30/09/2020
Gott ist treu!
Es hat an Bedeutung verloren in unserer Gesellschaft, das Erntedankfest. Nur wenige Menschen haben noch unmittelbar Zugang zu Saat und Ernte, zu Acker und Stall und zu der Mühe und Arbeit, die damit verbunden ist. Im „Schweiße des Angesichts“ das eigene Brot zu essen ist nicht nur Fluch, sondern da liegt auch viel Segen darin.
Dass aus dem Garten- und Ackerboden Jahr für Jahr Pflanzen und Früchte hervorgehen, die Menschen und Tieren zur Nahrung und zur Freude dienen, ist ein Wunder der Schöpfung. In vielfältiger Weise begegnen wir dabei den lebendigen Spuren des Schöpfers. Wir erkennen die Treue Gottes, mit der er für seine Schöpfung und für uns Menschen sorgt. Das ist allemal ein „Danke“ wert. Es empfiehlt sich, Psalm 104 zu lesen!
„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“, versprach Gott Noah nach der Sintflut. Dann schloss Gott einen Bund mit Noah und besiegelte seine Zusage mit dem Regenbogen als Zeichen seiner Treue. Jeder Regenbogen löst Freude in uns aus, weil er immer ein besonderer Gruß von Gott an uns ist, der uns erinnert: „Ich bin für euch da. Ich sorge jeden Tag für euch. Ihr könnt euch auf mich verlassen“. Gott ist treu!
Vielfältig sind die Zusagen Gottes in seinem Wort, der Bibel. Wir dürfen sie für uns hören, uns darauf verlassen und Gott beim Wort nehmen. „Glauben“, nennen wir das. Glaube vertraut der Treue Gottes. Gottes Treue gilt selbst dann noch, wenn wir Gott den Rücken kehren. „Sind wir untreu, so bleibt ER doch treu; ER kann sich selbst nicht verleugnen“, schreibt der Apostel Paulus. Deshalb können wir jederzeit zu Gott umkehren. Danken kann dazu ein Weg sein. Im Danken anerkennen wir , dass wir von Gottes Güte und Treue leben. „Wer Dank opfert, der preist mich; und da ist der Weg, dass ich ihm zeige mein Heil“, ermutigt uns Gottes Wort.
Die Treue Gottes wird ganz besonders in Jesus sichtbar. Durch Jahrhunderte hindurch hat Gott das Kommen des „Messias“, des Retters und Erlösers, angekündigt. Dann löste er sein Versprechen ein: „Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn...“ Jesus machte den Weg zu Gott für uns frei. Er „trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen... er ist um unserer Sünde willen gestorben, die Strafe liegt auf ihm, damit wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt“ (Jesaja 53). Auch das ist allen Dankes wert. Wir dürfen dankbar anerkennen, dass Gott uns durch Jesus Vergebung, Befreiung, Heilung und neues Leben schenkt. In Jesus löst Gott alle seine Heilszusagen ein. Seine Treue reicht bis in die Ewigkeit. Wir dürfen ihm ganz vertrauen.
Lied:
Gott ist getreu. Sein Herz, Sein Vaterherz
verlässt die Seinen nie. Gott ist getreu. Im Wohlsein und im Schmerz erfreut und trägt Er sie. Mich decket Seiner Allmacht Flügel,
stürzt ein, ihr Berge, fallt, ihr Hügel!
Gott ist getreu.
Gott ist getreu. Er tut, was Er verheißt:
Er sendet mir Sein Licht. Wenn dieses mir den Weg zum Leben weist, so irr und gleit ich nicht. Gott ist kein Mensch, Er kann nicht lügen,
Sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen.
Gott ist getreu.
Gott ist getreu. Er hat uns selbst befreit
von unsrer Sündennot durch Seinen Sohn,
durch dessen Heiligkeit und blut'gen Opfertod.
Damit wir möchten nicht verderben,
ließ Er den Eingebornen sterben,
Gott ist getreu.
Gott ist getreu. Vergiss, o Seel, es nicht,
wie zärtlich treu Er ist! Gott treu zu sein
sei deine liebst Pflicht, weil du so wert Ihm bist.
Halt fest an Gott, sei treu im Glauben
lass nichts den starken Trost dir rauben:
Gott ist getreu.
Gebet: Danke, himmlischer Vater, für das tägliche Brot und die Erlösung durch Jesus! Ich vertraue dir! Amen