertrag steht. Die Veranstaltung machte deutlich, dass das Gedenken an Hiroshima kein reiner Rückblick ist, sondern eine dringliche Aufforderung zur Abrüstung und zur aktiven Gestaltung einer friedlichen Zukunft für alle Menschen weltweit.
Den Abschluss bildete ein symbolischer Akt: In Anlehnung an die Traditionen in Hiroshima wurden Schwimmkerzen in den gegenüberliegenden Brunnen gesetzt. Diese Lichter erinnerten an die zahlreichen Opfer, die nach der Explosion auf dem Fluss in Hiroshima trieben, und setzten ein stilles Zeichen der Hoffnung auf eine Welt ohne Kernwaffen.