Ackermann-Gemeinde

Ackermann-Gemeinde www.ackermann-gemeinde.de
Deutsche-Tschechen-Slowaken - Christsein in Europa
Češi-Němci-Slováci - Křesťané v Evropě

Die Ackermann-Gemeinde steht seit Jahrzehnten für Dialog im deutsch-tschechischen Kontext. Damit dieses Engagement auch ...
05/06/2026

Die Ackermann-Gemeinde steht seit Jahrzehnten für Dialog im deutsch-tschechischen Kontext. Damit dieses Engagement auch in Zukunft lebendig bleibt, braucht es moderne Arbeitsstrukturen, verlässliche Partnerschaften und neue Formen der Zusammenarbeit. Genau hier setzt das vom Česko-německý fond budoucnosti/ Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds geförderte Projekt „Starke Akteure – stabile Netzwerke / Silní hráči – stabilní sítě“ www.zukunftsfonds.cz/starke-akteure-stabile-netzwerke/ an.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Stärkung deutsch-tschechischer zivilgesellschaftlicher Netzwerke. Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds möchte mit der Sonderausschreibung Organisationen darin unterstützen, als stabile und professionelle Akteure zu wirken und ihre Rolle als Knotenpunkte deutsch-tschechischer Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Auch die Ackermann-Gemeinde versteht sich in diesem Sinne als Plattform, die Menschen, Initiativen und Partnerorganisationen beiderseits der Grenze miteinander verbindet. Digitalisierung, Qualifizierung und bessere interne Strukturen sind dabei kein Selbstzweck, sondern schaffen die Grundlage dafür, Begegnungen, gemeinsame Projekte und nachhaltige Kooperationen noch wirksamer zu gestalten.

Für die Ackermann-Gemeinde ist dieses Projekt weit mehr als eine organisatorische Unterstützung. In den vergangenen Monaten ist bereits viel in Bewegung gekommen: Die Zusammenarbeit mit der Sdružení Ackermann-Gemeinde und Spirála - Sdružení Ackermann Gemeinde sowie Společnost Bernarda Bolzana / Bernard-Bolzano-Gesellschaft und Meeting Brno wurde vertieft, mit Antikomplex aus Prag konnten wir in München an frühere Kontakte anknüpfen und über neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit sprechen, etwa im Zusammenhang mit dem Projekt „Spurensuche“. Auch der Austausch mit dem Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit zeigt, wie wertvoll unsere Erfahrungen, unser Archiv, unsere Kontakte und unsere Zeitzeugenarbeit für andere Initiativen sein können. Bei der Bundesvorstandssitzung im April in Prag wurden zudem Ehrenamtliche in die Nutzung von Microsoft Teams eingeführt, um die Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle einfacher, transparenter und verlässlicher zu gestalten.

Ein besonderer Höhepunkt war das Treffen der Starken Akteure im März in Berlin. Die Gespräche im Bundestag, der Workshop zu Fundraising und Stakeholder-Kommunikation sowie der Austausch mit anderen Initiativen haben eindrücklich gezeigt, wie wichtig starke Verbindungen zwischen Politik und Zivilgesellschaft sind. Dass die Ackermann-Gemeinde in diesem Zusammenhang als einer der „Starken Akteure“ gesehen wird, freut uns sehr und ist zugleich Ansporn und Verantwortung: Wir möchten unsere Erfahrung, unsere Kontakte und unsere Stimme weiterhin einbringen, damit deutsch-tschechische Begegnungen auch in Zukunft möglich bleiben und neue Formen der Zusammenarbeit entstehen können.

Dem Česko-německý fond budoucnosti/ Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds danken wir herzlich für die Förderung und das Vertrauen. Seine Unterstützung gibt uns die Möglichkeit, diese Arbeit Schritt für Schritt weiterzuführen und unser Netzwerk nachhaltig zu stärken.

Sonderausschreibung zur Stärkung der deutsch-tschechischen zivilgesellschaftlichen Netzwerke. Einreichtermin 31. 3., Zusendung einer Projektskizze zum 28. 2. 2025.

Themenzoom am Dienstag, den 2. Juni 2026 ab 20:15 Uhr mit dem neuen Erzbischof von Prag, Stanislav Přibyl:Es war ein gro...
31/05/2026

Themenzoom am Dienstag, den 2. Juni 2026 ab 20:15 Uhr mit dem neuen Erzbischof von Prag, Stanislav Přibyl:

Es war ein großes Ereignis: Am 25. April 2026 wurde Stanislav Přibyl als Erzbischof von Prag eingeführt. Anwesend waren nicht allein der ehemalige Wiener Erzbischof Kardinal Schönborn, sondern wichtige Vertreter der Tschechischen Öffentlichkeit bis hin zum Staatspräsidenten Petr Pavel. Damit kehrte Přibyl nach drei Jahren als Bischof von Leitmeritz in seine Heimatstadt zurück und ist nun der 38. Erzbischof von Prag.

Der Redemptorist gilt als besonders vielseitig – und hat nicht allein Theologie, sondern auch Kunstgeschichte und Ökonomie studiert. Noch als Bischof von Leitmeritz hat Stanislav Přibyl für 2026 ein Jahr der Versöhnung ausgerufen und sich dabei insbesondere auf die Arbeit der Ackermann-Gemeinde bezogen. In zahlreichen Gedenkgottesdiensten wird nun über das gesamte Jahr der Notwendigkeit von historischer Aufarbeitung der Geschichte und der Chance Wunden zu heilen nachgespürt.

Uns ist es eine besondere Ehre, dass der neue Erzbischof kurz nach seiner Einführung in Prag sich die Zeit nimmt, in unserem Themen-Zoom von seinen Ideen zum Versöhnungsjahr und von den neuen Ideen für die neue Wirkungsstätte berichten wird.

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Dienstag, 2. Juni '26, ab 20:15 Uhr
Die Veranstaltung wird simultan gedolmetscht und kann auf Deutsch oder Tschechisch verfolgt werden. Dafür wird das Videokonferenz-Tool Zoom genutzt.

Anmeldung: [email protected]

Versöhnung als Aufgabe der ErinnerungIn der Sendung „Vertikála“ des Tschechischen Rundfunks Český rozhlas sprachen der H...
29/05/2026

Versöhnung als Aufgabe der Erinnerung
In der Sendung „Vertikála“ des Tschechischen Rundfunks Český rozhlas sprachen der Historiker und Theologe Prof. Tomáš Petráček und der Dokumentarist Mikuláš Kroupa über Sudetendeutsche, Vertreibung, Erinnerung und die Rolle der Kirchen in der tschechisch-deutschen Verständigung.
Petráček erinnerte daran, dass die deutschsprachige Bevölkerung über Jahrhunderte zur Geschichte der böhmischen Länder gehörte. Die Vertreibung nach 1945 bedeutete deshalb nicht nur den Verlust von Heimat für Millionen Menschen, sondern auch einen tiefen Bruch in der kirchlichen und kulturellen Landschaft der Grenzregionen. Viele Kirchen, Kapellen und Klöster blieben verlassen zurück oder verfielen.
Zugleich sprach Petráček über die Rolle kirchlicher Kontakte bei der späteren Annäherung zwischen Tschechen und Deutschen. In diesem Zusammenhang nannte er auch die Ackermann-Gemeinde als Beispiel für ein katholisches sudetendeutsches Milieu, das früh auf Verständigung setzte.
„Was die deutschen Katholiken in der Ackermann-Gemeinde betrifft, so haben sie bereits vor 1989 ein enormes Stück Arbeit für die tschechisch-deutsche Versöhnung geleistet — in der Sorge um die verschwindenden kirchlichen Denkmäler und um die verschwindende Kulturlandschaft in Nordböhmen.“ so Tomáš Petráček.
Petráček widersprach der Vorstellung, dass die Wunde der Vertreibung bis heute einfach offen und unverändert sei. Vielmehr sei in Geschichtswissenschaft, Literatur, Film und gesellschaftlicher Debatte bereits viel geschehen. Doch die jüngsten politischen Auseinandersetzungen hätten gezeigt, wie leicht alte Verletzungen wieder aufgerissen werden können.
Am Ende formulierte Petráček die Aufgabe der Kirchen als Dienst an der Gesellschaft. Die Kirchen könnten Räume schaffen, in denen nicht Ressentiment und Abwehr dominieren, sondern Erinnerung, Gespräch und die Suche nach Frieden. Er verwies dabei auf die biblische Seligpreisung der Friedensstifter. Gerade darin liege eine bleibende Aufgabe: Plattformen zu schaffen, die helfen, historische Wunden weiter zu heilen und Versöhnung möglich zu machen.

Der vollständige Beitrag in tschechischer Sprache ist hier abrufbar:

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Unter dem Motto “Alles Leben ist Begegnung/život je setkávání” lud das Festival Meeting Brno die sudetendeutsche Landsma...
24/05/2026

Unter dem Motto “Alles Leben ist Begegnung/život je setkávání” lud das Festival Meeting Brno die sudetendeutsche Landsmannschaft nach Brünn ein.
Bei der diesjährigen Versöhnungswallfahrt aus Pohořelic/Pohrlitz nach Brünn nahmen über 4.000 Deutsche und Tschechen sowie weitere Europäier und Europäerinnen teil.
Denn gute Nachbarschaft zwischen Völkern und Nationen nicht selbstverständlich ist, sondern immer wieder neu wachsen muss – durch Ehrlichkeit, gegenseitigen Respekt, die Bereitschaft zur Versöhnung und den Mut, aufeinander zuzugehen.
Versöhnung ist keine Schwäche, sondern Stärke. Dank an das Festival Meeting Brno für die langjährige Versöhnungsarbeit.

Im Rahmen einer Auslandsreise hat der Prager Jugendchor Rolnička in Zusammenarbeit mit der Ackermann-Gemeinde einen Gott...
21/05/2026

Im Rahmen einer Auslandsreise hat der Prager Jugendchor Rolnička in Zusammenarbeit mit der Ackermann-Gemeinde einen Gottesdienst musikalisch begleitet und anschließend einen Konzert in St. Stephan in Gräfelfing veranstaltet. Der Chor bringt seinem Publikum die Freude an der Musik durch die schönen Beispiele der tschechischen Chorkunst näher. Mit seinen Aktivitäten setzt sich der Chor für die Freundschaft und gegenseitiges Verständnis zwischen den Völkern ein.

Wenn es nur so einfach wäre ...Auf dem Katholikentag in Würzburg diskutierten wir am 16. Mai 2026 über Friedensarbeit in...
17/05/2026

Wenn es nur so einfach wäre ...
Auf dem Katholikentag in Würzburg diskutierten wir am 16. Mai 2026 über Friedensarbeit in einer neuen sicherheitspolitischen Lage.
Den Impulsvortrag hielt Prof. Dr. Gerlinde Groitl (München). Auf dem Podium diskutierten Ruprecht Polenz (Münster), Prof. Dr. Gwendolyn Sasse (Berlin) und Christian Schmidt (Sarajewo/Bosnien-Herzegowina). Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Albert-Peter Rethmann, Bundesvorsitzender der Ackermann-Gemeinde. Die Stimmen des Publikums brachten Sandra Uhlich (Freiburg) und Zdeněk Talácko (Prag) ein.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Frieden heute gelingen kann - angesichts von Krieg in Europa, wachsender Unsicherheit und gesellschaftlicher Polarisierung. Klar wurde: Frieden braucht Dialog und Diplomatie, aber auch Verantwortung, Wehrhaftigkeit und den Willen, Freiheit und Demokratie zu schützen.
Eine intensive, kontroverse und hoffnungsvolle Diskussion, die gezeigt hat: Es gibt keine einfachen Antworten. Aber es gibt die gemeinsame Aufgabe, im Gespräch zu bleiben und Frieden konkret werden zu lassen. Für die Ermöglichung solcher Dialoge stehen wir als Ackermann-Gemeinde.

"Wenn es nur so einfach wäre..." ist das Thema der Podiumsdiskussion der Ackermann-Gemeinde und der Deutschen Gesellscha...
16/05/2026

"Wenn es nur so einfach wäre..." ist das Thema der Podiumsdiskussion der Ackermann-Gemeinde und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde zur Friedensarbeit in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage am Katholikentag.
Herzliche Einladung um 11 Uhr ins Congress Zentrum.

Adresse

Heßstraße 24
Munich
80799

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