18/06/2026
Losung für Donnerstag, den 18. Juni 2026
Als der Pharao sah, dass Regen, Donner und Hagel aufhörten, versündigte er sich weiter und verhärtete sein Herz.
2. Mose 9,34
Manchmal können wir die Zeichen nicht lesen. Wir verstocken unser Herz. Der Pharao sieht Donner, Hagel und Regen und weil es eine Atempause gibt, handelt er nicht. Er wartet auf noch größere Katastrophen, die Gott herbei führt, um sein Volk unter Zeichen und Wundern aus Ägypten und der Sklaverei zu führen. Der Pharao ist unfähig angemessen zu handeln, um schlimmeres zu verhindern. Sein Herz wird hart. Während das Gehirn im biblischen Hebräisch gar nicht vorkommt, vereint das Herz viele Funktionen, so auch den Verstand , gefühl und den Willen, welche unbedingt zusammenwirken müssen, um eine Veränderung herbeizuführen. Der Verstand versteht vieles, aber daraus folgen noch lange keine Handlungen. Wir kennen das auch, wenn uns die Wissenschaftler dringend warnen, dass wir unseren Lebensstil ändern müssen, um unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Erde weiterzugeben. Die Wissenschaft appelliert an unseren Verstand, dass wir schnell weg müssen von fossilen Brennstoffen, um die weitere Erwärmung der Welt zu stoppen, dass wir den Raubbau der Natur beenden, um die Artenvielfalt zu erhalten, die wir selbst zum Leben brauchen, dass wir die Plastikfluten in der Produktion stoppen, um uns, die Tiere und die Pflanzen davor zu schützen. Aber unser Herz ist verhärtet, Verstand, Gefühl und Wille reagieren nicht, sondern schlafwandeln weiter auf den gewohnten Wegen. Ganz wie der Pharao, der die letzten Wetterkatastrophen schnell wieder vergisst und seinen Unrechtsweg weiter geht. Gott hat uns Verstand und Wille geschenkt, ein Herz das auch fühlt und berührbar ist,. Wir sollten es nutzen, um Wege aus der Klimakrise, der Krise der Artenvielfalt und der Plastikvermüllung zu finden. Wegschauen und Kopf in den Sand stecken, wie der Pharao, ist nicht der richtige Weg.
Viele Grüße
Pfarrer
Martin Gaevert