Schamanische Augenblicke

Im Einklang mit der Natur?„Im Einklang mit der Natur leben“. Dieser Satz begegnet uns häufig. Er klingt schön, friedlich...
07/09/2026

Im Einklang mit der Natur?
„Im Einklang mit der Natur leben“. Dieser Satz begegnet uns häufig. Er klingt schön, friedlich und beinahe selbstverständlich richtig. Doch vielleicht lohnt es sich gerade deshalb, ihn einmal genauer zu betrachten. Denn was meinen wir eigentlich, wenn wir von Einklang sprechen?
In der Musik bezeichnet Einklang zunächst etwas ziemlich Konkretes. Zwei oder mehrere Stimmen erzeugen denselben Ton. Ein Chor kann im Einklang singen, ein Orchester versucht, sich aufeinander abzustimmen. Auch außerhalb der Musik verwenden wir ähnliche Bilder. Beim Synchronschwimmen sollen Bewegungen möglichst gleichzeitig erfolgen, in einer Choreografie folgen mehrere Menschen demselben Rhythmus um ein stimmiges Bild zu erzeugen.
Auch gesellschaftlich kann der Wunsch nach „Einklang“ problematisch werden, wenn aus Gemeinsamkeit Gleichförmigkeit wird. Gruppen können einen starken Anpassungsdruck erzeugen. Menschen übernehmen Sprache, Haltungen und Verhaltensweisen, weil Zugehörigkeit Sicherheit gibt und Abweichung soziale Kosten haben kann. In autoritären und totalitären Systemen wird dieser Mechanismus gezielt verstärkt. Der historische Begriff des „Gleichschritts“ zeigt das besonders drastisch. Nicht Verschiedenheit soll miteinander leben, sondern Verschiedenheit soll verschwinden.
Einklang bedeutet hier also zunächst, dass Unterschiede auf etwas Gemeinsames hin ausgerichtet werden. Ein Versuch verschiedener Individuen etwas auf die gleiche Art und Weise zu tun. Und das klingt schon ziemlich nach Anpassung und Unfreiheit.
Und genau an diesem Punkt wird die Redewendung interessant.
Ein Wald singt keineswegs mit einer Stimme. Dort konkurrieren Pflanzen um Licht und Raum. Pilze verbinden sich mit Bäumen, während andere Organismen sie zersetzen. Eine Wespe legt ihre Eier in einen anderen Organismus. Ein Sturm reißt Bäume um und schafft dadurch Lichtungen, auf denen neues Leben entsteht. Wachstum und Zerfall, Kooperation und Konkurrenz finden nebeneinander statt.
Gerade in der Natur ist Verschiedenheit Teil der Ordnung. Die Natur ist ein Geflecht unzähliger Beziehungen. Vielleicht liegt deshalb schon in unserer Vorstellung vom Einklang mit der Natur ein kleiner Denkfehler. Wir stellen uns Natur wie eine wohlgeordnete Melodie vor, in die der Mensch nur wieder hineinpassen müsste. Doch diese Vorstellung sagt möglicherweise mehr über unsere Sehnsucht nach Ordnung aus als über die Natur selbst.
Denn mit welcher Natur sollten wir eigentlich im Einklang sein? Mit dem Wald oder mit dem Borkenkäfer? Mit dem alten Baum oder mit den jungen Pflanzen, die erst wachsen können, wenn dieser Baum fällt? Vielleicht ist deshalb Beziehung ein treffenderes Wort als Einklang (Wo wir wieder beim Animismus wären). In Beziehung zu leben bedeutet nämlich nicht, dass alle dasselbe tun müssen. Eine gute Beziehung setzt gerade voraus, dass Verschiedenheit bestehen bleiben darf. Zwei Wesen müssen nicht identisch sein, um aufeinander Rücksicht zu nehmen.
Der Mensch muss also kein Baum werden, um einem Wald respektvoll zu begegnen.
Vielleicht besteht unsere Aufgabe weniger darin, uns der Natur anzupassen, als zu begreifen, dass wir ohnehin Teil ihrer Beziehungen sind.
Denn eigentlich ist schon die Formulierung „wir und die Natur“ merkwürdig. Wir bestehen aus denselben Stoffen, sind abhängig von Wasser, Boden, Pflanzen, Pilzen, Mikroorganismen und anderen Lebewesen. Jeder Atemzug erinnert uns daran, dass unsere Grenzen durchlässiger sind, als wir gerne glauben. Es geht wohl vielmehr darum zur Natur zurückzukehren.
Ein Wald ist kein Chor, in dem alle dieselbe Stimme singen. Er ist eher ein vielstimmiges Geflecht.
Vielleicht ist Natur deshalb weniger Harmonie als ein bewegliches Gefüge aus Beziehungen, indem Zusammenarbeit und Konflikt gleichzeitig vorkommen.
Im Einklang mit der Natur bedeutet für mich also nicht, dass alle denselben Ton singen müssen. Sondern das eine Harmonie entsteht, gerade weil so viele verschieden Stimmen gleichzeitig existieren können.

Basisseminar Schamanismus am Holy Ground, am Wochenende. Was für ein Magischer Ort.
03/08/2026

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AnimismusDer Begriff Animismus ist in seiner ursprünglichen Form wohl den meisten bekannt. Er wird mit der Vorstellung b...
30/07/2026

Animismus
Der Begriff Animismus ist in seiner ursprünglichen Form wohl den meisten bekannt. Er wird mit der Vorstellung beschrieben, dass alles was ist, eine unsterbliche Seele in sich trägt. Jeder Baum, jeder Stein, jeder Fluss, jedes Tier. Doch vielleicht greift selbst das noch zu kurz. Animismus bedeutet nicht bloß, dass alles was ist, eine unsterbliche Seele in sich trägt. Für mich bedeutet er vor allem, die Welt nicht als Ansammlung lebloser Gegenstände zu betrachten, sondern als Geflecht von Beziehungen.
Der Baum ist dann nicht nur Holz. Der Fluss ist nicht nur Wasserreserve. Das Tier ist nicht nur Nahrung, Ware oder Ausstellungsstück. Orte sind nicht einfach leere Flächen, die darauf warten, bebaut oder verkauft zu werden. Die Welt besteht in dieser Vorstellung dann eben nicht nur aus Dingen, über die wir verfügen dürfen, sondern aus Wesen und Kräften, zu denen wir uns verhalten müssen.
Animistische Vorstellungen sind sehr viel älter als die heutigen Weltreligionen. Dennoch ist Animismus keine Religion im üblichen Sinne. Er braucht weder ein festes Glaubensbekenntnis noch eine zentrale Institution und keine heilige Schrift. Er ist vielmehr eine Weise, die Welt wahrzunehmen und in ihr zu leben.
Heute verhalten wir uns auf der Erde, als würden wir uns in einem gewaltigen Warenlager befinden. Wir sehen Wälder, Böden, Tiere und Gewässer vor allem danach an, welchen Nutzen sie für uns haben. Selbst dort, wo wir Tieren noch eine Seele oder wenigstens Empfindungsfähigkeit zugestehen, behandeln wir sie in Mastanlagen, Versuchslaboren und manchen Zoos wie austauschbare Objekte. Offenbar genügt es nicht, anzuerkennen, dass etwas lebt!
Sowohl bestimmte religiöse Vorstellungen als auch ein rein materialistisches Weltbild stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Der eine erklärt ihn zur Krone der Schöpfung, der andere zum intelligentesten Besitzer eines ansonsten stummen Planeten. Beide Vorstellungen führen dazu, dass der Mensch denkt über der Natur zu stehen und nach Belieben über sie verfügen darf.
Wir sind nicht die Besitzer der Erde. Wir sind vor allem äußerst abhängig von ihr.
Kein Wald benötigt unsere Anerkennung, um ein Wald zu sein. Kein Fluss wartet darauf, von uns einen wirtschaftlichen Zweck zugewiesen zu bekommen. Die Erde braucht den Menschen nicht. Der Mensch hingegen braucht fruchtbare Böden, sauberes Wasser, Insekten, Pflanzen, Pilze, Tiere und ein Klima, das sein Leben überhaupt ermöglicht.
Animismus widerspricht deshalb nicht nur einer bestimmten religiösen Lehre. Er widerspricht vor allem der kapitalistischen Vorstellung, dass alles einen Preis haben müsse. Wer einem Fluss Eigenwert zugesteht, kann ihn nicht mehr ausschließlich als Ressource betrachten. Wer einen Wald als lebendig ansieht, muss sich fragen, ob sein finanzieller Nutzen wirklich über seinem Recht zu existieren steht.
So wird unsere ökologische Krise auch zu einer Beziehungskrise. Wir zerstören, weil wir verlernt haben, uns als Teil einer lebendigen Welt zu begreifen. Wo keine Beziehung empfunden wird, fällt Ausbeutung leicht. Was nur als Objekt erscheint, kann gefällt, vergiftet, eingesperrt, verkauft oder beseitigt werden, ohne dass wir uns selbst darin erkennen, geschweige denn mitfühlen.

In vielen animistisch geprägten Gesellschaften war das Nehmen, kein wirtschaftlicher Vorgang, sondern eine Handlung innerhalb einer lebendigen Gemeinschaft. Man bat um Erlaubnis, zeigte Dankbarkeit, achtete Grenzen und übernahm vor allem Verantwortung für sein Handeln.
Im Schamanismus fanden Menschen Wege, diese Beziehung zur beseelten Welt bewusst zu gestalten. Durch Rituale, Trance, Gesang, Trommeln und Zeremonien traten sie mit Tieren, Ahnen, Landschaften und Ortsgeistern in Verbindung. In Island wird das teilweise heute noch praktiziert, bevor man sich irgendwo ansiedeln möchte werden vorher die Ortsgeister befragt. Auch in vorchristlichen europäischen Kulturen galten Wälder, Quellen, Berge und Haine nicht als beliebig verfügbare Räume. Sie wurden als bewohnt und heilig erfahren.
Mit der Christianisierung Europas wurden viele dieser Traditionen verdrängt oder gewaltsam bekämpft. Später vollendeten unter anderem Industrialisierung und Kapitalismus eine Entwicklung, in der die lebendige Erde zunehmend zum Besitz erklärt wurde. Wer weiterhin mit Landschaften, Tieren oder Geistern in Beziehung stand, galt als heidnisch oder rückständig. Die Welt musste erst entzaubert werden um sie guten Gewissens auszubeuten.
Wir schlagen Wälder, leiten Flüsse um, versiegeln Böden, züchten Tiere für maximale Leistung und nennen es Entwicklung. Wir haben wissenschaftliche Dokumente, wirtschaftliche Gutachten und genügend Studien. Trotzdem verhalten wir uns oft, als wüssten wir nicht im Ansatz, wovon unser Leben abhängt.
Sich wieder dem Animismus zuzuwenden bedeutet dabei nicht, in eine romantisierte Vergangenheit zurückzukehren oder moderne Wissenschaft abzulehnen. Ganz im Gegenteil. Wissenschaft kann uns zeigen, wie Bäume miteinander kommunizieren, wie Böden leben, wie Tiere fühlen und wie abhängig Ökosysteme voneinander sind. Animismus fügt diesem Wissen jedoch eine entscheidende Frage hinzu: Wie wollen wir uns gegenüber all dem verhalten?

Nur scheinbar reicht es nicht aus die Welt zu vermessen. Denn auch wenn wir den Wald vollständig vermessen haben, können wir ihn danach abholzen. Wir wissen sehr viel über das Nervensystem eines Tieres und sperren sie trotzdem in Käfige.
Schamanismus kann ein Weg sein, sich an diese verlorene Wahrnehmung zu erinnern. Nicht als Flucht und nicht als spirituellen Konsum, sondern als konkrete Praxis der Verbundenheit. Es geht nicht nur darum, sich ein paar schöne Rituale anzueignen und danach unverändert weiterzuleben. Es geht auch darum, die eigene Stellung in der Welt neu zu begreifen.
Es genügt nicht, Animismus interessant zu finden. Er muss gelebt werden! In der Art wie wir konsumieren und anderen Lebensformen begegnen. Menschen müssen nicht direkt an Geister glauben. Aber vielleicht lernen wir erst einmal, die Welt nicht länger so zu behandeln, als wäre sie tot.

Geister des Waldes
10/07/2026

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Gesichter der Geister.
30/05/2026

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Die Hexe als SchamaninIch möchte euch hier etwas über die Verbindung des Schamanismus und dem Hexenkult aufzeigen. Es gi...
28/05/2026

Die Hexe als Schamanin

Ich möchte euch hier etwas über die Verbindung des Schamanismus und dem Hexenkult aufzeigen. Es gibt dabei eine Elementare Verbindung zum Schamanismus und diese wollen wir uns einmal näher anschauen. Aber woher kommt der Begriff Hexe eigentlich? Der Begriff der Hexe wurde im Jahr 400 n. Chr. Von Augustinus im Rahmen einer Theologischen Arbeit erschaffen. Und von Thomas von Aquin im Jahr 1266 noch mal explizit hervorgehoben, in seinen Schriften über die Gefahr von Zauberei und Hexerei. Im Jahr 1419 wurde der Begriff Hexe erstmals für eine spezifische Personengruppe genutzt, die nach Ansicht der Kirche, so gefährlich war, dass Sie eine akute Bedrohung für Staat und Kirche darstellte. Was sich in der beginnenden Hexenverfolgung manifestierte. Ein anderer Beweggrund war aber auch die Domestizierung einer Gruppe von starker und selbstbewussten Frauen, die den Kirchlichen Rollen Bild einer Frau zuwiderlief. Die Frau hatte sich den Mann unterzuordnen-wie in dem Bibelspruch mach Dir die Erde zum Untertan geschrieben wurde. Mit Erde ist am Ende einfach nur die Frau gemeint. Interessant ist dabei auch das in dem Zeitraum der Hexenverfolgung eine kleine Eiszeit in Europa vorherrschte. Der Frühling begann später, der Winter kam eher, viele Niederschläge, niedrigere Temperaturen. Die Folge waren Missernten und Hungersnöte, der Ausbruch der Pest. Dieser Umstand wurde gerne ausgenutzt, man fand einen Schuldigen für diese Situation und entledigte sich einer Gruppe, um die eigenen Macht Strukturen zu Zementieren. Wie es später die Nationalsozialisten bei den Juden im dritten Reich praktiziert haben. Der Begriff Hexe ist also nur eine Klassifizierung der Kirche für Frauen die mit Magie und den Geistern des Waldes Vertraut und verbunden waren. Den Göttinen der alten Zeit in Zeremonien gehuldigt haben, der Ursprünglichen Spirituellen Kultur Europas. Im Alt- Nordischen gab es den Begriff Hexe nicht, die sogenannte Hexe war eine Hagazussa – Hagatusjo – Haga bedeutete Hecke oder Umzäunung und tusjo – Geist, Elfe, Dämon, Sitzerin oder Reiterin. Eine auf der Hecke sitzende Zauberkundige Frau. Wobei die Hecke Symbolisch für die Grenze zwischen der alltäglichen und Nichtalltäglichen Wirklichkeit steht. Im Schamanismus spricht man von einem Zaunreiter, ein Wandler zwischen den Welten. Der Ritt auf dem Besen ist eher Symbolisch gemeint und steht für den Seelenflug die Schamanische Reise in die Nichtalltäglich Wirklichkeit. Man sagt der Schamane reitet auf dem Rücken seines Krafttiers in die Anders Welt. Der Stab/ Besen auf dem die Hexe reitet, steht auch in Verbindung mit dem Weltenbaum. Auf dem die Sibirischen Schamanen in Ihrer Schamanischen Reise in die anderen Welten kletterten. Um von dort Informationen aus der Nichtalltäglichen Wirklichkeit zu bekommen. In der Moderne arbeiten die Hexen mit Weissagungen, Astrologie und Karten um etwas über die Zukunft vorauszusagen. Dazu gibt es eine Interessante Verbindung in der Nordischen Mythologie. Die Wikingerhexe Völva, die eine große Seherin und Prophetin war. Es wird berichtet das Sie in einem speziellen Ritual ihre Prophezeiungen erhielt. Es wurde ein heiliger Kreis gebildet in dem Mädchen für Sie sangen und die Völva verfiel in Trance und erhielt Ihre Visionen. Dies ist die Beschreibung eines klassischen schamanischen Rituals, in der sich der Schamane in Trance begibt um in der Anderswelt nach Antworten zu suchen.
Die Göttinen der Alten Zeit wie Freya – Frau Holle – Göttin der Fruchtbarkeit und des Winters, Skadi – Göttin der Jagd und des Winters – Eir die Heilende Hand waren Magische Wesen die über die Natur und die Jahreszeit herrschten. Die Verehrung dieser Göttinen in Ritualen und Zeremonien ist ein Jahrhunderte Alter Kult.
Der Begriff Kult bezeichnet im Ursprung einen Ritus eine Verehrung einer Gottheit durch eine Gemeinschaft. Im Christlichen Kontext war es ein Hexenkult der die verehrten kurzerhand zu Teufeln und Dämonen erklärte. Da die Frauen oder sogenannten Hexen im Normalfall aber Kräuterkundige waren, ging Ihre Verehrung eher auf die Naturgeister und Göttinen der alten Zeit zurück. Um über diese Verbindung Unterstützung und Wissen über die Heilkraft der Pflanzen oder Weissagungen zu erhalten. Woher auch sonst sollten Sie auch Ihr Umfangreiches Wissen über die Heilkraft und Wirkungsweise der Pflanzen erhalten haben? Die Verehrung der Naturgeister, die Arbeit mit Ihnen war für Sie also Elementar. In alten Zeiten war der ganze Europäische Kontinent von Wald bedeckt, von Norwegen bis an die Atlantikküste Frankreichs war alles ein riesiger Wald. Dies war nicht die Welt der Menschen, sondern der Elfen, Zwerge, Feen und Trolle. Und mit diesen bestand eine natürliche Verbindung, Sie waren Nachbarn Freunde und manchmal aber auch Feinde. Die Verehrung der Naturgeister war in der Nordischen Kultur fest verankert. Die Verbindung zur Magie und den Geistern war damals Alltag. Versucht man das Wirken eines Schamanen zu definieren, ist es jemand der sich mittels eines veränderten Bewusstseinszustandes mit der Geisterwelt in Verbindung setzt. Die Kommunikation der Hexe funktioniert am Ende ähnlich. Sie spricht mit den Geistern der Pflanzen und des Waldes, um zu erfahren welche Kräuter es braucht um Heiltrank herzustellen, oder einen Zauber zu bewirken oder eben eine Vision über die Zukunft zu bekommen.
Zusammenfassend lässt sich sagen das die Wurzeln des Hexenkultes in Uralten Kulten liegen, in der Verehrung und Verbindung zu Göttinen und Naturgeistern. Zauberkundige Frauen die das Wissen über Rituale, Weissagungen und Pflanzenmedizin von den Geistern erhalten haben. Ihre Werkzeuge all dies zu bewirken entspringen uralten Schamanischen Techniken, wie Sie seit tausenden in allen Teilen der Welt praktiziert wurden.

Büffel Nation
29/04/2026

Büffel Nation

Gedanken zum OsterfestWenn wir in eine Zeit zurückgehen, in der Menschen nomadisch lebten, den Herden folgten und viel u...
03/04/2026

Gedanken zum Osterfest
Wenn wir in eine Zeit zurückgehen, in der Menschen nomadisch lebten, den Herden folgten und viel unmittelbarer an Jahreszeiten, Himmel und Boden gebunden waren, dann war der Frühling rund um Ostern kein dekoratives Naturerlebnis. Er war ein Einschnitt.
Nach dem Winter begann wieder die Zeit der Bewegung, der Nahrung, des Lichts, der Wege. Man las die Natur aus dem ersten Grün, dem Verhalten der Tiere, dem Wasser, dem Wind und dem Morgenhimmel.
Auch die Wortherkunft ist spannend. Das deutsche Ostern und das englische Easter sind sprachgeschichtliche Sonderfälle, weil viele andere Sprachen auf Passah/Pascha zurückgehen. Beda Venerabilis erwähnt im 8. Jahrhundert den Monatsnamen Eosturmonath und führt ihn auf eine Göttin Eostre zurück. Oft wird außerdem ein Zusammenhang mit dem germanischen Wortfeld austr / Osten / Morgenröte gesehen, also mit der Himmelsrichtung des Sonnenaufgangs und dem ersten Licht.
Für frühere Gemeinschaften war der Osten der Ort der Orientierung, des Tagesbeginns und der Rückkehr des Lichts. Ein Frühlingsritual könnte schlicht gewesen sein. Bei Tagesanbruch, mit Blick nach Osten, vielleicht an einer Birke als Zeichen des frühen Aufbruchs der Natur. Man hätte Wasser ausgeschüttet, Rauch aufsteigen lassen, eine Opfergabe niedergelegt und den Boden berührt. Wahrscheinlich gab es keine Trennung zwischen Alltag und Ritual.
Später wurde genau diese Zeit im christlichen Kalender mit einer neuen Bedeutung aufgeladen. Auferstehung statt Wiederkehr der Vegetation, Christus statt Frühlingsgottheit, Ostern als Sieg des Lebens über den Tod. Und gerade deshalb konnte sich das Fest so tief verankern, weil die Symbolik bereits verständlich war. Licht nach Dunkelheit, Leben nach dem Winter, Aufbruch nach der Starre. Diese Bilder funktionierten schon lange vor dem Christentum und wurden dann theologisch neu gedeutet.
Vielleicht liegt genau darin die Kraft dieses Festes. In ihm überlagern sich alte Naturbeobachtung, jahreszeitliche Symbolik und christliche Auferstehungsvorstellung. Der Frühling bleibt derselbe — nur die Sprache, in der man ihn deutet, hat sich verändert.

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