Gustav-Adolf-Werk e.V.

Gustav-Adolf-Werk e.V. Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Impressum: http://www.gustav-adolf-werk.de/impressum.html

Weltweit leben evangelische Christinnen und Christen als Minderheiten zerstreut zwischen anderen Religionen und Konfessionen. Das Gustav-Adolf-Werk hilft, dass sie ihren Glauben leben und weitergeben können. Wir unterstützen seit 1832 evangelische Minderheiten lutherischer, reformierter und unierter Konfession in Europa und Lateinamerika. Das Gustav-Adolf-Werk ist das Diasporawerk der Evangelische

n Kirche in Deutschland (EKD). Im Jahr 2013 hat sich das GAW den Slogan gegeben "weltweit Gemeinden helfen", um nach außen zu zeigen, was wir tun und leisten in Solidarität mit unseren evangelischen Schwestern und Brüdern.

Am 20. Juni ist der Weltflüchtlingstag. Unsere Partnerkirchen in vielen Ländern überlassen die Geflüchteten nicht ihrem ...
17/06/2026

Am 20. Juni ist der Weltflüchtlingstag. Unsere Partnerkirchen in vielen Ländern überlassen die Geflüchteten nicht ihrem Schicksal, sondern unterstützen die entwurzelten Menschen entsprechend ihren Möglichkeiten: mit Lebensmitteln, Unterkunft, Sprachunterricht, Beratung, Gemeinschaft … Das GAW fördert diese Aktivitäten regelmäßig. Im Projektkatalog 2026 zeugen Projekte in Estland, Kolumbien und im Libanon von diesem Engagement.

Nach dem Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine nahm das Erholungsheim „Elim“ in Michelsberg (Evangelische Kirche A.B. in Rumänien) etwa 40 Geflüchtete auf. Heute leben noch sechs Menschen dort, vor allem ältere und alleinstehende, die sonst nirgendwohin können. Die Hilfe des GAW trägt nun dazu bei, dass sie in einer anhaltenden Krisensituation Stabilität, Versorgung und soziale Gemeinschaft erfahren und ihr Aufenthalt bis zum Frühjahr 2027 gesichert ist.
Rentnerin Valentyna ist eine von ihnen. Sie will mehr als nur Schutz suchen, sondern möchte selbst mithelfen und einen Beitrag leisten. „Valentyna ist bei allem Unglück auch ein Gewinn für uns“, sagt Klaus Göbbel, Leiter des Elimheims. „Sie versteht sofort, was zu tun ist und packt an.“
Enno Haaks, Generalsekretär des GAW, besuchte die ukrainische Wohngemeinschaft im Elimheim im März 2026.
Link zum Blog "Glaube verbindet" in Kommentaren. Foto: GAW

Mit wenig Ressourcen, aber beeindruckender Zuversicht und Energie Projekte anpacken – wie macht man das eigentlich? Unse...
15/06/2026

Mit wenig Ressourcen, aber beeindruckender Zuversicht und Energie Projekte anpacken – wie macht man das eigentlich? Unsere Delegation des GAW Württemberg in Čáčov, Nitra und Liptovský Hrádok drei aktuelle Projekte des GAW in der ECAV s vami, unserer Partnerkirche in der Slowakei, besucht. Dort passiert genau das - von der Dacherneuerung bis zur Unterstützung für Geflüchtete:

Eine kleine Delegation des GAW Württemberg besuchte vom 12. bis 14. Juni 2026 die Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in der Slowakei. Die beiden Vorstandsmitglieder Eberhard Vöhringer und Diakon Pétur Thorsteinsson sahen sich drei aktuelle Projekte an.

Fasten für die Menschenwürde: Vom 2. bis zum 9. Juni 2026 fand auf der berühmten Plaza de Mayo in Buenos Aires (Argentin...
11/06/2026

Fasten für die Menschenwürde: Vom 2. bis zum 9. Juni 2026 fand auf der berühmten Plaza de Mayo in Buenos Aires (Argentinien) eine bedeutende ökumenische Aktion statt. Unter dem Motto „Fasten und Gebet zur Schärfung des Bewusstseins“ (Ayuno y Oración para Despertar las Conciencias) versammelten sich über acht Tage hinweg Menschen aus verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen, um ein öffentliches Zeugnis für soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde abzulegen.
Die Initiative wurde von der Mesa Ecuménica, einer ökumenischen Aktionsplattform für Menschenrechte, gemeinsam mit dem Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel ins Leben gerufen, um einen Raum des Gebets, des Zuhörens und des Dialogs angesichts wachsender Armut, Ausgrenzung und sozialer Ungleichheit in Argentinien zu schaffen.
Der Präsident der Evangelischen Kirche am Río de la Plata (IERP), Pastor Leonardo Schindler, betonte, dass es bei dieser Aktion um weit mehr als eine individuelle spirituelle Praxis gehe: „Wir versammeln uns, um Hoffnung zu fördern und sie in dieser Zeit zu stärken. Wir wollen ein Ausdruck der Solidarität mit all jenen sein, denen es heute wirklich sehr schlecht geht.“
Während der acht Tage der Begegnung bot die Plaza de Mayo Raum für Gewerkschaftsvertreter, Akademiker, Menschenrechtsgruppen und indigene Gemeinschaften. Gemeinsam machten sie auf die verschiedenen Arten von „Hunger“ aufmerksam, die die argentinische Gesellschaft heute treffen – den Hunger nach Brot, nach Arbeit, nach Bildung, nach Gesundheit und nach Gerechtigkeit.

Karfreitag für alle - Ein neues Volksbegehren in Österreich: Ein privatrechtliches Volksbegehren, das vom 15. bis 22. Ju...
10/06/2026

Karfreitag für alle - Ein neues Volksbegehren in Österreich: Ein privatrechtliches Volksbegehren, das vom 15. bis 22. Juni 2026 unterzeichnet werden kann, fordert den Karfreitag als gesetzlichen Feiertag für alle. Der Karfreitag war lange Zeit ein Feiertag für die Evangelische Kirche (ebenso wie für die Altkatholische und die Methodische Kirche). Er war ihnen 1781 als Zeichen der Wiedergutmachung nach drakonischer Rekatholisierung und Verfolgung zuerkannt und 1955 nochmals bestätigt worden. 2019 wurde der Karfreitag als auf diese Gruppen beschränkter Feiertag jedoch von der damaligen Regierung abgeschafft – als vermeintlich einfachster Weg nach einem komplizierten Rechtsstreit um die Gleichbehandlung. Übrig blieb der Karfreitag als „persönlicher Feiertag“, für den Urlaub genommen werden muss. Seitdem „brodelt es in vielen Pfarrgemeinden sehr“, sagt Bischöfin Cornelia Richter. Die Evangelische Kirche als Institution unterstützt das Volksbegehren nicht direkt, da das Thema weitaus komplexer sei als die Forderungen des Begehrens, so Richter. Sie betont jedoch, dass das Volksbegehren gerne von vielen Evangelischen unterschrieben werden könne.

Komplexität des Themas geht weit über Forderungen des Volksbegehrens hinaus – Karfreitag hat Bedeutung für gesamte Gesellschaft – Stoffers kritisiert „Umspringen“ mit Minderheiten

Für alle Interessierten, die am Jubiläumswochenende der GAW-Frauenarbeit nicht teilnehmen konnten, aber die Inhalte im N...
05/06/2026

Für alle Interessierten, die am Jubiläumswochenende der GAW-Frauenarbeit nicht teilnehmen konnten, aber die Inhalte im Nachhinein kennenlernen möchten, sind die Materialien ab sofort online verfügbar:
• Die ausführliche Dokumentation der Vorträge, Predigten, Salons und Impulse
• Die historische Ausstellung zur Entstehung und Entwicklung der GAW-Frauenarbeit
• Eine Auswahl an Fotografien des Wochenendes
• Die gesammelten Presseberichte
Link: https://www.gustav-adolf-werk.de/jubilaeum-gaw-frauenarbeit.html

Eine Workcamp-Gruppe des EJW hat zwei Wochen lang an Baustellen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien gearbeit...
04/06/2026

Eine Workcamp-Gruppe des EJW hat zwei Wochen lang an Baustellen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien gearbeitet und das Land kennengelernt – gemeinsam mit Bischof Rolf Bareis. Das GAW Württemberg hat diesen Arbeitseinsatz in unserer Partnerkirche unterstützt.
Die Beiträge von Hans-Joachim Janus mit vielen Fotos hier auf Facebook vermitteln einen tollen Einblick in die vielfältigen und gut gefüllten Tage – und machen hoffentlich Lust, selbst mitzumachen!
Eine Chance besteht noch in diesem Jahr: Vom 8. bis 21. August 2026 steht das nächste Workcamp in Litauen an!
👇 Weitere Infos und Anmeldung unter: https://www.ejw-erleben.de/veranstaltung/302504-workcamp-litauen/

Am 31. Mai gedenkt man in Kasachstan der Opfer der Hungersnöte und der politischen Repressionen während der Sowjetzeit.A...
02/06/2026

Am 31. Mai gedenkt man in Kasachstan der Opfer der Hungersnöte und der politischen Repressionen während der Sowjetzeit.
Anlässlich dieses Gedenktages wurde in der lutherischen Kirche in Astana feierlich eine Gedenktafel eingeweiht. Sie erinnert an all jene, die Verfolgung, Deportation und die verheerende Hungersnot von 1930 bis 1933 erleiden mussten.
Die Hungersnöte in den 1930er-Jahren töteten fast die Hälfte der indigenen kasachischen Bevölkerung. Die meisten Deutschen gelangten nach Kasachstan wiederum durch stalinistische Deportationen während des Zweiten Weltkriegs oder durch Arbeitslager.
Die dreisprachige Gedenktafel ist ein wichtiges Zeichen des gemeinsamen Erinnerns und entstand durch eine gemeinsame Initiative des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Kasachstan sowie der regionalen Gesellschaft der Kasachstandeutschen „Wiedergeburt“.

Rund 1.000 Menschen kamen zum Oberösterreichischen Gustav-Adolf-Fest nach Emmering-Alkoven zusammen. Unter dem Motto „Mu...
31/05/2026

Rund 1.000 Menschen kamen zum Oberösterreichischen Gustav-Adolf-Fest nach Emmering-Alkoven zusammen. Unter dem Motto „Mut zum Glauben. Mut zum Bekennen. Mut zum Widerstand* wurde gemeinsam Gottesdienst gefeiert, gesungen, diskutiert, erinnert und Gemeinschaft erlebt.

In einer festlich geschmückten Kartoffelhalle feierten Menschen aus den 40 evangelischen Gemeinden Oberösterreichs. Der GAW-Generalsekretär predigte zu dem Text aus der Apostelgeschichte 5 mit dem Wort: „Man soll Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Superintendent Gerold Lehnert führte durch die Liturgie und beschloss den bewegenden Tag mit einer Abendmahlsfeier.

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer ( ÖVP ) kam und hielt ein Grußwort und betonte wie wichtig die evangelische Präsenz im land ist.

Der Kurator der evangelischen Gemeinde Eferding Fritz Gattermaier hatte monatelang dieses anspruchsvolle und umfangreiche Fest vorbereitet. Er betonte wie wichtig es ist, zusammenzuskommen, miteinander Glauben zu teilen. Gerade als evangelische Minderheit sei es wichtig, sich zu zeigen.

Viele Pfarrer:innen, Mitwirkende aus den Gemeinden, ein Kirchenchor und Posaunenchor sorgten für die musikalische Gestaltung.
Ein besonderer Höhepunkt war die Gedenkfeier „Oberösterreich 1626 – Meine, deine, unsere Geschichte“ am Denkmal im Emmeringer Holz. Unterschiedliche Menschen erzählten von ihren persönlichen, familiären und beruflichen Verbindungen zum Bauernkrieg von 1626, zum Geheimprotestantismus seit der Gegenreformation in Österreich und davon, warum diese Geschichte bis heute Bedeutung hat.
Kinderprogramm, Jugendgottesdienst, gutes Essen, Kabarett, Konzert und unzählige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer machten diesen Tag zu einem Fest der Begegnung und des Zusammenhalts.



Evangelische Kirche in Österreich Tips Eferding/ Grieskirchen Evangelische Kirche A.B. Oberösterreich

Ukraine: Am 23. Mai wurde die ehemalige lutherische Peter-und-Paul-Kirche im Dorf Tersjanka (Oblast Saporischschja) durc...
28/05/2026

Ukraine: Am 23. Mai wurde die ehemalige lutherische Peter-und-Paul-Kirche im Dorf Tersjanka (Oblast Saporischschja) durch eine russische Fliegerbombe weitgehend zerstört. Mit dem Gebäude verschwindet ein Stück Geschichte der deutschen Siedlungen im Süden der Ukraine, die über zwei Jahrhunderte lang das architektonische und kulturelle Gesicht der Region geprägt hatten.
Das heutige Tersjanka wurde einst von deutschen Siedlern gegründet und trug den Namen Friedenfeld. Die Kirche wurde am 5. Juni 1911 feierlich eingeweiht. Sie bot Platz für rund 1.200 Menschen und war die einzige Kirche für 18 umliegende Dörfer. Erbaut aus hellrotem Backstein auf einem Granitfundament, galt sie dank moderner Stahlbetonkonstruktionen als technologisches Meisterwerk ihrer Zeit.
1934 verhaftete und erschoss die Sowjetmacht den letzten Pastor. Das Kirchgebäude wurde danach als Kino zweckentfremdet.
Pawlo Schwarz, der Bischof der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine (DELKU), erinnert sich mit bitteren Worten an seinen Besuch in Tersjanka wenige Jahre vor dem Krieg:
„Im fernen Jahr 2020 beschloss ich nach dem Sonntagsgottesdienst in der evangelisch-lutherischen Gemeinde der Stadt Berdjansk gemeinsam mit meiner Familie auf einem anderen Weg nach Charkiw zurückzufahren, um die historische lutherische Kirche im Dorf Tersjanka zu sehen. Dies war eine der wenigen lutherischen Kirchen in der ehemaligen mennonitischen Region. Ein majestätisches Kirchengebäude, das an alte Zeiten erinnerte, als es noch vor der Ankunft der Sowjetmacht Zehntausende Lutheraner in der Ukraine gab. Die Sowjetmacht vernichtete die Gemeinden und Kirchen physisch – und heute führen ihre Nachkommen die Zerstörung von Städten, Dörfern und Kirchen im Namen der ‚Russischen Welt‘ fort. Dieses Mal mit einer Fliegerbombe ...“


Fotos: Larysa Jewsejewa; Pawlo Schwarz

Begegnung, Austausch und gemeinsame Verantwortung: In der Zentrale des GAW  trafen Vertreter der Vereinigten Evangelisch...
27/05/2026

Begegnung, Austausch und gemeinsame Verantwortung: In der Zentrale des GAW trafen Vertreter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zu theologischen Gesprächen über Diasporaverantwortung, Mission und Ökumene zusammen.

„Wir sind schon immer Diaspora. Wir leben das“, betonten die Adventisten im gemeinsamen Austausch. Das betonen immer wieder die GAW- Partnerkirchen.Beim Abendessen informierte der Generalsekretär des GAW Pfarrer Enno Haaks über Geschichte, Arbeitsweise und Unterstützungsprogramme des GAW. "Wir brauchen solche Hilfsstruktturen wie das GAW. Es kann schnell und mit wenigen Mitteln viel bewirken, " betonte eine Teilnehmerin.

Ein wertvoller Abend.



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