Deutsche Franziskanerprovinz

Deutsche Franziskanerprovinz Nachrichten und Informationen der Deutschen Franziskanerprovinz und ihren Einrichtungen sowie ihr nahe stehender Organisationen.

11/06/2026

München aufgepasst! Am 13. und 14. Juni ist wieder Bennofest - und wir Franziskaner sind mit dabei!

Kommt vorbei und erlebt Gemeinschaft, Begegnung und Inspiration und holt euch einen persönlichen Segen.

Ihr findet uns am Stand gemeinsam mit

Kaufingerstraße, Ecke Liebfrauenstraße, Stand Nr. 8

Samstag, 13.06, 10 bis 19 Uhr
Sonntag, 14.06, 11 bis 19 Uhr

Wir freuen uns auf euren Besuch!

Das Rad wurde vor ca. 5.000 Jahren erfunden. Das Fahrrad ist gut 150 Jahre alt. Das Getränk „Radler“ wurde erst vor 100 ...
05/06/2026

Das Rad wurde vor ca. 5.000 Jahren erfunden. Das Fahrrad ist gut 150 Jahre alt. Das Getränk „Radler“ wurde erst vor 100 Jahren beliebt. Ob Franziskus mit dem Rad ins Heilige Land gefahren wäre? Ich glaube, er verstand sich mehr als Fußpilger, nicht als Radler. Trotzdem hat das Radeln auch etwas Franziskanisches an sich.

„Als die Spitzengruppe von einem Zitronenfalter überholt wurde, gaben viele Radfahrer das Rennen auf“, schreibt Günter Grass über die Tour de France. Wir bilden keine Spitzengruppe auf der Tour de Franz – bei uns gibt die Langsamste das Tempo vor. Wir haben auch nur einmal in 20 Jahren aufgegeben, nicht wegen eines Schmetterlings, sondern wegen eines Dauerregens.

Wir, das sind interessierte Radfahrer, die mit einem der Franziskaner von Pankow einmal im Jahr auf Tour gehen. Am Anfang haben wir Nachbarklöster er-fahren: Halle, Waren, Görlitz, Wiedenbrück. Heute machen wir eine Tagestour in die Umgebung von Berlin.

Bei den Touren er-fahren wir typisch Franziskanisches: durch die Welt ziehen, unterwegs sein, nicht festsitzen – außer im Sattel. Frischen Wind spüren, gemeinsam Mahl halten, das mitgebrachte Essen teilen, bei einer Panne auf das Können der Laien vertrauen, Gott für Schwester Sonne und Bruder Rückenwind loben, spontan in einen See der Mecklenburgischen Seenplatte springen, Ortskundige nach dem Weg fragen, sich austauschen und unterstützen, sich von mehr als einem Zitronenfalter überholen lassen, nicht ständig auf Hochtour leben.

Die Tour de Franz lässt uns die Schöpfung als Spiegel Gottes leibhaftig er-fahren.

Ein Kommentar von Bruder Rudolf Dingenotto, Berlin.

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Die Deutschen jammern gerne und reden die Dinge oft schlecht. Aber Bruder René Walke hat Vertrauen in uns Menschen, denn...
29/05/2026

Die Deutschen jammern gerne und reden die Dinge oft schlecht. Aber Bruder René Walke hat Vertrauen in uns Menschen, denn wir können nicht nur fluchen, sondern auch wunderbar segnen! Ein Kommentar:

Vor kurzem veröffentlichte die Zeit einen Artikel mit der Überschrift: „Deutschland: Wir jammern uns an die Spitze – Die Deutschen sind Meister geworden, das Land schlechtzureden.“ Es geht auch darum, dass so ein Jammern geschichtlich betrachtet auch schon für Aufschwung gesorgt hat.

Doch es lohnt sich, nochmals mit der sprachlich-theologischen Brille auf die Zeilen zu schauen: Meister darin, etwas schlechtzureden. Das ist die wörtliche Übersetzung vom Lateinischen „maledicere“ = fluchen. Wir sind Fluch-Weltmeister – olé, olé!

Das Gegenteil heißt „benedicere“ = segnen. Sind wir Deutschen also schlecht im Gutes sagen? Wenn ich Nachrichten sehe und politische Diskussionen, wird sehr viel schlecht geredet – in der Regel die anderen. Kein gutes Haar wird gelassen – komplett abgeschrieben.

Kürzlich sagte uns bei einer Diskussion eine Politikerin: „Vertrauen ist die Summe der gehaltenen Versprechen.“ Und ich dachte sofort: Wenn dem so wäre, gäbe es kein Vertrauen mehr von mir. Der Politikerin gegenüber nicht, meinem besten Freund gegenüber nicht und mir selbst gegenüber ebenfalls nicht.

Mein Vertrauen beruht darauf, wie ich damit umgehe, wenn ich merke, dass ich mein Versprechen nicht gehalten habe. Mit neuem Anlauf werde ich es wieder versuchen, immer wieder, und es wird mir gelingen. Mein Versprechen an mich selbst, irgendetwas nicht mehr zu tun oder genau andersherum. Mein Versprechen an den andern: Ich denke an dich, ich melde mich, ich liebe dich. Mein Versprechen an Gott, ihn zu lieben und mich von ihm erlösen zu lassen.

Ich habe Vertrauen in uns Menschen, in uns Deutsche und in mich selbst: Wir können nicht nur fluchen, sondern auch wunderbar segnen! Ich habe schöne Worte selbst für Menschen, deren Verhalten ich verurteile. Ich habe umarmende Worte für jemanden, der weint. Ich habe für mich selbst aufbauende Worte, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt.

Ich habe meinen Mut zusammengenommen und der Politikerin kurz meine Sicht erzählt. Ich glaube, sie fand diese Sicht auch gut. Meine Mutter würde sagen: „Kannst von dem Dümmsten noch was lernen.“

Wenn Sie mich gefragt hätte, was sie nicht brauchte, wozu diese Haltung nütze, hätte ich vielleicht gesagt: Weil sie dann eine gute Politikerin bleibt, nicht unbedingt die erfolgreichste, oder vielleicht doch?

Ich kann mich entscheiden – für den Segen oder für den Fluch: fürs gute Wort oder fürs schlechte.

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29/05/2026

Ein paar Eindrücke vom Treffen der deutschsprachigen Franziskaner, Minoriten und Kapuziner in Vierzehnheiligen.

Auftakt zum Interfranziskanischen Mattenkapitel in Vierzehnheiligen. Hier treffen sich die deutschsprachigen Franziskane...
25/05/2026

Auftakt zum Interfranziskanischen Mattenkapitel in Vierzehnheiligen. Hier treffen sich die deutschsprachigen Franziskaner, Minoriten und Kapuziner um sich unter der Überschrift "Die Welt ist unser Kloster!" über die aktuellen Herausforderungen in der Welt auszutauschen.

Wir freuen uns besonders, Bischof Stanislaw Schyrokoradjuk OFM aus Odessa zu begrüßen. Er wird über "Die Völkergemeinschaft in der Krise" sprechen und über den "Umgang mit Krieg und Weltunordnung".

Während eines spontanen Nachmittagsspaziergangs durch den Englischen Garten in München habe ich plötzlich die Macht des ...
08/05/2026

Während eines spontanen Nachmittagsspaziergangs durch den Englischen Garten in München habe ich plötzlich die Macht des Mai empfunden. Es schien mir so, als ob gerade in diesem Moment alle Frühlingskräfte Ostern gefeiert hätten.

Ich habe mich dann an ein Gedicht des berühmten kroatischen Dichters und Schriftstellers Miroslav Krleža erinnert, das diese besondere Gefühlsregung treffend beschreibt. Darin heißt es: „Ich fliehe vor meinen großen Sünden und verberge meinen Kopf wie ein Kind im warmen Schoß meiner Mutter – das Mailied.“

Was haben Frühlingskräfte mit meinem geistlichen Leben zu tun? Angeregt durch das Wachsen und Blühen der Natur rund um mich kann auch mein Geist und mein Glaube wachsen und blühen.

Ich frage mich: Kann ich etwas in meinem Leben verändern? Wie gehe ich mit meinem Versagen und mit meiner Schuld um? Und wo finde ich Zuflucht, wenn es mir nicht gut geht?

In diesem Monat Mai, der Maria, unserer Lieben Frau, gewidmet ist, suchen wir aus voller Kraft nach ihrem Schoß und ihrer Umarmung und beten um ihre Fürbitte. Sie – Maria – ist das eigentliche Mailied.

Ein Kommentar von Bruder Hrvoje Žabić, München

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Wir leben in einem offensichtlichen Paradox: Noch nie konnten wir so leicht miteinander kommunizieren, und doch fühlen s...
04/05/2026

Wir leben in einem offensichtlichen Paradox: Noch nie konnten wir so leicht miteinander kommunizieren, und doch fühlen sich immer mehr Menschen einsam. Trotz permanenter digitaler Vernetzung wächst die Isolation – besonders bei jungen Menschen und Senioren. Studien zeigen, dass sich weltweit rund ein Viertel der Menschen stark einsam fühlt. Das Problem liegt nicht in der Menge, sondern in der Qualität unserer Beziehungen. Echte Gespräche werden durch schnelle Nachrichten ersetzt, Zuhören durch Reagieren, Begegnung durch Benachrichtigungen.

Soziale Netzwerke verstärken diese Entwicklung. Sie zeigen idealisierte Lebensentwürfe, fördern ständigen Vergleich und erzeugen das Gefühl, nicht dazuzugehören. Dadurch wächst die Distanz zum eigenen Leben und eine verzerrte Wahrnehmung der Realität entsteht. Viele haben Hunderte von Online-Kontakten, aber kaum tiefe Bindungen. Sichtbarkeit tritt an die Stelle von Intimität. Gleichzeitig verdrängt die intensive Nutzung digitaler Medien die Zeit für echte Begegnungen.

Ein zentraler Faktor ist der Algorithmus: Er zielt nicht auf echte Verbindung, sondern auf Aufmerksamkeit. Bevorzugt werden Inhalte, die emotional wirken und fesseln – nicht unbedingt solche, die wahr oder bedeutsam sind. So wird Interaktion zum Konsum und Verbindung zur Illusion.

Diese Entwicklung betrifft auch das spirituelle Leben. In der ständigen Reizüberflutung geht die Fähigkeit zur Stille verloren – und ohne Stille fehlt die innere Tiefe. Die Beziehung zu Gott braucht Aufmerksamkeit, Zeit und Sammlung, die immer seltener werden. Digitale Hilfsmittel können unterstützen, ersetzen aber keine persönliche, lebendige Beziehung.

Mit der KI entsteht eine neue Herausforderung. Sie kann Nähe simulieren, aber keine echte Gegenseitigkeit bieten. Für verletzliche Menschen besteht die Gefahr, dass sie zur Ersatzbeziehung wird und echte Begegnungen verdrängt, wodurch Einsamkeit weiter zunimmt.

Die Lösung liegt nicht in der Ablehnung von Technologie, sondern in ihrem richtigen Gebrauch. Entscheidend ist, den Wert von echter Präsenz wiederzuentdecken: Gespräche ohne Eile, gemeinsame Zeit ohne Ablenkung, aufmerksames Zuhören. Ebenso wichtig ist die Fähigkeit, zwischen bloßer Verbindung und echter Bindung zu unterscheiden. Letztlich wird Einsamkeit nicht durch mehr digitale Kontakte überwunden, sondern durch echte Begegnung.

Ein Kommentar von Bruder Pierre Guillén, München. Er ist Franziskaner aus Kolumbien und promoviert in Deutschland über die Werke des mittelalterlichen franziskanischen Philosophen Wilhelm von Ockham.

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29/04/2026

"Neuzugänge" in der Franziskanerbibliothek: Kurz vor Ostern sind Restbestände des schon seit Jahren geschlossenen und abgewickelten Dietrich-Coelde-Verlags nach München umgezogen. Darunter zahlreiche Exemplare der 1951 veröffentlichten "Schriften des hl. Franziskus von Assisi". Der Blog der Bibliothek stellt die emotionalen Hintergründe dieses besonderen Buches vor. Erfahrt mehr unter www.bibliothek.franziskaner.de.

Übrigens: Da es recht viele Exemplare sind und die Provinzbibliothek keine Dubletten sammelt, hat sie beschlossen, die Bände in guten Händen abzugeben. Jeder, der in der Münchener Bibliothek vorbeikommt, kann sich die alten Quellenschriften mitnehmen.

Bruder Thomas Ferencik ist seit über 20 Jahren Studienseelsorger bei der .hamburg. Mitte April zog die Gemeinschaft in e...
23/04/2026

Bruder Thomas Ferencik ist seit über 20 Jahren Studienseelsorger bei der .hamburg. Mitte April zog die Gemeinschaft in einen neuen Raum im Neubau des Haus 24 des Franziskus-Kolleg.

Für dessen Gestaltung hat sich die Projektgruppe für ein maritimes Thema entschieden. So bestehen sämtliche Kerzenständer und das Kreuz aus Treibholz aus der Elbe. Der Altar in Form eines Schiffes symbolisiert das Schiff der Gemeinde. Alle Elemente sind so gestaltet, dass sie beweglich sind, um dem multifunktionalen Raum gerecht zu werden.

In der internationalen Politik geht es derzeit zu wie bei einer Schulhofschlägerei, findet Bruder Damian. Höchste Zeit, ...
10/04/2026

In der internationalen Politik geht es derzeit zu wie bei einer Schulhofschlägerei, findet Bruder Damian. Höchste Zeit, dass Erwachsene dazwischen gehen, bevor noch schlimmeres passiert.

Meine letzte Schulhofschlägerei hatte ich vor Jahrzehnten in der Grundschule. Heute erinnere ich mich nicht mal daran, worum es ging und mit wem ich mich da geprügelt habe. Was ich noch ganz genau weiß: Wie es auf dem Höhepunkt aussah. Mein Gegner und ich haben uns auf dem Boden des Schulhofs gewälzt, während um uns herum ein Kreis von Mitschülern stand und wahlweise meinen Namen oder den meines Kombattanten gerufen haben. Am Ende kam dann eine Lehrerin und hat uns getrennt.

Die Art und Weise der Kommunikation in den aktuellen Konflikten weckt meine Erinnerung daran. Vor dem Forum der Weltöffentlichkeit werden Beschimpfungen und Drohgebärden ausgetauscht. Dem Gegenüber wird völlige Zerstörung oder doch wenigstens maximale Erniedrigung in Aussicht gestellt. All das natürlich medial viel verfeinerter als das schlichte: „Ich mach dich platt!“ Am Ende kommt es aber doch nicht über das Niveau vom Vorspiel einer Schulhofschlägerei hinaus.

Natürlich wäre es amüsant, sich die Kontrahenten der aktuellen Großkonflikte als kleine Jungs mit strubbeligen Haaren und rot angelaufenen Gesichtern vorzustellen, die sich anblöken: Nur sie sind es einfach nicht mehr! Es fliegen nicht kleine Fäuste, sondern Drohnen und Raketen. Solch riskantes Imponiergehabe von Staatsmännern hat den Ersten und mittelbar auch den Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Folge davon: viele Länder in Schutt und Asche und Millionen Tote!

Höchste Zeit, dass die Erwachsenen im Raum dazwischen gehen.

Ein Kommentar von Bruder Damian Bieger, Dortmund.

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