22/03/2026
In der letzten Woche wurde in unsere Lutherkirche eingebrochen. Zwischen 0:50 Uhr und 1:10 Uhr sind Täter durch ein kleines Fenster in der kleinen Sakristei eingestiegen und haben sich von innen Zugang zur Kirche verschafft.
Als wir davon erfahren und später die Bilder gesehen haben, waren wir ehrlich gesagt einfach nur sprachlos.
Schränke durchwühlt. Dinge heraus gerissen.
Dinge mitgenommen, die auf dem Markt wohl keinen großen, für uns jedoch einen immensen Wert haben.
Eine Holzverkleidung einfach abgerissen – vermutlich in der Hoffnung, dahinter etwas Wertvolles zu finden. Kameras von der Wand gerissen und zerstört. Kabel herausgezogen, abgerissen und dabei sogar Verzierungen beschädigt, die seit vielen Jahren Teil unserer Kirche sind.
Und man steht da und denkt sich einfach nur:
Warum machen Menschen sowas?
Hier gibt es nichts „zu holen“!
Unsere Lutherkirche ist kein Ort für Reichtum – sondern ein Ort für Menschen.
Hier werden Kinder getauft, stehen Menschen am Anfang eines gemeinsamen Lebens und hier nehmen wir Abschied.
Und dann kommt jemand in der Nacht und behandelt diesen Ort, als wäre er nichts wert...
Man steht vor dem Schaden und kann nicht fassen, was hier geschehen ist.
Was viele nicht sehen:
Das, was in kurzer Zeit kaputt gemacht wurde, brauchte lange Zeit für den Aufbau und wird uns auch noch lange beschäftigen.
Monate Arbeit. Und Geld, welches wir eigentlich für ganz andere Dinge brauchen...
Aber bei all dem Ärger und der Fassungslosigkeit bleibt ein Gedanke:
Diese Kirche ist mehr als das, was man kaputt machen kann.
Sie lebt durch die Menschen, die hierher kommen.
Durch die, die sich engagieren.
Durch die, die füreinander da sind.
Und genau deshalb werden wir auch das hier gemeinsam wieder hinbekommen.