Fr. Simon Hacker OP

Fr. Simon Hacker OP Theologe, Kaplan, Hardrock-Fan
lebt und arbeitet in Leipzig

FastenzeitIch bin nicht sonderlich gut im "Fasten". Der Verzicht fällt mir schwer, weil ich schlichtweg gern genieße. Ic...
12/03/2026

Fastenzeit

Ich bin nicht sonderlich gut im "Fasten". Der Verzicht fällt mir schwer, weil ich schlichtweg gern genieße. Ich will das Fasten auch nicht kleinreden, es hat durchaus seinen Sinn und Wert. Aber in meiner Predigt und so, wie ich Gottesdienst feiere, ist mir anderes wichtiger geworden in den letzten Jahren.

Als Seelsorger ist man viel mit den schweren Seiten des Lebens konfrontiert: Krankheit, Trauer, Schuld, Streit, Ungerechtigkeit, bis hin zu Gewalt und Tod.

Als Prediger thematisiere ich diese Schattenseiten menschlichen Daseins - und setze sie in den Kontext des Ostergeheimnisses, das uns Christinnen und Christen trägt: dass jede Träne getrocknet und jede Wunde geheilt werden wird, dass Ungerechtigkeit gesühnt und Versöhnung ermöglicht wird, dass Trauer zu Freude wird und der Tod nicht mehr ist - weil Gott selbst den Tod überwunden hat und verspricht, dass Leid, Ungerechtigkeit und Tod nicht für immer sein werden.

Auch das ist Fastenzeit, das weiß ich. Sich mit dem eigenen Leben auseinandersetzen, sich der eigenen Gebrochenheit stellen und der der ganzen Welt - und sich immer mehr hineinglauben in das Osterfest, das Fest der Erlösung.

Euch eine gesegnete Vorbereitung auf Ostern!



Dank dir, Matthias, für die Fotos! .le

Meine Arbeit umfasst viele schöne Aufgaben - Paare zu trauen gehört zu den schönsten. Hier ist Glück greifbar, hier ist ...
31/08/2025

Meine Arbeit umfasst viele schöne Aufgaben - Paare zu trauen gehört zu den schönsten. Hier ist Glück greifbar, hier ist Leben pur, Freudentränen inklusive...

Am Anfang habe ich mich noch recht schwer getan, eine ordentliche Ansprache für Hochzeiten zu formulieren. Was soll ich als zolibatär lebender Mensch schon sagen zu Ehe und Partnerschaft?

Letztlich gibt's aber Dinge, die selbst ich verstehe und/oder fest glaube: dass der Segen Gottes entgegenkommt, wo Menschen es nur ehrlich versuchen oder dass sich die Liebe Gottes auch in der Liebe von Paaren spiegeln kann...

Euch beiden Gottes Segen für euren Weg!

Vergangenen Montag war ich mal wieder in Dresden beim MDR, um für die kommende Woche die Worte zum Tag einzusprechen. Es...
18/07/2025

Vergangenen Montag war ich mal wieder in Dresden beim MDR, um für die kommende Woche die Worte zum Tag einzusprechen. Es wird um Zynismus und Dankbarkeit gehen, ich berichte über ein paar wundervolle Momente auf meiner Romreise, erzähle vom Großelterntag und noch einiges mehr... Und diesmal fordere ich die Leute sogar zu einer Challenge heraus. ;)

Zu hören sind die Beiträge auf MDR Kultur vom 20. bis 26. Juli und auch anschließend noch auf der Internetseite vom "Wort zum Tag" beim MDR: https://www.mdr.de/religion/religion/audiogalerie-wzt100_zc-bb922eaf_zs-3acb58f0.html

Danke an das tolle Team vor Ort und die Betreuung im Hintergrund! Es ist großartig, mit diesen Beiträgen so viele Menschen zu erreichen, die nie in einer Kirche gehen würden und doch sehr interessiert sind an vielen Themen rund um Glauben, Hoffnung und Spiritualität.

Nach der Aufnahme habe ich es auch endlich geschafft, mir die ehemalige Garnisonskirche anzuschauen, die heutige Pfarrei Franz Xaver. Wundervoll!

Wenn meine Mutter schonmal 60 wird, geht's mit der Familie auf Wallfahrt nach Rom in die Ewige Stadt. Es ist das Heilige...
16/05/2025

Wenn meine Mutter schonmal 60 wird, geht's mit der Familie auf Wallfahrt nach Rom in die Ewige Stadt. Es ist das Heilige Jahr, also locken neben Gelato und den üblichen Touristenattraktionen auch allerhand lustige Pilgergebete, gleich 4 geöffnete Heilige Pforten - und ein neuer Papst, der kommenden Sonntag in einem großen Gottesdienst seine Amtseinführung feiert.

Statt euch aufzulisten, was wir alles gesehen (und gegessen) haben, welche Pilgerkirchen wir erlaufen und wo wir überall gebetet haben, nur ein paar Eindrücke einer bisher sehr gesegneten Woche mit der Familie.

Gott ist jedem Menschen nah, der Gottes Nähe sucht. Gleichzeitig ist es alte Tradition, Menschen und ihre Anliegen mit auf Wallfahrt zu nehmen und für sie zu beten. Bis Sonntagmittag bin ich noch hier - und neben den 52 Namen derer, die ich gerade auf ihrem Weg zur Firmung begleite, habe ich noch ein bisschen Kapazität. Schreibt mir eine DM und ich nehme euch und euer Anliegen hier in Rom mit ins Gebet.

"Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung." - Mag schon sein, aber was bedeutet das? In fünf theolog...
05/04/2025

"Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung." - Mag schon sein, aber was bedeutet das?

In fünf theologischen Meditationen wird es am kommenden Freitag um das Kreuz Jesu Christi gehen. Die Texte stammen von mir, dazu gibt's Musik von Gabriele Lamotte und Stephan Rommelspacher. Wer das Nachdenken nicht scheut und Freude an Theologie hat, ist herzlich willkommen:

Freitag, 11. April, 19 Uhr in der Propstei Leipzig

Schau's dir einfach an!Dieser Einladung sind in den letzten Tagen eine handvoll junger Männer gefolgt. Zu Gast im Wiener...
06/10/2024

Schau's dir einfach an!

Dieser Einladung sind in den letzten Tagen eine handvoll junger Männer gefolgt. Zu Gast im Wiener Kloster haben sie sich mit der Frage beschäftigt, was wir christlich als Berufung verstehen können, haben eine Einführung in die Prinzipien des Ordenslebens bekommen und einiges über uns Dominikaner erfahren - mit viel Zeit für persönliches und gemeinschaftliches Gebet und ausführliche Gespräche.

Seit einem halben Jahr bin ich gemeinsam mit P. Justinus Grebowicz OP sogenannter "Berufungspromotor". Das heißt, wir sind für Ordensinteressenten zuständig und dafür, den Orden zugänglich zu machen für junge Menschen, die auf der Suche nach ihrer eigenen Berufung sind. Dabei "werben" wir nicht für unsere Gemeinschaft - das ist nicht nötig und wäre unangemessen. Vielmehr geht es uns darum, junge Menschen auf ihrer eigenen Suche zu begleiten - und wir zeigen uns, so wie wir sind. Wer dann konkretes Interesse an uns Predigerbrüdern bekommt, den unterstützen wir, mehr über uns zu lernen und Erfahrungen mit uns zu sammeln.

Es gibt mir Hoffnung, dass junge Menschen sich selbst auf die Suche nach ihrer Berufung machen. Und es macht mich froh und bestärkt mich in meiner eigenen Berufung, wenn unser Orden ihr Interesse weckt. :)

Übrigens bin ich gerade dabei, eine Weiterbildung im "Berufungscoaching WaVe" (für "Wachstum und Veränderung") zu machen. Da geht's genau darum, Menschen in Veränderungsphasen auf der Suche nach ihrem Weg professionell zu begleiten und ihnen zu helfen, rauszufinden, was sie wirklich, wirklich wollen. Interesse? Dann googlet's doch mal. Und ja: Ich biete kostenlose Coachings in dieser Methode an. Dazu aber bei Gelegenheit mehr...



[Das erste Bild zeigt übrigens meinen Mitbruder Max Gentgen vor der Abteikirche St. Michael (Siegburg) und wurde von P. Adam Rokosz OP gemacht - dem genialsten Fotografen, den ich kenne.]

19/09/2024
Du bist auf der Suche nach deinem Weg - und spielst mit dem Gedanken, ob nicht ein Orden eine Option sein könnte? Im Okt...
01/08/2024

Du bist auf der Suche nach deinem Weg - und spielst mit dem Gedanken, ob nicht ein Orden eine Option sein könnte? Im Oktober gibt's wieder die Chance, unsere Gemeinschaft kennenzulernen. Für weitere Infos und bei Interesse melde dich gern unter: [email protected]

Wave-Gotik-TreffenJedes Jahr zu Pfingsten kommen Tausende Goths nach Leipzig, um bei diesem weltweit einmaligen Szenetre...
26/05/2024

Wave-Gotik-Treffen

Jedes Jahr zu Pfingsten kommen Tausende Goths nach Leipzig, um bei diesem weltweit einmaligen Szenetreffen ihrer Faszination fürs Dunkle und Morbide nachzugehen. Dieses Jahr war auch ich dabei, gemeinsam mit katholischen und evangelischen Kollegen.

In unsere schwarzen Amts- und Ordenstrachten gekleidet und mit "Free Blessings"-Schildern behangen sind wir einen Tag durch die Leipziger Innenstadt und über den Südfriedhof gezogen, offen für Gespräche und immer mit dem Angebot, den Segen Gottes zu spenden. Daraus entstanden viele freundliche Begegnungen, viele gute Gespräche und so einige selig-beglückte Gesichter.

Ich bin dankbar für den Tag, denn es ist uns im Kleinen gelungen, die "Kirche" mal wieder etwas näher zu den Menschen zu bringen - ohne uns anzubiedern, ohne uns zu verstellen, als Glaubende und Suchende auf Augenhöhe mit jedem Menschen, der uns begegnet.

Natürlich war das alles andere als eine völlig neue Idee. Jene, die laut skandieren, "die Kirche" (gemeint sind zumeist die Hauptamtlichen, selten sie selbst) müsse endlich mal raus zu den Menschen gehen, wissen allzu oft gar nicht, wo und wie segensreich sie es selbstverständlich jeden Tag tut.

Und dennoch: Aktionen wie diese bringen uns zurück ins Gespräch - und bringen Segen für viele Einzelne.

Foto 1: Uwe Winkler

Erste LiebeIn einem Gespräch sagte mir eine alte Dame vor ein paar Tagen, sie wolle wieder zurück zum Ursprung ihres Gla...
10/03/2024

Erste Liebe

In einem Gespräch sagte mir eine alte Dame vor ein paar Tagen, sie wolle wieder zurück zum Ursprung ihres Glaubens; zu jener ersten Liebe, die sie als junge Frau verspürt hat, als ihr Weg mit Gott so richtig begann.

Freitagabend ist dieses Bild entstanden - da, wo ich ganz persönlich wieder zu meiner ersten Liebe zurückgeführt wurde. Mit mehr als 100 Jugendlichen war ich bei der Jugendvesper, zu der die Benediktiner vom Kloster Wechselburg seit vielen Jahren einladen. Es war ein wunderschöner Abend mit Gebet und Stille, mit Gesang und einer verdammt guten Predigt, mit Gleichgesinnten, neuen Gesichtern und jeder Menge zu lernen in spannenden Workshops. Und da war sie wieder: Jene tiefe Faszination, jene Sehnsucht wie vor 20 Jahren, als sich in meiner eigenen Jugend mein Weg mit Gott das erste Mal angedeutet hat...

Mir ist wieder bewusster geworden, wie wichtig es ist, immer wieder mal zurück zu schauen auf den 'Zauber des Anfangs', auf diese erste Liebe, die uns einst so begeistert hat und bis heute trägt.

Kennt ihr das? Diese 'erste Liebe' und die Momente, wo man wieder darauf gestoßen wird?

(PS: Danke fürs Foto an meinen Mitbruder Felix !)

Adresse

Dominikanerkloster Street Albert, Georg-Schumann-Straße 336
Leipzig
04159

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