05/06/2026
Am heutigen 5. Juni gedenkt die Kirche besonders des heiligen Bonifatius, eines der bedeutendsten Glaubensboten Europas und des Patrons Deutschlands.
Der heilige Bonifatius (ca. 673–754)
Bonifatius wurde als Winfried in England geboren. Schon früh trat er in ein Kloster ein und wurde Priester. Sein großer Wunsch war es, den christlichen Glauben zu den germanischen Völkern zu bringen.
Im Jahr 719 sandte ihn Papst Gregor II. als Missionar nach Deutschland. Bonifatius verkündete das Evangelium, gründete Klöster und organisierte die Kirche in vielen Regionen neu. Berühmt wurde die Erzählung von der Donareiche bei Geismar: Um den Menschen die Machtlosigkeit der heidnischen Götter zu zeigen, fällte Bonifatius die dem Gott Donar geweihte Eiche. Als nichts geschah, öffneten sich viele Menschen für den christlichen Glauben.
Bonifatius gründete zahlreiche Bistümer, darunter das bis heute bedeutende Bistum Fulda. Dort befindet sich auch sein Grab, das jedes Jahr viele Pilger anzieht.
Im hohen Alter zog er noch einmal als Missionar zu den Friesen. Dort erlitt er am 5. Juni 754 mit seinen Begleitern das Martyrium. Er starb, weil er seinem Glauben treu blieb.
Bonifatius steht für:
* Mut und Standhaftigkeit
* Glaubensfreude und missionarischen Eifer
* Einheit der Kirche
* Vertrauen auf Gottes Führung
Impuls
Bonifatius verließ seine Heimat, um anderen Menschen die Frohe Botschaft zu bringen. Sein Leben fragt uns:
Wo bin ich gerufen, meinen Glauben durch Worte und Taten sichtbar zu machen?
Und wo braucht es heute Menschen, die mutig für Hoffnung, Wahrheit und Versöhnung eintreten?