06/09/2026
Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.
103,2
Liebe Freunde,
zwei Erinnerungen aus Psalm 103:
1. Wir sollten viel öfter zu unserer Seele sprechen. Jemand hat mal gesagt: „Wir erlauben unserer Seele viel zu oft, zu uns zu sprechen. Aber wir sollten viel öfter zu unserer Seele sprechen.“ Gemeint ist: Oft lassen wir uns von unseren Gefühlen, unserer Stimmung, unserer Tagesform, von all dem, was in unserer Seele vorgeht, definieren, was Wirklichkeit ist: „Dieser Tag ist wirklich *******!“ Stattdessen sollten wir Gottes Wahrheit in unsere Seele hineinsprechen: „Gott ist da! Er liebt dich, auch wenn du das hier nicht hingekriegt hast!“ Wenn bei uns die Nerven blank liegen, sprechen Dinah und ich uns das manchmal zu. Dann nimmt z.B. Dinah meine Hand und sagt zu mir: „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat.“ Und ich antworte, manchmal pflichtschuldig und noch etwas brummelig: „Lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein!“
So macht das auch der Psalmbeter: An Tagen, an denen er nicht sowieso mit einem Loblied auf den Lippen aus dem Bett springt, erinnert er seine Seele: „Lobe den Herrn! Hör nicht auf damit!“ Gut, wenn wir das auch einüben. (Was wir unserer Seele sagen können, wenn wir uns bei aller Freundschaft zu keinem Lobpreis durchringen können, lesen wir in Psalm 42,6!)
2. Vergiss Gottes Taten nicht. Die Neurowissenschaftler haben gewiss eine Erklärung dafür, warum wir uns negative Erfahrungen viel besser merken als positive. Vielleicht ein urzeitlicher Reflex, damit wir nicht zweimal versuchen, den Säbelzahntiger zu streicheln? Ich weiß es nicht. Aber ganz einfach: Solange die Kopfschmerzen da sind, werde ich sie nicht vergessen. Wenn jemand für meine Heilung betet und ich am nächsten Tag schmerzfrei bin, stürze ich mich in den neuen Tag. Bis ich erinnert werde: Stopp, da war doch was? Erinnere dich an Gottes guten Taten! Schreibe sie dir ins Tagebuch oder auf Post-Its, poste sie im Netz, erzähle anderen davon. Der letzte Punkt hat den Nebeneffekt, dass die anderen dich dann auch erinnern können: „Aber letzte Woche hast du erzählt...“ Ich kann solche Erinnerungen gut gebrauchen!
Ein gutes Gedächtnis wünscht euch
Euer Alexander Hirsch