Norbert von Xanten, Erzbischof von Mageburg und unser Ordensgründer, übergab 1129 das Kollegiatsstift „Unser Lieben Frauen" dem Prämonstratenserorden. Norbert wurde auf eigenen Wunsch hin im Jahr 1134 in dieser seiner Lieblingsgründung vor dem Kreuzaltar beerdigt. Unter Albrecht dem Bären erhielt das Kloster 1151 als Schenkung mehrere Dörfer. Im Zuge des weiteren Aufbaus des Ordens unterhielt das
Kloster 1180 bereits Verbindungen zu 16 Tochterklöstern. In der Zeit der Reformation schloss sich das Kloster nicht der in Magdeburg vorherrschenden reformatorischen Bewegung an, sondern blieb katholisch. Im Augsburger Religionsfrieden wurde 1555 die Immunität des Klosters anerkannt. Jedoch wurde die Situatuion der kleinen, katholischen Minderheit schwierig. Die Chorherren beschlossen sogar, außerhalb der Klostermauern auf das weiße Ordensgewand aus Rücksichtnahme zu verzichten (1570). Als der etzte katholische Propst des Klosters 1597 verstorben war, verließen die verbliebenen Chorherrenam 4. April 1601 das Kloster. Die Gebeine des Heiligen Norbert blieben zurück.
1626 reiste der Abt des Klosters Strahov Caspar von Questenberg nach Magdeburg, um die Gebeine Norberts nach Prag zu überführen. Obwohl Magdeburg gerade von Truppen Wallensteins im Zuge des Dreißigjährigen Kriegs belagert wurde, gelang dies. In Prag liegen sie bis heute. Caspar von Questenberg erzwang 1628 durch einen Befehl des Kaisers die Rückgabe des Klosters an die Prämonstratenser. Es kamen drei Chorherren aus Böhmen und sechs aus den Niederlanden. 1632 verließen die Prämonstratenser endgültig das Kloster. In den folgenden Jahren erfolgte die endgültige Umwandlung in ein protestantisches Kanonikerstift. 1834 Umwandlung der schon seit dem Ende des 17. Jahrhunderts bestehenden Gelehrtenschule in ein Pädagogium, das bis zur Zerstörung 1945 in hohem Ansehen stand. Zu DDR-Zeiten wurde in dem Kloster ein Museum eingerichtet, die Kirche seitdem als Konzerthalle genutzt. Seit 1991 leben wieder Prämonstratenser in Magdeburg in einem abhängigen Priorat der Abtei Hamborn in Duisburg-Hamborn. Momentan leben drei Chorherren in Magdeburg und arbeiten unter anderem daran wieder ein Prämonstratenserkloster in der Stadt zu etablieren.