03/03/2026
Der Bereich der Wundergeschichten gehört zu den anspruchsvollsten Themenfeldern der Religionspädagogik. Kinder können von ihnen kognitiv überfordert sein. Für Jugendliche sind sie sperrige Texte, denen im Horizont der naturwissenschaftlichen Weltsicht das Makel der Unglaubwürdigkeit anhaftet und deren Bild vom allmächtigen Jesus nur schwer mit dem Leid in der Welt in Einklang zu bringen ist. Nicht minder starke Verunsicherung herrscht auf Seiten der Lehrenden. Sie sind sich im Unklaren darüber, was sich über den Wundertäter Jesus zuverlässig sagen lässt, wie die Wundergeschichten interpretativ zu erschließen sind und welche Lernziele oder Kompetenzerwartungen bei der Beschäftigung mit der Wunderthematik den Ton angeben sollen. Deshalb wird im Religionsunterricht oftmals ein großer Bogen um die Wunder gemacht. Damit bleibt nicht nur ein wichtiger Zug des Wirkens Jesu unterbelichtet, sondern es bleibt auch ein didaktisch wertvoller Schatz der Bibel ungenutzt.
Bern Kollmann
Den kompletten Text finden Sie in der rpi-Impulse Ausgabe 1/2026