07/09/2026
Kirchenpräsidentin Christiane Tietz zeigt sich angesichts der Wahlergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erschüttert. „Das Wahlergebnis ist eine tiefgreifende politische Zäsur. Damit kann zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Landespartei die Regierung übernehmen, eine Partei, die Menschengruppen aufgrund ihrer ethnischen oder religiösen Identität abwertet und unsere demokratischen Institutionen verächtlich macht“, sagt Tietz.
Doch eine Mehrheit sei kein Freibrief, so Tietz weiter und fügt an: „Wer Regierungsverantwortung übernimmt, trägt Verantwortung für das Wohl aller Menschen – auch derjenigen, die anders denken, anders glauben, anders leben oder woanders herkommen.“ Die evangelische Kirche setze sich weiterhin für eine Menschenwürde-Demokratie ein und werde nicht schweigen, wenn sie diese bedroht sehe.
Gleichzeitig ruft Kirchenpräsidentin Christiane Tietz alle dazu auf, sich täglich für die Menschenwürde-Demokratie einzusetzen. „Als Christin gehört für mich auch das Gebet dazu: für diese Demokratie, für die Menschen, die Verantwortung tragen, und für die Kraft, selbst besonnen und mutig für unsere Demokratie zu arbeiten.“
Hier liest du das gesamte Statement: ekhn.link/AY6xCD