14/05/2026
„Der Pfarrer empfiehlt“: Diesmal sehr vornehm!
Wenn man alte Darstellungen von himmlischer Musik betrachtet fällt auf: Es sind fast immer Geigen, die beteiligt sind. Und natürlich hängt der Himmel „voller Geigen“, wenn wir richtig verliebt sind. Und Streichinstrumente, vor allem natürlich das Cello ( ;-) ) haben eine besonders enge Verwandtschaft im Klang zur menschlichen Stimme. Für Komponist*innen galt und gilt: Werke für Streichquartette bildeten immer die „Hohe Schule“ der Kompositionskunst. „Reine Musik“ ohne irgendwelche effekthascherischen Klänge durch die Beifügung von alternativen Instrumenten war und ist gefragt. Schon allein deshalb ist Musik von Streichquartetten ganz besondere Musik. Dazu gesellt sich aber noch ein anderer Effekt: Da Streichinstrumente (im Gegensatz zu anderen Saiteninstrumenten wie Gitarre, Gambe) keine „Bünde“ haben, können, wenn die Instrumentalist*innen das beherrschen (sehr sehr schwer, man übt das stundenlang über Jahre sein ganzes Leben lang..) die Töne absolut sauber und rein gespielt (intoniert) werden, sauberer, als wir das auch etwa vom Klavier gewohnt sind. Und weil das so ist, gönnen wir uns am 26. Mai ein Konzert mit Streichquartett:
26. Mai, 19:00 Uhr in der Christuskirche, Albert-Schweitzer-Straße 30
Es wird Haydn (natürlich, er hat’s „erfunden“), Mendelssohn (wundervolle Melodien) und Ligeti geben (herausfordernd, wird aber erklärt ) geboten.
Und zwar durch das „Rubus Quartett“, ein junges hervorragendes Quartett, das im Jahr 2024 gegründet wurde und seinen Sitz in Frankfurt hat. Die Musikerinnen (Carolin Grün, Violine; Hannah Kim, Violine; Franziska Hügel, Viola und Julika Hasler, Violoncello) sind Stipendiatinnen der Akademie des hr-Sinfonieorchesters und konzertierten zum Beispiel im Hessischen Landtag. Falls Sie noch nie Gelegenheit hatten, dem himmlischen Klang eines guten Streichquartetts zu lauschen: Nehmen Sie diese Gelegenheit unbedingt wahr, wenn es in Kelsterbach wieder einmal heißt: Der Pfarrer empfiehlt!