1552 Graf Philipp II. lässt sich durch den Papst von seinem geistlichen Amt am Kölner Dom entbinden und in der Broicher Schlosskapelle vom lutherischen Pfarrer Kremer trauen – damit tritt er die Nachfolge in der Herrschaft Broich an. Dienstpersonal des Grafen besucht lutherische Gottesdienste im Schloss Broich.
1658 Stiftung einer lutherischen Kirche auf der Delle durch den Herrn auf Schloss Broich
1675 endgültiger Verzicht der Styrumer und Broicher Grafen auf das Besetzungsrecht der Pfarrstelle an der Petrikirche in Mülheim, die damit Mittelpunkt der reformierten Gemeinde wird
1878 Bürgermeisterei Broich mit den Gemeinden Broich, Saarn und Speldorf gegründet – Ortsteil Broich mit bedeutender Lederindustrie, Rathaus, Bahnhof der Ruhrtalbahn, Straßenbahn nach Duisburg, Geschäftszentrum – starker Bevölkerungszuwachs in Broich durch Industrialisierung
1883 Bau von Filialkirchen u.a. in Speldorf (heutige Lutherkirche) durch die reformierte Gemeinde in Mülheim
1887 Vereinigung der reformierten und der lutherischen Gemeinde in Mülheim – Entlassung der Filialgemeinden in die Selbstständigkeit – Widerstand in Broich gegen eine Doppelgemeinde Broich-Speldorf – Kirchenaustritt von 500 Personen und Gründung einer freikirchlichen Gemeinde, Bau von Kirchsaal und Pfarrhaus durch die Wilhelmine-Rosskothen-Stiftung
1890 Gründung der evangelischen Kirchengemeinde Broich und Wiedereintritt der Freikirchler
1901 Einweihung der Kirche an der Wilhelminenstraße
1954 Einweihung des schon 1925 projektierten Gemeindehauses neben der Kirche und Entwidmung des alten Kirchsaals
1965 Bau einer zweiten Kirche mit Gemeindehaus
2005 Entwidmung des Kirchenzentrums an der Calvinstraße
2011 am 1. August Fusion der Saarner und der Broicher evangelischen Kirchengemeinden
Aus der Geschichte der Gemeinde Saarn
Um 1600 die ersten Anhänger der Reformation in Saarn nachweisbar – Beerdigungen bei Unpassierbarkeit der Ruhr bei Hochwasser, Eisgang etc.weiterhin auf dem Friedhof der katholischen Gemeinde, aber Ansprachen nicht unter freiem Himmel, nur in einer Scheune
1658 Bau einer evangelischen Schule – Leichenpredigten nur dort erlaubt, da ein evangelisches Bethaus weiterhin nicht gestattet war
1683 durch Vermittlung des Kurfürsten von Brandenburg, dem „Großen Kurfürsten“ Friedrich Wilhelm (Schutzherr der Evangelischen im katholisch regierten Herzogtum Berg), Erlaubnis der Regierung des Herzogtums zum Bau einer Kapelle aus Fachwerk am heutigen Standort der Dorfkirche – wieterhin nur Trauerfeiern gestattet trotz evangelischer Mehrheit
1751 eigener Friedhof bei der Kapelle angelegt
1778 nach Abriss des Fachwerkbaus Fertigstellung einer Kapelle aus Backsteinen mit Türmchen und Glocke
1808 unter dem Einfluss der französischen Herrschaft im Rheinland und nach Aufhebung des Klosters Saarn evangelische Gottesdienste in der Kapelle
1824 regelmäßige Sonntagsgottesdienste durch einen Pfarrer der reformierten Petri-Gemeinde
1835 Anlage des evangelischen Friedhofs an der Kahlenbergstraße (heute Kinderspielplatz)
1844 durch Verfügung von König Friedrich Wilhelm IV. („allerhöchste Kabinettsorder vom 13. April“) Gründung der Evangelischen Kirchengemeinde
1845 Wahl des ersten Pfarrers
1851 Erweiterung der Kapelle zur Kirche mit einem Turm
1904 Anlage des evangelischen Friedhofs am Auberg
1952 Gemeindezentrum am Lindenhof
1959 Einweihung der Christuskirche am Lindenhof
1962/63 Erweiterung und Umgestaltung der Dorfkirche
2009 Einbau einer historisierenden Orgel unter Verwendung des historischen barocken Prospekts in der Dorfkirche
2011 am 1. August Fusion der Saarner und der Broicher evangelischen Kirchengemeinden
2015 Entwidmumg der Christuskirche und des Gemeindehauses Lindenhof