29/04/2026
Ein paar Striche als Beitrag gegen Gewalt??
Am 30. April ist der Tag für gewaltfreie Erziehung. Wie du mit Visualisierungen genau dazu beitragen kannst, zeigt Dir unsere Autorin Anna Lena Wollny (aktueller Titel „Mit Bildern schreiben“, 22 Euro im Buchhandel) mit drei Beispielen.
1) Sichtbare Rechte schützen vor Willkür
Wenn die (Selbstbestimmungs-)Rechte von Kindern in der Kita (oder anderen Orten) aushängen, und zwar so, dass auch die Kinder sie „lesen“ können und dort, wo sie jeweils relevant sind, haben Kinder und Erwachsene sie im Alltag präsent(er). Die Kinder können im Zweifelsfall darauf verweisen und ihre Rechte einfordern.
2) Visualisierte Gefühle helfen, sie zu benennen
Bilder, die Gefühle und Bedürfnisse zeigen, können helfen, Gefühle wahrzunehmen, einzuordnen und zu benennen. Bei sich selbst und bei anderen. Sei es auf Bildkarten, selbst gemalten Smileys oder Bilderbüchern. Nutzen wir solche Visualisierungen regelmäßig aktiv mit Kindern, lernen sie, dass ihre Gefühle richtig und wichtig sind und dass es gut und sicher ist, diese zu äußern.
3) Visuelle Anker können Verhalten ändern
Auch für Erwachsene können Bilder hilfreich sein. Als Erinnerungsanker, um sich selbst zu regulieren, die eigenen Gefühle und das Verhalten anderer einzuordnen, sich um (auch eigene) Bedürfnisse zu kümmern oder um vereinbarte Verhaltensweisen zu erinnern. Solche Anker können Poster oder Karten sein, oder auch nur ein Symbol auf einem Klebezettel oder ein Gegenstand.
Mehr Ideen findest du im Buch „Mit Bildern schreiben“ (22 Euro im Buchhandel).