Der Lutheraner

Der Lutheraner Diese Seite beschäftigt sich mit lutherischen Themen und gibt Hinweise zu Lutherischen Kirchen in der Tradition der Augsburger Bekenntnisschriften.

25/03/2022

25. März – Annuntiatio Domini (Lk. 1,26–38)
Das heutige Fest Verkündigung des Herrn am 25. März resultiert aus der Geburt Christi am 25. Dezember. Das Ereignis überliefert uns der Evangelist Lukas. Wir erinnern uns an die Verkündigung des Engels an Maria und ihre Antwort: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast". Im 6. Jahrhundert in der Ostkirche gefeiert, wird das Fest im 7. Jahrhundert von der Westkirche übernommen.
Ursprünglich ein Marienfest wird es heute als Herrenfest gerechnet. Der Charakter des Tages als Christusfest erlaubt auch die evangelische Bezeichnung des Tages als Ankündigung der Geburt des Herrn.
Früher wurde am Vortag, dem 24. März, des Verkünders und Engels Gabriel gedacht dem wir heute im September gedenken.

Wir sehen in Christus das kommende Licht und freuen uns mit den aus dem Süden heimkehrenden Schwalben, den der Gottesmutter gewidmeten Tieren, des kommenden Frühlings.
Allen einen gesegneten Tag!

08/12/2021

Heute wird in der katholischen Kirche Maria Empfängnis gefeiert. Ein Hochfest dessen Ursprünge bereits im 9. Jh. nachzuweisen sind. Wenige christliche Feste werden im allgemeinen Verständnis so wenig reflektiert wie Mariä Empfängnis. Es geht bei dem Feiertag um die Sündenfreiheit der Maria. Der offizielle Name von Mariä Empfängnis lautet "Hochfest der ohne ‚Erbsünde‘ empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“. Die Kirche bringt damit die Überzeugung zum Ausdruck, dass Maria seit ihrer Zeugung durch ihre Eltern von der „Erbsünde“ frei war.

05/12/2021

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! – Philipper 4,4–5
Liebe Schwestern und Brüder in den Gemeinden!
Als Paulus diese Worte an die Philipper richtete, befand er sich im Gefängnis in Rom. Er war angekettet. Ein römischer Soldat ließ ihn nicht aus den Augen. So war er nie allein, immer war ein Soldat dabei. Ob er betete oder schlief, ob er Besucher empfing oder Briefe verfasste, egal was er tat, immer war der Soldat dabei.
Er war in einer schrecklichen Lage! War das nicht ein Grund mürrisch und verdrießlich zu sein? Paulus war es offensichtlich nicht. In keinem seiner Briefe schrieb Paulus so viel von seiner Freude und forderte zur Freude auf wie in seinem Brief an die Philipper. Paulus kannte diese Freude am Herrn – allewege. Das war auch der Grund, weshalb er allen dazu raten und sie seinen Lesern empfehlen konnte.
Der Freudengrund ist seitdem unverändert geblieben, die Freude am Herrn. Ja, gerade in der gegenwärtigen Zeit beweist sich dieser Freudengrund als wertbeständig. Wenn alles wankt und nichts mehr so ist, wie es war, Jesus besteht und seine Gnade währt ewig. Er ist unwandelbar derselbe.
Das wollte Paulus den Philippern sagen und er gibt es auch uns mit auf den Weg. Und wie kann man diesen Rat erproben? In guten Tagen ein Christ zu sein, das ist nicht schwer. Erst in den schlechten Tagen und Nächten, da wird man gewahr, was man an ihm hat.
Martin Luthers Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ (Psalm 46) wurde vermutlich im Jahr 1527 von ihm gedichtet. Es war das Jahr, in dem er im Sommer einen Schwächeanfall erlitt und die Pest in Wittenberg ausbrach. Viele flohen, Luther blieb! Er besuchte die Kranken und tröstete sie, verkündete ihnen Gottes Wort und spendete das Abendmahl. Er freute sich des Herrn und trotzig erklang sein Glaubenslied „Ein feste Burg ist unser Gott“.
Paul Gerhardt lebte in der düsteren Zeit des dreißigjährigen Krieges. Er hat seine Kinder begraben. Er musste seine Stelle aufgeben. Trübsal und Not waren seine Begleiter. Und doch konnte er singen:
„Mein Herz geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Lust und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ, das, was mich singend machet, ist, was im Himmel ist.“

Der Herr kann vieles bewirken, so kann er unser Herz füllen mit Frieden und Freude durch seinen Geist.
Wenn wir den Paulusgedanken beherzigen und uns allewege des Herrn erfreuen, so verherrlichen wir auch den Herrn. Was für ein Zeichen ist dies auch für unsere Umwelt in dem kommenden Advent und in der kommenden Weihnachtszeit.
Freuen Sie sich, was auch kommen mag, in dem Herrn allewege!

06/10/2021

Alles hat seine Zeit, und die Hauptsache ist, dass man mit Gott Schritt hält und ihm nicht immer schon einige Schritte vorauseilt, allerdings auch keinen Schritt hinter ihm zurückbleibt.

Die "communio sanctorum" beim Abendmahl übersteigt alle menschliche Gemeinschaft und sollte vor jeder Verwechslung mit irgendwelchen menschlichen Sympathiegemeinschaften geschützt sein.

Billige Gnade heißt Gnade als Schleuderware, verschleuderte Vergebung, verschleuderter Trost, verschleudertes Sakrament; Gnade als unerschöpfliche Vorratskammer der Kirche, aus der mit leichtfertigen Händen bedenkenlos und grenzenlos ausgeschüttet wird; Gnade ohne Preis, ohne Kosten.

Dietrich Bonhoeffer

29/09/2021

Tag des Erzengels Michael und aller Engel
Angelis suis madavit de te...
Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir,
dass sie dich behüten auf all deinen Wegen. PS 91.11
Graduale zum Michelstag.
Heute danken wir unserem Schutzengel und denken daran, wie er uns behütet hat.

Das mit dem Regenbogen ist so eine Sache...
14/09/2021

Das mit dem Regenbogen ist so eine Sache...

Das Gutmenschentum ist ein religiöser Ersatz, man orientiert sich wieder an Moral und Unmoral, Schuld und Sühne. Im Zentrum steht die Selbstanklage, wer sich verweigert, wird exkommuniziert. / Foto: Ericrolph

12/06/2021

Unlängst wurde ich gefragt, welche Form des Gottesdienstes denn angemessen sei für den Reformationstag in diesem Jahr. Ich antwortete, im 500 Jahr nach Worms kann nur die Messe gefeiert werden. Dies rief Erstaunen hervor.

07/11/2018

So reichlich wie das Gras, das wächst, wie der Sand and er Küste oder der Tau auf der Wiese, so reichlich komme der Segen des Königs der Gnade über jede Seele, die war, die ist und sein wird. (irisch)

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