12/08/2026
„Wir müssen beten, Schwestern und Brüder, um ein Wunder, auf dass der Selige Karl Leisner bald für die ganze Kirche ein Heiliger sein kann!“ (Bischof Felix im Xantener Don zur Festmesse des 80 jährigen Weihejubiläums von Karl Leisner im Dezember 2024)
Am 12.08. jährt sich der Todestag des Seligen Karl Leisner. 1915 in Rees am Niederrhein geboren, wuchs er in Kleve auf und engagierte sich außerordentlich ausgeprägt in der Jugendarbeit seiner Pfarrei und der Diözese von Münster. Nach seinem Abitur nahm er in Münster im Borromaeum das Theologiestudium im Rahmen der Priesterausbildung auf. Trotz der nationalsozialistischen Diktatur ließ er sich in seinem Einsatz für die Jugend nicht beirren und betreute als Diözesan-Jungscharführer zahlreiche geheime Jugendgruppen.
Sein lebensgefährlicher Einsatz für junge Menschen, der ihn auch ins Ziel der Gestapo brachte, brach erst ab als er aufgrund einer Hitler-kritischen Äußerung in ein KZ eingewiesen wurde.
Unter widrigsten Umständen und höchster Geheimhaltung wurde dort im sogenannten „Priesterblock“ des KZ Dachau die Priesterweihe des Diakons Leisner vorbereitet: Liturgische Gegenstände wurden in das KZ geschmuggelt, dort geschnitzt oder geschneidert. Inmitten des Krieges und des Leidens im KZ konnte so in der Kapelle von Dachau ein Fest des Glaubens, der Hoffnung und auch der Völkerverständigung, der Verbindung von Christen über Landesgrenzen hinaus gefeiert werden; immerhin wurde Leisner durch einen französischen Bischof geweiht.
An den Folgen seiner durch die Zeit im KZ zugezogenen Tuberkulose verstarb Karl Leisner wenige Wochen nach der Befreiung Dachaus. Der Selige Kardinal von Galen kondolierte den Eltern Leisner, „Sie haben dem Himmel einen Heiligen geschenkt.“
Stimmen wir ein in das Gebet unserer Diözese von Münster um die Heiligsprechung dieses beeindruckenden Glaubenszeugen! (Slide 2)
———
Stimmen wir ein in das Gebet unserer Diözese von Münster um die Heiligsprechung dieses beeindruckenden Glaubenszeugen!