30/10/2023
Aus der aktuellen Predigtreihe zum Brief des Paulus an die Gemeinde in Galatien Teil 5 und den beiden Versen Gal. 5:22+23
Die Frucht des Heiligen Geistes hat einen Kern, wie der Apfel einen Kern hat:
Und das ist die Liebe. Sie umfasst das Geliebt werden und das Lieben-Können. Wer sich geliebt weiß, fühlt sich sich sicher und erlebt
die Freude: Vom Herzen springt sie auf die Lippen und ist ganze Gesicht über. Wir freuen uns über Geschenktes und Gelungenes, über das Leben und das Miteinander.
Das schafft Frieden. Die Freude im Herzen und im Gesicht gibt Frieden. Sich wieder freuen zu können öffnet unser Herz für den Frieden – und den geben wir weiter. Deshalb sind Menschen ohne Frieden auch Menschen ohne Freude. Und Menschen, die mit sich und Gott in Frieden leben, wollen das auch mit anderen – und so schenkt der Heilige Geist dazu
die Geduld. Geduld auszuhalten. Den anderen, sich, die Umstände. Frieden im Herzen und erlebte Geduld Gottes machen geduldig. Und wer geduldig ist, dem sieht man auch
die Freundlichkeit an – im Gesicht zuallererst. Sie ist nicht aufgesetzt und mehr als Höflichkeit oder Benimm. Und blicken wir in das Innere eines freundlichen Menschen, so entdecken wir die Schwester der Freundlichkeit:
die Güte. Der freundliche Mensch ist gütig – und umgekehrt. Beide haben ihren Ursprung in der Liebe.
Der gütige und freundliche schafft es so auch
treu zu sein. Denn, wer gütig ist, bleibt an dem anderen dran. Egal ob Freund oder Feind. Er sagt aufrichtig Ja zu ihm. Trotz aller Schwierigkeiten. Schließlich weiß ich: Ich selbst bin immer wieder auf die Treue Gottes angewiesen. Ja ich genieße sie. Denn Gott stellt mich nicht in Frage oder unsere Beziehung. Das wiederum macht mich
sanft. Gerade, weil ich nicht um Liebe kämpfen muss. Das Raue und Kantige sind für Gott kein Problem – und für mich immer weniger. Und, wenn ich da angelangt bin, bei der Sanftmut, dann kann ich auch
mich selbst beherrschen. Und brauche nicht den anderen beherrschen.
# fruechte
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