17/08/2026
„Urlaub mit Gott“ – fast 2000-mal (in Worten: "zweitausendmal") gebucht!
Petrus meinte es gut mit uns und so konnte an sechs von sechs Sonntagen in diesem Jahr das Hochamt im Park bei den Barmherzigen Brüdern in Rilchingen-Hanweiler als Open-Air-Messe gefeiert werden. Fast 2000 Menschen sind zu unserer Sommergottesdienstreihe gekommen. Bereits seit 2021 ist die Gottesdienstreihe ein fester Bestandteil der Sommerferien, d.h. schon zum sechsten Mal hieß es: „Urlaub mit Gott“.
Schon nach dem ersten Sonntag war klar: Wir brauchen in noch mehr Bänke. Unter der schönsten Kirchenkuppel der Welt im Park bei den Barmherzigen Brüdern konnten wir während der Sonntagsmesse jeweils eine Stunde im Himmel verbringen.
Um 9:15 Uhr beginnt der Aufbau mit dem Stellen und Herrichten des Altars durch die indischen Schwestern vor Ort. Die Bänke werden aus der Scheune geholt und aufgestellt, die großen Lautsprecherboxen herbeigetragen und die Mikrofone werden mit der Technik verbunden. In kurzer Zeit wächst unter dem Schatten der Bäume vor der großen Herz-Jesu-Figur die herrlichste Kathedrale für unseren Gottesdienst. Dann folgen das Einsingen der Kirchenchöre und das der Musikerinnen und Musiker.
Wir danken Familie Bur aus Heusweiler und Auersmacher, den Kirchenchören aus Auersmacher und Kleinblittersdorf, dem Kirchenchor Rilchingen-Hanweiler, der Band „The Angels“ aus Auersmacher, dem Kirchenchor Bliesransbach und den Kinderchören aus Auersmacher und Rilchingen-Hanweiler für die wunderbare Mitgestaltung der Eucharistiefeier und das große Spektrum des Musikangebots Sonntag für Sonntag. „Gott ist allmächtig und er tut Wunder“, wie recht die Kinderchöre doch haben.
Nach und nach strömen dann im wahrsten Sinn des Wortes von allen Seiten die Mitfeiernden heran und wir freuen uns, dass durch die Barrierefreiheit und die Unterstützung der Barmherzigen Brüder auch viele Menschen mit Rollstuhl oder Rollatoren die Gottesdienste mitfeiern können und das voller Freude auch tun.
In christlicher Gemeinschaft werden – auch wenn es sich wie beim Mallorcaurlaub mit den Liegen am Pool empfehlen würde – die Sitzplätze auf den Bänken nicht schon frühzeitig reserviert, obwohl es durchaus eng wurde.
Es ist eine große Freude, dass nicht nur Gläubige unserer Pfarrei der Einladung folgen, sondern sogar zahlreiche Mitfeiernde aus dem Pastoralen Raum Saarbrücken sowie aus den Pastoralen Räumen Völklingen, Saarlouis, Neunkirchen und Sankt Wendel. Sogar aus den Nachbarbistümern Speyer und Metz (Frankreich) kommen Menschen zu „Urlaub mit Gott“.
Um 10 Uhr beginnt die Messe bei Sonnenschein im Schatten der Bäume und bei den für die Uhrzeit angenehmen Temperaturen spüren wir durch ein leises Säuseln die Anwesenheit des Heiligen Geistes und sind dann wirklich eine Stunde im Himmel. Wir stimmen ein in den Gesang und den Lobpreis der himmlischen Scharen und feiern das Geheimnis von Tod und Auferstehung Jesu.
Die große Gottesdienstgemeinde lässt uns schnell spüren, wie es sich anfühlt, in kleinen Gruppen bei der Speisung der 5000 um Jesus zu sitzen, und eine durch den Wind flatternde Altardecke – fast wie ein Segel – lässt die Gemeinde den Sturm auf dem See zumindest erahnen.
Nach dem Gottesdienst trainieren die Mitfeiernden ihre Oberarme, sodass die Bänke blitzschnell wieder in der Scheune gestapelt sind und der Abbau quasi keine Mühe macht. Gemeinsam sind wir stark.
Wir danken den Barmherzigen Brüdern für die wunderbare Kooperation, den Diakonen Klopries und Theobald, der Mitarbeiterin in der Seelsorge Anja Horch, den Angestellten und dem ehrenamtlichen Helferkreis, die die Menschen zum Gottesdienst begleiten, den vielen Kräften, die den Auf- und Abbau durchführen, dem Obst- und Gartenbauverein Rilchingen-Hanweiler e.V. für die Sitzbänke, den indischen Schwestern, die uns den Altar schmücken, unseren Küsterinnen, die alles immer zur Hand haben, dem Lektoren- und Kommunionhelferkreis aus unseren Orten und unserem Pastoralteam Gemeindereferentin Marion Diederich und Pastor Matthias Scheer.
Ein besonderer Dank an all jene, die sich aus nah und fern zum Gottesdienst aufmachen. Die Gemeinschaft im Herrn zu erleben und gemeinsam zu feiern ist das schönste Geschenk.
• „Warum nicht jeden Sonntag?“
• „Wir sollten noch in die Verlängerung gehen.“
• „Ich komme extra aus Riegelsberg hierher.“
• „Gell, Sie kennen uns nicht? Wir sind aus Burbach.“
• „Scheen aach die Raschbacher mol nommo ze siehn.“
• „Mir gehn jo sonscht nidd in die Kärsch, awwa doher komme ma werklisch gere, do kann ma escht was mithole.“
Jetzt landen wir wieder im Alltag. Kaum zu glauben, dass „Urlaub mit Gott“ schon wieder vorbei ist. Wir dürfen voller Dankbarkeit auf sechs feierliche Gottesdienste zurückblicken mit jeweils 250 bis 300 oder sogar mehr Mitfeiernden – 300 Liedblätter beim „Check-in“ waren jedenfalls zu knapp bemessen
Aber auch der schönste „Urlaub mit Gott“ geht einmal zu Ende. Das Erlebte, die Schönheit der Gottesdienste, die Begegnung mit Gott in seinem Wort und der Eucharistie, die Stunde im Himmel in großer Gemeinde und die Freude am Glauben bleiben.
Wir freuen uns 2027 auf den siebten „Urlaub mit Gott“.
(Foto: privat)