Synagoge - Chabad Karlsruhe

"Die Kraft des gesprochenen Dankes: Was wir von den Erstlingsfrüchten für unsere Familie lernen" Wann haben Sie das letz...
27/08/2026

"Die Kraft des gesprochenen Dankes: Was wir von den Erstlingsfrüchten für unsere Familie lernen"

Wann haben Sie das letzte Mal mitten an einem geschäftigen Tag innegehalten, nur um Ihrem Partner oder Ihrem Kind ein ehrliches „Danke“ für eine Kleinigkeit zu sagen?

Die meisten von uns gewöhnen sich blitzschnell an das Gute. Wenn zu Hause alles klappt (das Essen steht auf dem Tisch, die Kinder sind pünktlich fertig oder der Partner hat sich um etwas gekümmert), nehmen wir das als selbstverständlich hin.

Aber sobald nur eine Kleinigkeit schiefgeht, wenn das Zimmer unordentlich ist oder ein falsches Wort fällt, bemerken wir es sofort und reagieren darauf.

Als jemand, der viele Familien und Paare in unserer Gemeinde begleitet, sehe ich diese Dynamik immer wieder: Eltern sind überzeugt, dass die Kinder „ohnehin wissen“, wie sehr sie geliebt und geschätzt werden, und Ehepartner glauben, der andere verstehe das von selbst.

Währenddessen baut sich Frust auf, und die Distanz im eigenen Zuhause wird immer größer.

Im dieswöchigen Tora-Abschnitt „Ki Tawo“ begegnen wir dem Gebot der Erstlingsfrüchte (Bikkurim): Der Landwirt, der das ganze Jahr über hart gearbeitet hat, pflückt die ersten Früchte und erhält den Auftrag, mit ihnen bis nach Jerusalem zu reisen.

Denken Sie einmal darüber nach: Damals war die Reise nach Jerusalem ein langer, anstrengender und mühsamer Weg.

Warum verlangt die Tora vom Landwirt, für ein einziges Körbchen mit ein paar Früchten so weit zu reisen?

Einer der schönsten Gedanken dazu ist: Auf dem langen Weg nach Jerusalem sieht ihn jeder mit seinem geschmückten Korb wandern.

Menschen halten ihn an, fragen nach seinem Befinden, und so erhält er immer wieder die Gelegenheit, jedem, den er trifft, von dem Guten und dem Segen zu erzählen, den er empfangen hat.

Und wenn er schließlich im Tempel ankommt und vor dem Priester steht, verlangt die Tora von ihm nicht nur, den Korb abzustellen und zu schweigen, sondern eine ausführliche Dankesrede laut vorzutragen: „Du sollst anheben und vor dem Ewigen, deinem G'tt, sprechen...“ (5. Mose 26, 5).

Die Tora verlangt diese Reise und die laut gesprochenen Worte nicht deshalb, weil G'tt unseren Dank bräuchte, sondern weil wir selbst es brauchen.

Wie das Buch "Sefer HaChinuch" erklärt, sind es gerade das laute Aussprechen und das Erinnern an die guten Taten der Vergangenheit, die in uns Bescheidenheit wecken und unsere Seele darauf vorbereiten, „für den Empfang des Segens bereit zu sein“.

Unsere Familienmitglieder können keine Gedanken lesen. Ein Kind, das von seinen Eltern ein klares Wort der Anerkennung für eine kleine Anstrengung hört, spürt, dass es geliebt und gewollt ist; ein Partner, der ein Danke hört, fühlt sich gesehen.

Genau wie gegenüber G'tt öffnet das gesprochene „Danke“ auch zu Hause das Herz des anderen und schafft erst den Raum für neue Nähe, Geduld und Segen in der Familie.

Gerade jetzt im Monat Elul ist diese Lehre von unschätzbarem Wert.

Kurz vor Rosch Haschana stehen wir alle kurz davor, G'tt, aber auch unsere Familie, um Erneuerung, Geduld und ein gutes neues Jahr zu bitten.

Doch das Gebot der Erstlingsfrüchte am Ende des Jahres erinnert uns an ein tiefes Prinzip: Man kann nicht bereit sein, einen neuen Segen für die Zukunft zu empfangen, bevor man nicht innegehalten und sich ausdrücklich für das bedankt hat, was man im vergangenen Jahr erhalten hat.

Das gilt gegenüber G'tt, und das gilt erst recht zu Hause.

Lassen Sie Ihren Dank nicht im Herzen verschlossen, sondern bringen Sie ihn als Erstlingsfrucht direkt in Ihr Zuhause.

Und wo wir gerade davon sprechen, Worte der Wertschätzung rechtzeitig auszusprechen,

dazu passt diese kleine Geschichte aus der Welt des jüdischen Humors:

Ein älteres Ehepaar sitzt auf dem Balkon.
Die Frau blickt ihren Mann sehnsüchtig an und sagt:
„Schmuel, du sagst mir seit Jahren nicht mehr, dass du mich liebst...“

Schmuel schaut sie erstaunt an und antwortet:
„Rachel, ich habe dir vor 40 Jahren unter der Chuppa gesagt, dass ich dich liebe. Wenn sich etwas ändert, gebe ich dir Bescheid!“

Schabbat Schalom!
Rabbiner Mordechai Mendelson

Chabad Karlsruhe, Synagoge und Bildungszentrum

Schabbat-Zeiten für Karlsruhe:
Kerzenanzünden: 19:59
Schabbat-Ausgang: 21:05

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*„Du sollst nicht Ochse und Esel zusammen zum Pflügen nehmen“: Was uns die Tora über echte Toleranz in Beziehungen lehrt...
20/08/2026

*„Du sollst nicht Ochse und Esel zusammen zum Pflügen nehmen“: Was uns die Tora über echte Toleranz in Beziehungen lehrt*

Wer von uns hat sich nicht schon einmal dabei ertappt, dass er den Partner, einen Arbeitskollegen oder das eigene Kind verändern wollte? Wir haben unser eigenes Tempo, unsere Arbeitsweise und unsere Art, Gefühle auszudrücken.

Und wenn der andere nicht genau im selben Rhythmus mitzieht, steigen Unverständnis und Frustration in uns auf.

In meinen täglichen Beratungsgesprächen in unserer Gemeinde begegne ich diesem Phänomen ständig.

Oft sitzen mir zwei wunderbare Menschen gegenüber, die sich ehrlich lieben, aber verzweifelt versuchen, den anderen in das eigene Schema zu pressen.

Sie messen den Partner an den eigenen Maßstäben und wundern sich, warum es ständig reibt.

Im Tora-Abschnitt "Ki Tetze" begegnet uns diese Woche ein Gebot, das auf den ersten Blick wie ein einfaches Tierschutzgesetz wirkt:

„Du sollst nicht Ochse und Esel zusammen zum Pflügen nehmen“ (5. Buch Mose 22,10).

Unsere Kommentatoren, wie Ibn Esra und weitere Gelehrte, erklären den tiefen Sinn dahinter: Der Ochse ist ein starkes Tier, das wiederkäut, während der Esel schwächer ist und einen völlig anderen Rhythmus hat.

Spannt man beide zusammen vor denselben Pflug, leidet der Esel unter der Übermacht des Ochsen, und der Ochse wird durch die Trägheit des Esels frustriert.

Das Gebot schützt beide Tiere vor einem ungleichen Druck.

Unsere Weisen lehren uns, dass in dieser Anweisung eine fundamentale Weisheit für unser menschliches Miteinander steckt.

Jeder Mensch hat seine eigene Natur, sein eigenes Tempo und seine individuellen Stärken.

Wenn wir versuchen, jemanden dazu zu zwingen, genau wie wir zu denken, zu fühlen oder zu handeln, tun wir beiden Seiten Unrecht.

Wir überfordern den anderen und machen uns selbst unzufrieden.
Echte Toleranz und Liebe bedeuten nicht, den Partner nach dem eigenen Ebenbild formen zu wollen.

Sie bedeuten zu erkennen, dass der andere anders tickt, und diesen Unterschied zu respektieren.

Gerade jetzt im Monat Elul bekommt dieser Gedanke eine ganz besondere Bedeutung.

In diesen Wochen vor Rosh Haschana hoffen wir alle darauf, dass G'tt uns nicht nach einem starren, unbarmherzigen Standard beurteilt, sondern unsere persönlichen Voraussetzungen, unsere Schwächen und unsere individuellen Mühen berücksichtigt.

Wenn wir von G'tt erwarten, dass Er uns in unserer Einzigartigkeit sieht und uns mit Nachsicht begegnet, müssen wir bereit sein, auch unseren Mitmenschen diesen Freiraum zuzugestehen.

Hören wir auf, die Menschen um uns herum in unser eigenes Joch zu spannen, und lernen wir, ihre ganz eigene Art zu wertschätzen.

​Und wo wir gerade davon sprechen, wie unterschiedlich zwei Menschen in einer Ehe sein können, dazu passt diese kleine Geschichte aus der Welt des jüdischen Humors:

Ein Mann kommt zum Rabbiner und klagt verzweifelt: „Herr Rabbiner, meine Frau und ich sind völlig unterschiedlich! Ich liebe Ruhe, sie liebt stundenlange Gespräche.
Ich spare gerne, sie geht gerne einkaufen.

Gibt es für uns überhaupt eine Hoffnung?“
Der Rabbiner lächelt und fragt: „Sagen Sie mal, sind Sie sich denn wenigstens in einem einzigen Punkt einig?“

Der Mann antwortet sofort: „Na klar! Wir sind uns zu 100 % einig, dass ich an allem schuld bin!“

Schabbat Schalom!

Rabbiner Mordechai Mendelson
Chabad Karlsruhe, Synagoge und Bildungszentrum

Schabbat-Zeiten für Karlsruhe:
Kerzenanzünden: 20:13
Schabbat-Ausgang: 21:20

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"Nach Gerechtigkeit, nur nach Gerechtigkeit sollst du streben“: Was uns die Tora über Konflikte lehrt" Wer von uns kennt...
14/08/2026

"Nach Gerechtigkeit, nur nach Gerechtigkeit sollst du streben“: Was uns die Tora über Konflikte lehrt"

Wer von uns kennt nicht dieses brennende Gefühl mitten in einem Streit? Man ist sich zu 100 % sicher, im Recht zu sein, und gleichzeitig steigt diese enorme Frustration auf, weil die andere Seite einen einfach nicht verstehen will.

​In meinen täglichen Begegnungen als Rabbiner, ob in den persönlichen Gesprächen in unserer Gemeinde oder wenn Ehepaare mitten im Sturm zu mir kommen, begegnet mir genau diese seelische Sackgasse immer wieder.

Es ist eine tief menschliche Falle, in die wir fast alle tappen. Mir gegenüber sitzen erschöpfte Menschen, die sich an ihrer Position festklammern.

Das Gefühl, ungerecht behandelt worden zu sein, wird zur Zentnerlast, die das Zusammenleben zu Hause lähmt.

​Im Tora-Abschnitt Schoftim begegnet uns diese Woche ein Gebot, das auf den ersten Blick seltsam doppelt formuliert ist: ​„Nach Gerechtigkeit, nur nach Gerechtigkeit sollst du streben“ (5. Buch Mose 16:20).

​Warum verwendet die Tora das Wort „Gerechtigkeit“ zweimal direkt hintereinander? Schließlich ist die Sprache der Heiligen Schrift extrem präzise und spart mit jedem einzelnen Wort.

​In der Seelsorge und in Beratungsgesprächen bekommt diese sprachliche Doppelung eine erschütternd klare Bedeutung.

Die Tora erinnert uns daran, dass in jedem schmerzhaften Konflikt zwei völlig unterschiedliche Dimensionen von Gerechtigkeit in unserer eigenen Brust miteinander ringen:
​Auf der einen Seite steht der lautstarke Ruf nach Gerechtigkeit, wenn uns Unrecht angetan wird.

Wenn wir gekränkt, übergangen oder falsch beschuldigt werden. Dieser Wunsch ist völlig natürlich; er entspringt direkt unserem Schmerz und dem tiefen Schutzreflex unserer Seele.

​Doch da ist noch eine andere, ungleich schwerer aufzubringende Ebene von Gerechtigkeit: jene, die wir auf uns selbst anwenden müssen, mitten im Emotionssturm.

​Die menschliche Natur spielt uns nämlich einen gefährlichen Streich: Uns selbst beurteilen wir fast immer nach unseren guten Absichten, unseren Sorgen und den schwierigen Umständen („Ich war einfach müde“, „Ich war völlig überfordert“).

Den anderen Menschen dagegen beurteilen wir meistens völlig gnadenlos, ausschließlich nach den harten Ergebnissen und seinen Fehlern auf dem Papier.

Wenn wir starr nur auf dem eigenen Recht beharren, gewinnen wir vielleicht das Wortgefecht, aber wir verbrennen die menschliche Beziehung.

​Der wahren Gerechtigkeit nachzustreben bedeutet daher, für einen einzigen Moment mitten im Streit innezuhalten und sich selbst eine radikal ehrliche Frage zu stellen:

Suche ich in diesem Augenblick wirklich nach Heilung, Versöhnung und neuer Nähe, oder will ich einfach nur um jeden Preis Recht behalten und siegen?

​Die Bereitschaft, einen kleinen Spalt in der eigenen Festung der Gewissheit zu öffnen und anzuerkennen, dass auch auf der anderen Seite ein Mensch mit Ängsten, Überforderung und Verletzungen steht, ist keine Schwäche.

Sie ist der einzige echte Schlüssel zu dauerhaftem Seelenfrieden und zur Heilung unserer menschlichen Beziehungen.

Gerade jetzt, wo wir an der Schwelle zum Monat Elul und den bevorstehenden Hohen Feiertagen stehen, bekommt dieser Gedanke eine ganz besondere Tiefe:
Wir alle hoffen in dieser Zeit darauf, dass Gott uns am Tag des Gerichts mit Barmherzigkeit und Nachsicht begegnet.

Doch unsere Weisen lehren uns einen klaren Grundsatz: Wenn wir von Gott erwarten, dass Er uns mit demselben Verständnis und derselben Nachsicht begegnet, die wir uns selbst entgegenbringen, müssen wir bereit sein, auch unseren Mitmenschen dieses Verständnis zu schenken. Im Himmel wird der Mensch genau so behandelt, wie er selbst seine Mitmenschen beurteilt.

Wer anderen mit Milde begegnet und das Gute im Nächsten sucht, öffnet auch für sich selbst die Tore der göttlichen Barmherzigkeit.

​Und wo wir gerade davon sprechen, wie leicht wir uns selbst für fehlerfrei halten, während wir beim anderen jeden Makel sehen, dazu passt diese kleine Geschichte aus der jüdischen Tradition:

​Ein Mann beschwert sich bitterlich beim Rabbiner über seine Frau: „Herr Rabbiner, sie ist ungeduldig, wird schnell laut und macht ständig Fehler!“

Der Rabbiner hört aufmerksam zu und fragt sanft: „Und wie verhältst du dich in solchen Momenten?“

Der Mann antwortet stolz: „Ich? Ich bleibe immer ruhig, habe nur die besten Absichten und mache alles richtig!“

Der Rabbiner lächelt milde und sagt: „Ah, ich verstehe. Du bist also ein vollkommener Engel, und deine Frau ist ein ganz normaler Mensch.

Das ist natürlich schwer, denn wie soll ein gewöhnlicher Mensch auch mit einem fehlerfreien Engel zusammenleben? Mein Rat an dich: Werde erst einmal selbst mehr Mensch...“

Schabbat Schalom!

Rabbiner Mordechai Mendelson
Chabad Karlsruhe, Synagoge und Bildungszentrum

Schabbat-Zeiten für Karlsruhe:
Kerzenanzünden: 20:26
Schabbat-Ausgang: 21:35

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Den Link zum Video und das PDF zum Text findet ihr unten in den Kommentaren.Hat euch das PDF geholfen? Soll ich das ab j...
10/08/2026

Den Link zum Video und das PDF zum Text findet ihr unten in den Kommentaren.
Hat euch das PDF geholfen? Soll ich das ab jetzt für jeden Unterricht so machen? Schreibt mir gerne!

Liebe Freunde von Chabad Baden,unser schöner Jahreskalender wird in drei Wochen bei uns ankommen.Bitte schreibt mir ein ...
10/08/2026

Liebe Freunde von Chabad Baden,
unser schöner Jahreskalender wird in drei Wochen bei uns ankommen.

Bitte schreibt mir ein „JA“ in die Kommentare, wenn Ihr einen Kalender haben möchtet, und tragt Eure Adresse bitte hier im Formular ein:
https://forms.gle/6ikkSHA8aN5p6APV8
Bitte auch alle, die im letzten Jahr bereits einen Kalender bekommen haben.

Ich bin sicher, dass unser Kalender auch eine gute Gelegenheit ist, Eure Verbundenheit mit unserer Gemeinde zu zeigen und unser Chabad-Haus mit einer Spende zu stärken, damit wir auch in Zukunft unsere heilige Arbeit fortführen können.

Spende: Chabad Karlsruhe
Volksbank pur
IBAN: DE66661900000010381703
BIC: GENODE61KA1
Kreditkarte: https://buy.stripe.com/14A4gA8127Fd2TG2xf1ZS0l
PayPal: https://www.paypal.com/paypalme/chabadbaden

Danke Euch allen von ganzem Herzen.
Mit freundlichen Grüßen
Rabbiner Mordechai Mendelson
Chabad Karlsruhe

Der gefährlichste Irrtum: Wenn falsche Bescheidenheit eine Welt zerstört​Heute Abend beginnt Tischa beAv, der Tag, an de...
22/07/2026

Der gefährlichste Irrtum: Wenn falsche Bescheidenheit eine Welt zerstört

​Heute Abend beginnt Tischa beAv, der Tag, an dem nach der Tradition vor 1.958 Jahren der Tempel in Jerusalem zerstört wurde.

Aus diesem Anlass musste ich an eine bekannte Geschichte aus dem Talmud denken.
​Beim Nachdenken ist mir ein entscheidender Punkt aufgefallen, der meist übersehen wird:

Im Talmud steht geschrieben, dass die (falsche) Bescheidenheit von Rabbi Sacharja den Untergang brachte. Darin liegt eine gewaltige, hochaktuelle Botschaft für uns alle.

​Für diejenigen unter euch, die die Geschichte nicht kennen, hier ist sie:

​1. Die Verwechslung und die Stille im Raum

​Ein reicher Mann im alten Jerusalem plante ein großes Fest. Er wollte seinen guten Freund Kamtza einladen. Doch sein Diener machte einen folgenschweren Fehler:

Wegen der Namensähnlichkeit überbrachte er die Einladung ausgerechnet dem bittersten Feind des Gastgebers, Bar Kamtza.

​Als Bar Kamtza auf der Feier erschien, kochte die Wut im Gastgeber hoch. Er wollte ihn augenblicklich vor allen Gästen rauswerfen.

Bar Kamtza spürte die Demütigung und flehte ihn an:
„Bitte, beschäme mich nicht vor allen Leuten. Ich bezahle mein Essen selbst, oder sogar die gesamte Feier!“

​Doch das Ego des Gastgebers war starrer als sein Mitgefühl. Er packte Bar Kamtza und warf ihn vor aller Augen hinaus.

Und die Anwesenden? Die geistigen Führer und Gäste der Stadt saßen daneben, sahen das Unrecht, und schwiegen.

​2. Die Falle
​Der tief gedemütigte Bar Kamtza sann auf Rache

Er ging zur römischen Besatzungsmacht und behauptete, die Einwohner Jerusalems würden rebellieren. Um dies zu „beweisen“, überbrachte er dem Tempel im Namen des Kaisers ein Opfertier, dem er heimlich eine winzige Wunde zufügte.

​Für die Römer war das Tier makellos. Nach dem jüdischen Gesetz jedoch durfte ein solches Tier nicht auf den Altar. Die Führung der Stadt stand vor einer Falle: Lehnten sie das Geschenk ab, fasste der Kaiser dies als Beleidigung auf, und Krieg drohte.

​3. Die Lähmung durch Paragraphen

​Einige Gelehrte wollten pragmatisch handeln und eine Ausnahme machen, um das Leben tausender Menschen zu retten.

Doch dann schaltete sich Rabbi Sacharja ein, ein hochangesehener, zutiefst regeltreuer Mann.
​Er stoppte jeden Versuch der Rettung mit einer einzigen Sorge:
„Was werden die Leute sagen? Werden sie nicht denken, wir opfern fehlerhafte Tiere?“

​Aus Angst, einen Fehler zu machen oder die gewohnten Regeln zu beugen, entschied man sich am Ende für das Gefährlichste: für gar nichts.

Das Tier wurde abgelehnt, der Zorn des Kaisers war geweckt, und die römischen Legionen marschierten ein. Jerusalem ging in Flammen auf.

​4. Die Ausrede vom „kleinen Menschen“

​Warum handelten die Menschen so? Weder der Gastgeber noch die Gäste oder Rabbi Sacharja waren böse Menschen.

Das Problem war etwas viel Subtileres: eine toxische Form von Resignation und falscher Bescheidenheit.

​Hätte Sacharja gewusst: „Mit dieser einen Entscheidung rette ich ganz Jerusalem“, hätte er nicht eine Sekunde gezögert. Schließlich geht die Bewahrung des Lebens im jüdischen Denken über fast alle Gebote.

​Aber alle Beteiligten blickten auf das Chaos in der Stadt, auf die Spaltungen und die Unruhen, und sagten sich im Stillen:
​„Die Welt da draußen versinkt ohnehin im Chaos.

Die Lage ist längst verloren. Wer bin ich kleiner Mensch schon, dass meine Entscheidung oder mein Protest jetzt noch etwas ändert? Ich halte mich einfach an meinen Winkel.“

​Jeder redete sich ein, dass seine eigene Handlung unbedeutend sei, weil das „große Ganze“ ja ohnehin nicht mehr zu retten schien.

​5. Es gibt nie tausend Probleme, immer nur eines

​Das ist die geistige Falle, in die wir auch heute so leicht tappen: Wir erstarren vor der schieren Größe der Probleme um uns herum.

Wir schauen auf die riesige, unlösbare Katastrophe und vergessen, dass direkt vor unseren Füßen eine konkrete Aufgabe liegt.

​Die Wahrheit ist: Wir müssen nie die ganze Welt auf einmal retten. Es gibt nie tausend Konflikte gleichzeitig, es gibt immer nur den einen Konflikt, der genau jetzt auf deinem Tisch liegt.

​Der Gastgeber hatte nur einen Konflikt: sein Ego gegenüber Bar Kamtza.

​Die Gäste hatten nur einen Konflikt: den Mut, bei Unrecht den Mund aufzumachen, anstatt sich von dem lähmenden Gedanken anstecken zu lassen: „Wozu mich einmischen? Die Gesellschaft ist ohnehin zerrüttet, der Hass ist überall.

Was bringt es schon, wenn ich mich wegen dieser einen Demütigung aufrege? Es ist doch eh schon alles kaputt.“

​Rabbi Sacharja hatte nur einen Konflikt: die Entscheidung über dieses eine Tier.

​Wenn jeder Mensch Verantwortung für das Stück Land übernimmt, auf dem er gerade steht, brennt am Ende nicht das ganze Haus.

​Was wir daraus lernen
​Beziehungen, Gemeinschaften und große Systeme zerbrechen selten an geplanter Bosheit.

Sie zerbrechen an der Summe jener Momente, in denen Menschen vor ihrer eigenen Verantwortung flüchten, hinter Regeln, hinter Zynismus oder dem bequemen Satz: „Ich bin doch nur ein kleiner Mensch, und es ist sowieso schon alles kaputt.“

​Die Weisen des Talmuds hinterließen uns dazu ein Urteil, das wie ein Weckruf durch die Jahrhunderte hallt:
​„Die (falsche) Bescheidenheit von Rabbi Sacharja hat unser Haus zerstört.“

Rabbiner Mordechai Mendelson
Chabad Karlsruhe, Synagoge und Bildungszentrum

Fastenzeiten für Karlsruhe:
Fastenbeginn: 21:19
Fastenende: 21:57

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10.07.2625 Tamuz 5786*Von Wüstenreisen, der WM und den wahren Prioritäten im Leben*Liebe Freunde! An diesem Schabbat erl...
10/07/2026

10.07.26
25 Tamuz 5786

*Von Wüstenreisen, der WM und den wahren Prioritäten im Leben*

Liebe Freunde!

An diesem Schabbat erleben wir einen ganz besonderen und bewegenden Moment in der Synagoge. Wenn wir die beiden Abschnitte Mattot und Massej lesen, schließen wir gleichzeitig das vierte Buch der Tora, das Buch Bemidbar, ab.

In dem Moment, in dem der Baal Kore die allerletzten Worte vorliest, herrscht immer eine besondere Stille im Raum, bevor wir dann alle gemeinsam aus voller Kehle rufen: „Chasak, Chasak, we-nit’chasek!“, Sei stark, sei stark, und lasst uns einander stärken. Es ist ein reiner Ruf der Ermutigung für den Weg, der noch vor uns liegt.

Wenn wir auf die lange Reise unserer Vorfahren zurückblicken, sehen wir eine beeindruckende Liste: 42 Stationen in der Wüste. Jede einzelne dieser Stationen hatte ihre eigene Bedeutung.
Es gab Orte des Jubels, aber auch Orte voller Krisen, Zweifel und schwerer Prüfungen.

Wenn ich diese langen Wanderungen auf der Landkarte betrachte, muss ich unwillkürlich an das große Finale der Fußball-Weltmeisterschaft denken, das uns in diesen Tagen alle so sehr beschäftigt, auch wenn ich selbst die Spiele nicht wirklich mitverfolge, aber ich sehe und spüre die große Begeisterung um mich herum.

Und genau beim Sport sehen wir dasselbe Prinzip: Der Weg zum großen Ziel ist lang und unglaublich anstrengend. Es gibt Verletzungen, Fehlpässe und bittere Rückschläge.

Und am Ende wird klar, dass man den Pokal nicht als Einzelkämpfer gewinnt, sondern nur, wenn man als echtes, loyales Team zusammensteht.

Diese Idee vom Teamwork ist der Schlüssel für die wichtigsten Bereiche unseres Lebens, und die Tora gibt uns hier zwei wunderbare Impulse mit.

Der erste Impuls betrifft unsere Partnerschaft und die Ehe. Im Abschnitt Mattot lernen wir sehr detailliert, wie heilig das gesprochene Wort und die Versprechen sind.
In einer Beziehung sind Worte nicht einfach nur Luft. Sie sind das Fundament, auf dem wir unser gemeinsames Haus bauen.

Wenn man dem Partner ein Versprechen gibt, muss sich der andere zu hundert Prozent darauf verlassen können, genau wie zwei Spieler auf dem Platz, die sich ohne Worte, nur durch einen Blick, blind verstehen. Und wenn ein Paar mal eine schwierige Phase durchmacht, eine Art trockene „Wüstenzeit“, dann zeigt uns der darauffolgende Abschnitt Massei: Das ist kein Grund aufzugeben.

Es ist nur eine Station von vielen auf einer langen, lebenslangen Reise. Wahre Liebe beweist sich nicht an den glanzvollen Tagen des Sieges, sondern im grauen Alltag, wenn man auch die stürmischen Zeiten gemeinsam durchsteht.

Der zweite Impuls, den uns die Tora diese Woche schenkt, geht noch tiefer und betrifft das Thema Erziehung, das uns allen so sehr am Herzen liegt.

Die Stämme Reuven und Gad kamen zu Mose und baten darum, sich auf der fruchtbaren anderen Seite des Jordans niederzulassen. Sie begründeten ihren Wunsch mit den Worten: „Wir wollen hier Ställe für unser Vieh bauen und Städte für unsere Kinder.“

Mose hörte genau hin und spürte sofort, dass hier etwas nicht stimmte. Er korrigierte sie augenblicklich und drehte die Reihenfolge ihrer Worte um.

Er sagte zu ihnen: „Nein, baut zuerst Städte für eure Kinder, und erst danach die Ställe für euer Vieh.“

Was für ein unglaublich tiefer Gedanke für uns moderne Menschen! Wie oft ertappen wir uns im stressigen Alltag dabei, dass wir genau denselben Fehler machen und unsere Prioritäten falsch setzen?

Wir stecken so viel Energie, Zeit und Nerven in das „Vieh“, in die Karriere, das Geld, das neue Auto und den materiellen Besitz.

Und für die Kinder bleibt am Ende des Tages oft nur die restliche, müde Zeit übrig. Aber unsere Kinder brauchen keine perfekten materiellen Paläste oder die neuesten Statussymbole. Sie brauchen unsere echte Gegenwart, unsere ungeteilte Aufmerksamkeit und die Werte, die wir ihnen vorleben.

Wir Eltern sind die wichtigsten Trainer, die unsere Kinder auf ihrem Lebensweg jemals haben werden. Der Erfolg unserer Kinder misst sich nicht an ihrem Bankkonto, sondern an ihrem Charakter.

Zu diesem Thema passt vielleicht ein kleiner jüdischer Witz, den ich neulich gehört habe und der mir sehr zu denken gegeben hat:

Ein jüdischer Vater sitzt mit seinem kleinen Sohn auf dem Sofa und sie unterhalten sich über die Weltmeisterschaft. Der Junge überlegt eine ganze Weile schweigend. Schließlich schaut er den Vater ganz verwundert an und fragt: „Du, Papa... warum laufen diese 22 erwachsenen Männer eigentlich alle so schrecklich aufgeregt hinter diesem einen einzigen Ball her?“

Der Vater seufzt, schüttelt den Kopf und sagt: „Tja, mein Sohn, das ist eben ein hartes, ernstes Geschäft.“

Der Junge überlegt kurz, bekommt leuchtende Augen und sagt: „Aber Papa, wenn wir ihnen einfach aus unserer Spardose noch 21 weitere Bälle kaufen, würden sie dann endlich aufhören zu streiten?“

Der Vater lächelt gerührt, küsst seinen Sohn stolz auf den Kopf und sagt: „Siehst du, mein Junge? Genau deshalb sind wir das Volk des Buches und nicht das Volk des Fußballs!“

Liebe Freunde, egal, wie sehr Sie unter der Woche beim Fußball mitgefiebert haben: Wenn nun der Schabbat kommt, wünsche ich uns allen, dass wir wertvolle Zeit mit unseren Familien verbringen und die echte, spirituelle Ruhe genießen. Ich wünsche uns allen, dass wir die Kraft und die Lehren aus diesem vierten Buch der Tora mitnehmen und sie in unseren Alltag integrieren. Wenn wir uns gegenseitig stärken, können wir jede Wüste durchqueren.

Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Ihren Lieben einen gesegneten, erholsamen und friedlichen Schabbat.

Schabbat Schalom!
Rabbiner Mordechai Mendelson
Chabad Karlsruhe, Synagoge und Bildungszentrum

Schabbat-Zeiten für Karlsruhe:
Kerzenanzünden: 21:12
Schabbat-Ausgang: 22:32

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18.Tamuz 578603.07.26Mut, Familie und Veränderung: Was uns die Töchter Zelofchads lehrenLiebe Freunde! Ein Ehemann kommt...
06/07/2026

18.Tamuz 5786
03.07.26

Mut, Familie und Veränderung: Was uns die Töchter Zelofchads lehren

Liebe Freunde!

Ein Ehemann kommt völlig aufgelöst zum Rabbiner und klagt: „Herr Rabbiner, die Situation zu Hause ist unerträglich. Jedes Mal, wenn wir eine Meinungsverschiedenheit haben, wird meine Frau sofort hysterisch!“

Der Rabbiner hört ihm ruhig zu und fragt: „Was meinen Sie mit hysterisch? Schreit sie? Weint sie?“,
„Nein, Herr Rabbiner“, antwortet der Mann, „sie wird historisch... Sie erinnert mich sofort an jeden kleinsten Fehler, den ich vor zehn Jahren gemacht habe!“

Manchmal sind es die Frauen, die den Blick für die kleinen Details und die Realität im Alltag haben, während wir Männer diese oft einfach nicht sehen und nur das Große und Ganze betrachten. Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Vorhalten alter Fehler und dem Wunsch, eine Familiengeschichte zu bewahren.

In unserem aktuellen Tora-Abschnitt, Paraschat Pinchas (Numeri 27, 1-11), finden wir eine der mutigsten Geschichten der Tora: Die Geschichte der fünf Töchter Zelofchads.

Diese fünf Schwestern verloren ihren Vater in der Wüste und hatten keine Brüder. Nach dem damaligen Gesetz wurde das Land in Israel nur an Männer vererbt, damit der Besitz fest in den Stämmen blieb.

Die Frauen gingen leer aus. Die Schwestern verstanden die grundlegende Logik des Gesetzes, sahen aber genau jenes kleine Detail, das alle anderen übersehen hatten: In ihrer besonderen Situation entstand eine große Ungerechtigkeit, und der Name ihres Vaters drohte für immer aus der Geschichte gelöscht zu werden.

Sie saßen nicht da, um zu weinen, und sie gaben nicht auf. Mit ungeheurem Mut, aber mit tiefem Respekt, traten sie vor Mosche und die gesamte Führung des Volkes und forderten ihren Anteil am Land.

Mosche fragte Gott um Rat, und die göttliche Antwort von oben war eindeutig: Die Töchter Zelofchads haben recht geredet. Dank ihnen wurde das Gesetz erweitert.

In dieser Geschichte geht es weniger um Grundstücke, sondern viel mehr um unser Leben im Hier und Jetzt, besonders in unseren Familien.

In der Partnerschaft bedeutet das, Probleme klug und ohne Vorwürfe anzusprechen. Die Schwestern kamen nicht mit Wut. Sie brachten ein logisches und gerechtes Argument vor.

Auch in einer Beziehung gibt es Momente, in denen sich etwas ungerecht anfühlt. Anstatt den Frust in sich hineinzufressen, bis es zur Explosion kommt, zeigen uns diese Frauen den richtigen Weg: Setzen wir uns in Ruhe zusammen.

Reden wir auf Augenhöhe, ohne Ego. Wenn wir sprechen, um die Beziehung zu stärken, und nicht, um Recht zu behalten, hört der Partner auch wirklich zu.

Ein klassisches Beispiel aus dem Alltag: Wenn ein Partner das Gefühl hat, die gesamte Last des Haushalts oder der Logistik allein zu tragen, ist der erste Impuls oft ein Vorwurf: „Du tust nie etwas, alles bleibt an mir hängen!“ Das führt sofort zu einer Abwehrreaktion und Streit.

Die Töchter Zelofchads lehren uns eine andere Dynamik. Es geht darum, sich an einem ruhigen Abend zusammenzusetzen und zu sagen: „Schau, wir haben eine wunderbare Familie, aber ich merke, dass mir die Last im Alltag gerade zu viel wird.

Lass uns gemeinsam schauen, wie wir die Aufgaben so aufteilen, dass es für uns beide fair ist.“ Wenn wir das Problem als gemeinsame Aufgabe betrachten, die es zu lösen gilt, und nicht als Kampf, den es zu gewinnen gilt, wird aus einer potenziellen Krise eine Chance für echte Nähe.

Beide Seiten haben oft ihre eigene, berechtigte Wahrheit, und der Schlüssel liegt darin, sie mit Respekt zusammenzuführen.

Auch für die Kindererziehung steckt hier eine tiefe Weisheit drin: Wir müssen unseren Kindern Rückgrat schenken.

Diese fünf Schwestern wurden von ihrem Vater so erzogen, dass sie ein gesundes Selbstvertrauen hatten. Sie waren keine Rebellen, die aus Prinzip gegen Regeln verstießen.
Sie waren starke Frauen, die das System mit Klugheit verbessern wollten.

Genau das wünschen wir uns für unsere Kinder: Wir wollen keine Menschen erziehen, die nur den Kopf senken und zu allem „Amen“ sagen. Wir wollen aber auch keine Rebellen, die sich destruktiv gegen alles auflehnen.

Unser Ziel ist es, ihnen ein stabiles Fundament zu geben, damit sie mutig, aber mit Anstand und Respekt für das Richtige einstehen, wenn sie eine Ungerechtigkeit sehen.

Wenn Sie im Leben etwas sehen, das verändert oder verbessert werden muss, warten Sie nicht auf andere.

Nehmen Sie sich an diesem Schabbat, wenn die Familie zusammenkommt, einen kurzen Moment Zeit. Setzen wir uns mit unseren Lieben oder dem Partner zusammen und besprechen ganz offen: Gibt es bei uns zu Hause etwas, das wir mit Respekt und Mut ansprechen sollten, um es gemeinsam besser zu machen?

Machen Sie den ersten Schritt. Sie werden sehen, dass ehrliche Gespräche Türen öffnen, wo man es am wenigsten erwartet hat.

Schabbat Schalom!
Rabbiner Mordechai Mendelson
Chabad Karlsruhe, Synagoge und Bildungszentrum

Schabbat-Zeiten für Karlsruhe:
Kerzenanzünden: 21:17
Schabbat-Ausgang: 22:41

P.S. Wenn Ihnen dieser Impuls gefallen hat, teilen Sie ihn gerne mit anderen

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