07/04/2026
Zu Erinnerung an Wera Zeller wird am Donnerstag, den 16.4. um 17 Uhr eine Plakette auf dem Friedhof „Am Baruther Tor“ eingeweiht werden.
Wera Zeller, geb. Klose, wurde 1925 in Luckenwalde geboren. Ihre
Großeltern, das jüdische Ehepaar Victor und Margarethe Schlesinger, besaßen ein Schuhgeschäft am Markt gegenüber dem Rathaus. Das Geschäft musste 1938 nach 40-jährigem Bestehen aufgrund der antijüdischen Maßnahmen des NS-Staates veräußert werden. Das Ehepaar samt Tochter und der Sohn mit ihren Familien flüchteten im Februar 1939 zu Verwandten nach Chile. Wera war damals 13 Jahre alt.
Sie hatte anfangs große Schwierigkeiten, Spanisch zu lernen, beherrschte aber bald die Sprache so gut, dass sie sich als Literatin einen Namen machte.
Sie übersetzte u. a. deutsche Werke der Romantik ins Spanische,
wodurch sie in ihrer Exilheimat Chile bekannter wurde als sie in Deutschland ist. Wera Zeller kehrte 1970 nach Deutschland zurück; sie ließ sich in Westberlin nieder. Dort arbeitete sie im Ibero- Amerikanischen Institut.
Luckenwalde, die Stadt ihrer Kindheit, blieb für sie „der schönste Ort der Welt“, wie sie in einem Rundfunkinterview 1997 freimütig bekannte.
Wera Zeller starb 2008 in Berlin, fand aber – ganz in ihrem
Sinne – ihre letzte Ruhe in Stadt Luckenwalde. Ihre Urne wurde auf dem Friedhof „Vor dem Baruther Tor“ beigesetzt.
2. Bild: Ein Gedicht von Wera Zeller, dass sie verfasste als sie das erste Mal nach ihrer Rückkehr nach Deutschland in Luckenwalde war.