19/05/2026
Mit seinem Leitwort „zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt“ greift Renovabis in der Pfingstaktion 2026 die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung und Zerrissenheit in Europa auf – in den Partnerländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas
ebenso wie in Deutschland und anderen westeuropäischen Staaten.
Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig: soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten, unsichere Arbeitsverhältnisse, steigende Lebenshaltungskosten und ungleiche Bildungschancen, nicht zuletzt auch die Erfahrung von Krieg, Flucht und
Migration. Diese Herausforderungen schüren Ängste und treiben politische Polarisierungen voran. Historisch bedingte Spannungen und Konflikte spielen gerade im Osten Europas eine große Rolle – auch zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen.
Unterschiedliche politische, religiöse und weltanschauliche Einstellungen wirken sich negativ auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt aus – besonders, wenn sie sicunvereinbar verfestigen. Populistische und nationalistische Bewegungen gewinnen an Einfluss, das Vertrauen in demokratische Institutionen schwindet. Viele Menschen fühlen sich überfordert.
In den Partnerländern von Renovabis setzen sich kirchliche Akteure für Dialog, Teilhabe und Versöhnung ein: in der Ukraine, die unter dem russischen Angriffskrieg und seinen Folgen leidet, oder in Serbien, wo gerade junge Menschen ihre Zukunft in einem zunehmend autoritären Staat bedroht sehen. Auch in
Deutschland sind Kirchengemeinden und sozial-karitative Dienste gefordert, Räume zu schaffen, in denen Menschen einander begegnen, gehört werden und Hoffnung schöpfen können.
Die Renovabis-Pfingstaktion ermutigt dazu, den Einsatz für Zusammenhalt als wichtigen Teil kirchlicher Verantwortung zu verstehen.