24/05/2026
Vom Pfingstkind mit blutigen Schläfen und melkenden Hexen
24. Mai 2026: PFINGSTSONNTAG (1. Klasse) - Stationskirche: San Pietro in Vaticano - Lesung: Apg 2, 1-11 / Evangelium: Joh 14, 23-31
1. Pfingsten ist im christlichen Kirchenjahr der Schlusspunkt eines zusammengehörenden Zeitraumes, der mit Ostern beginnt und 50 Tage umfasst. Die Kirche feiert die Ausgießung des Heiligen Geistes über die Apostel und Jünger und damit den Geburtstag der ersten Christengemeinde.
In manchen Gegenden Siziliens ist es bis heute üblich, Rosen von der Decke der Kirche herabfallen zu lassen, um das Pfingstwunder zu veranschaulichen. Die Gläubigen nehmen diese Blumen mit nach Hause und benutzen sie getrocknet als Mittel gegen Feuer, Motten und Holzwürmer. In zahlreichen Kirchen Deutschlands schwebte bis in die neueste Zeit der Heilige Geist in Gestalt einer lebenden oder hölzernen Taube an einem Seil vom Chor oder der Kirchendecke hernieder. Wohin der Vogel, wenn er nicht mehr schaukelte oder sich drehte, blickte, von daher, hieß es [im baden-württembergischen] Tannheim, werde man die erste Leiche tragen. In Augsburg kam neben der Figur des Heiligen Geistes auch Zucker- und Backwerk herab.
In Schwyz bringt während der Pfingstwoche der Küster den »Heiliggeist« in Form eines großen Kreuzes in die Häuser. Das Haus wird durchräuchert, damit der Geist darin Wohnung nehme. Zum gleichem Zweck muss man in Oldenburg am Pfingstfest die Haustür lange offenstehen lassen. Die Russen füllen die Kirchen mit Ahornzweigen an; der Geist soll über diese herabfahren. Ähnlich wird in Totzau bei Karlsbad die Wohnung mit Zweigen geschmückt, damit der Heilige Geist ausruhen kann.
Am Pfingstsamstag nachmittags soll man nicht auf das Feld gehen, behaupten die Bauern am Isonzo, denn man verscheucht sonst den Heiligen Geist, der sich über die Felder ergießen will. Im Ybbstal in Niederösterreich steigt man am Pfingstmorgen auf die Berge, um den Heiligen Geist anzurufen. Man nennt das »Heiligen-Geist-Fangen«. Die Stöckerer – so spottet man in Windischgarsten – standen einst am Pfingsttag sehr früh auf, um den Heiligen Geist zu fangen, der vor Sonnenaufgang umflöge.
In älteren Zeiten waren in der ganzen Woche nach Pfingsten die knechtlichen Arbeiten verboten. Es ist wohl noch ein Nachklang davon, wenn an der Nahe und Blies auch noch am Mittwoch nach Pfingsten niemand im Feld arbeiten darf. Pflügt man an diesem Tag oder arbeitet man in einer Wiese, so wird alles voll Maden. Die Russen halten es für Sünde, am 10. Mai oder am Pfingstmontag zu graben oder zu pflügen; dann hat die Erde Namenstag. Im Erzgebirge soll man am ersten Pfingsttag auch nicht mähen, sonst sind alle gegen ein Gewitter angewandten Schutzmittel umsonst.
2. Die 50 Tage von Ostern bis Pfingsten galten der Kirche von alters her als Freudenzeit. Der erste Pfingsttag ist ein besonderer Glückstag, die an ihm Geborenen sind Glückskinder. Wer in der Zeit von Ostern bis Pfingsten stirbt, muss in seinem Leben gut gewesen sein. In dieser Zeit stehen alle Tore zum Himmel offen, das Höllentor aber ist verschlossen. Die Seele fliegt mühelos in den Himmel. Man kann sie aber auch während dieser Zeit um sich haben, wenn man ihr in der Osternacht Wasser auf die Schwelle stellt.
Dagegen gilt in Hofen (Aalen) die Woche vor Pfingsten (Schwarzwoche) als Unglückswoche für Hochzeiten. Bei den Siebenbürger Sachsen darf man sogar zwischen Ostern und Pfingsten nicht heiraten und seine Wohnung nicht wechseln. An der oberen Mühle bei Thale ertrinkt jedes Mal zu Pfingsten ein Kind, wenn nicht ein Huhn, ein Hund oder eine Katze in die Bode geworfen wird. Geister und Spukerscheinungen werden sichtbar. Am Pfingstsonntag geht die wilde Jagd um. Auf der Feste Coburg zeigt sich in der Frühe des Pfingsttages ein dreijähriges Kind mit blutigen Schläfen im weißen Hemd, mit einem Zweig weißer Holunderblüten; wenn ein Mädchen es erblickt, bekommt es dieses Jahr keinen Mann.
In einer Schlossruine bei Laufen lässt sich das »Schlossweible« in der Zeit nach Pfingsten einen ganzen Monat lang nachts von 0–3 Uhr hören. Die Schatzjungfrau kann Pfingsten um die Mitternachtsstunde erlöst werden. Die Schatzblume blüht in den Pfingstnächten, der Schatz zeigt sich, ein Schatzsucher wird im Innern des Berges von Zwergen getötet. Am Pfingstsonntag erhält man den Spiegel, in dem der Ort des vergrabenen Schatzes erblickt werden kann; Schatzhüter kommen hervor, so dass man von ihren Schätzen nehmen kann, was man gesehen hat. Versunkene Städte steigen aus Seen, Glocken läuten im Wasser oder kommen empor. Ein weißer Kahn mit Insassen wird in der Pfingstnacht auf dem Teich in Schöller sichtbar. Im Spessart hört man am Pfingstmontag bis heute das kochende Wasser auf dem Herd eines versunkenen Hauses.
Bei den Balkanvölkern ist der Name des römischen Rosenfestes, Rosalia, zur Bezeichnung des Pfingstfestes verwandt worden und hat sich in den Namen böser Geister umgewandelt. So wohnen in Weißrussland die Rusalky inmitten der Flussgewässer. Am Pfingstmontag kommen sie heraus und verweilen auf dem Land bis zum Peterstag. Sie sind gefährlich, deshalb dürfen die Ruthenen die ganze Pfingstwoche hindurch auf keine Stimme im Wald antworten. Vor allem treiben die Hexen ihr Wesen. Sie versammeln sich auf Kreuzwegen, um dort ihre Tränke zu brauen. Nach dem Glauben der Zigeuner feiern sie in der Pfingstnacht ihr Jahresfest. Deshalb muss man am Abend vor Pfingsten die Schwelle mit Salz bestreuen und mit Knoblauch einreiben, so dass die »Bösen« den »Segen Gottes«, der in dieser Nacht vom Himmel fällt, nicht vom Haus nehmen können.
Man soll am Pfingstheiligenabend nicht abfüttern und nichts ausborgen. Am Pfingstsonntag melken die Hexen die Kühe auf der Weide und verwandeln sich dabei in Säugetiere. An vielen steirischen Orten ist es daher Sitte, dass am Pfingstsonntag vor Aufgang der Sonne die Kühe im Stall von der Bäuerin mit einer frischen Birkenrute auf den Rücken gestrichen werden, um sie das ganze Jahr vor Verhexung zu sichern. Zu dem gleichen Zweck speien die Zigeuner der Bukowina am ersten Pfingsttag auf ihre Haustiere und gießen ihren Urin in die vier Ecken ihrer Wohnungen und Viehställe. In einigen Gegenden Unterkrains fürchtet man am Pfingstsonntag vormittags die Kühe auf die Weide zu treiben, denn es könnten Hexen sie melken kommen und dann gäben sie das ganze Jahr hindurch Blut statt Milch. Durch den Laubschmuck der Kirche hindurch kann man zu P. die anwesenden Hexen sehen.
Schießen und das an vielen Orten geübte Peitschenknallen soll die bösen Mächte vertreiben. Wenn man am Pfingstmorgen eine Handvoll Bohnen über das Hausdach wirft oder auf die Zaunpfähle die Schädel gefallener Pferde und Rinder steckt, können Hexen und Teufel den Hofraum nicht überschreiten. Auch das in der Pfingstnacht geübte mutwillige Verstellen von Sachen ist vielleicht ursprünglich ein Abwehrzauber. Die Nacht auf den Pfingstsonntag heißt im oberen Mühlviertel (Oberösterreich) die »Unruhnacht«, auch »Beosetnacht«. Die jungen Burschen streifen singend und jauchzend in der Pfarrei herum und stellen die »Geiß« aufs Dach hinauf oder den Wagen. Auch im Innviertel heißt die Nacht die »Bosheitsnacht«, weil da allerlei Schabernack geschieht.
3. Eine besondere Pflege der abgeschiedenen Seelen zu Pfingsten kommt namentlich bei verschiedenen Völkern der Balkanhalbinsel und in Russland vor, wo der Name des römischen Festes der Rosalia zur Bezeichnung der Pfingsten geworden ist. In fast allen Ländern der griechischen Kirche wird ein Totenfest mit Weihung von Broten, Friedhofsbesuch, Spielen und Tänzen am Sonnabend vor Pfingsten begangen. Bei den Sorben dagegen ist es am Pfingstnachmittag überall stumm. Die Leute besuchen den Gottesacker; es ist ein Bußtag. In der Frühe des Pfingsttages begehen die Zeltzigeuner Osteuropas ein Totenfest. Jeder geht vor Sonnenaufgang für sich allein zu einem Baum oder Felsen und zerschellt an ihm so viel Eier, als er Verwandte zählt, an deren Tod er sich noch erinnern kann. Diese Eier werden gewöhnlich aus Lerchennestern genommen, denn die Lerche ist der Lieblingsvogel der noch nicht ins Totenreich gelangten Seelen.
Damit man das ganze Jahr hindurch keinen Brotmangel leide, schütteln im Kalotaszeger Bezirk (Ungarn) zwanzig bis dreißig Frauen ihre Mehlsäcke in einen Sack ab, der dann am Pfingstabend von einer Frau auf den Friedhof getragen wird, wo sie den Mehlstaub auf ein beliebiges Frauengrab schüttelt. In Deutschland scheinen nur vereinzelte Spuren einer Gedächtnisfeier für die Toten um Pfingsten vorzukommen.
4. Eine große Menge von Volksbräuchen, die der Frühling überhaupt und insonderheit der Mai ins Leben gerufen hat, hat sich namentlich an das Pfingstfest angeheftet. Die Häuser werden geweißt und gereinigt und mit Pfingstbesen (Ginster) gekehrt. Neue Wäsche anziehen bringt Glück. Neue Kleider stehen am feinsten. Alles wird mit grünen Maien geschmückt. Der Pfingststrauch, der zuerst ausgesteckt wird, ist der beste; er wird aufbewahrt, und seine Blätter sollen schlimme Wunden heilen. Nach neun Tagen soll man die Zweige auf die Tenne werfen, dann fressen die Mäuse nicht das Getreide. Ruten aus Pfingstmaien sind in der Kindererziehung besonders wirksam; Pfingstmaien an den Haustüren und Kammerfenstern halten das Böse ab und bringen Segen. Wenn man sie im Hause aufbewahrt, schlägt der Blitz nicht ein. Wenn man die Garben einzufahren beginnt, legt man als Schobergrundlage die Birkenzweige hin, mit denen die Häuser am Pfingsttage geschmückt worden sind.
In der Krone des Pfingstbaumes schwebte früher eine hölzerne Taube als Sinnbild des Heiligen Geistes. Bei den Sorben muss er am Pfingstabend gestohlen sein, sonst gilt er nicht für voll, und nachts 12 Uhr aufgerichtet sein. Der Gemeindebaum wird nachts bewacht, damit er nicht gestohlen wird. Wenn aber die Pfingstsonne über ihm aufgegangen ist, darf er nicht mehr entwendet werden. Ebenso gefährdet ist die Pfingsthütte, das Laubgestell, in das ein Bursche hineingesteckt ist, im Fricktal (Aargau), und der Pfingstbutz. Jung und alt wandert in den Wald, auf Berge und Höhen, an Brunnen und Quellen und zu Höhlen zum frohen Empfang des Lenzes. Zum Schulenstein, einer Höhle an der Hönne, zieht die Jugend der Umgegend am ersten Pfingsttag mit Strohschofen, die mit Birkenreisern umwunden sind, und zündet sie in der Höhle an. Manche Bräuche deuten selbst in der Pfingstzeit noch auf einen Kampf zwischen Sommer und Winter. Auch das Todaustragen spielt sich noch hier und da ab. Dabei werden Vertreter des Frühlingssegens in verschiedener Gestalt getötet und ihre Kraft dadurch frei und wirksam gemacht. In mannigfachen Formen vollzieht sich der Wasserzauber, vor allem an den menschlichen Vertretern des pfingstlichen Vegetationsgeistes, und der segenbringende Schlag mit der Lebensrute. Die Fruchtbarkeit des Ackers wird mit magischen Mitteln gefördert. Bei der katholischen Bevölkerung im Zobtener Halte ist es Brauch, dass am Pfingsttag, sobald die Mittagglocke geläutet wird, die Bauern unter freiem Himmel im Garten und auf der Feldflur ein bestimmtes Pfingstgebet verrichten.
Wer am Pfingstsonntag vor Sonnenaufgang um des Nachbars Feld geht, eignet sich dadurch dessen Wachstum an. In Trappold werden die Fruchtbäume am ersten Pfingsttag während des Mittagläutens mit einem Strohband umwunden. Junge Paare rollen sich den Hügel hinab. In einigen Dörfern der Grafschaft Hohenstein tritt die »Altweibermühle« in Tätigkeit. Junge Hausväter werden gehögt, aber ältere Junggesellen und Jungfrauen kriegen eine Strohpuppe aufs Dach.
Auch der menschlichen Gesundheit ist Pfingsten förderlich. Gundelrebe, an Pfingsten während der Predigt gepflückt, vertreibt Krankheiten. Durch Hinlegen eines über die leidende Stelle gestrichenen Lappens auf die Mitte eines Weges in der Pfingstnacht vertreiben Zigeuner Hautleiden und dergleichen. Auch andere Mittel, um sich vor Krankheiten zu schützen, beschaffen sich die Zigeuner in der Oster- und Pfingstwoche und glauben sogar, in den Pfingstnächten sich die Gabe der Unsichtbarkeit aneignen zu können.
Wie zu Ostern, so sind auch zu Pfingsten Eierspeisen und -gebäcke besonders beliebt und werden an Nahstehende verschenkt. Die Kinder erhalten von ihren Paten bunte Eier. Die Mädchen, die ihren Burschen die Ostereier geschenkt haben, sind jetzt verpflichtet, ihnen ein Backwerk, Pfingstkränzchen genannt, zu verabreichen. Örtlich sind bestimmte Speisen herkömmlich. In Tirol Muss am Pfingstsamstag abends Maibutter auf den Tisch kommen. Wenn man Eierkäse isst, dann geben die Kühe viel Milch. Am Pfingstmorgen muss man stillschweigend vor Sonnenaufgang einen Apfel verzehren, so wird man immer gesund bleiben.
Christian Weise behauptet, Leute zu kennen, die in der Meinung stehen, wenn sie nicht an der Pfingstmittwoche Schollen mit Knoblauch äßen, so würden sie noch dasselbe Jahr vor Martini zu Eseln. In Buchonien wird in Eierbier »die Stärk getrunken«. Am Trinken der »Schöne«, das im Welzheimer Walde am Pfingstmontag im Wirtshaus vor sich geht, sollen nur unbescholtene Mädchen teilnehmen. In Salzburg geschieht es so lange, bis man vom Stuhle fällt. Im Zürcher Oberland verabreichen die Bauern den Armen die »Pfingstmilch« im Glauben, dadurch ihrerseits reichen Milchertrag zu haben. Am Pfingstsamstag wird geweihte Kreide, Salz und Brot mit einem geweihten Kranz verbrannt und die Asche den Tieren eingegeben. Am ersten Pfingsttag sammelt man »Andermannhansch« und kocht davon Tee fürs Vieh.
In der Gegend um Lauben und Berwang ließen früher an Pfingsten die Bauern vielfach Rossnägel weihen, die dann beim Beschlagen der Rosse verwendet wurden. Man glaubte, diese würden dann den Sommer über nicht »verkrummen« d.h. krumm gehen. Mädchen und Burschen sollen auf dem Weg zur Kirche und auf dem Heimweg laufen und miteinander scherzen, damit das Vieh recht munter wird.
5. Pfingsten ist vor allem eine Festzeit für die Hirten. Sie halten an vielen Orten am Pfingstmorgen ihren ersten Austrieb, und öfters ist schon von Ostern an eine besondere Weide freigehalten, die erst am Pfingsttag betreten und benutzt werden darf, ein Ort von besonderer Heiligkeit und Kraftwirkung. Wetteifernd sucht jeder die Weide zuerst zu erreichen. Spät aufstehen gilt – und nicht nur bei den Hirten – als Schande, und der Langschläfer kriegt einen Spitznamen oder wird anderweitig bestraft. Der zuletzt antreibende Hirt, die zuletzt erscheinende Melkerin verfallen dem Spott.
Die erste Kuh wird bekränzt, wie vielfach das Vieh überhaupt. In Fußgönheim (Ludwigshafen a. Rh.) wird am Pfingstmontag morgens alles Vieh, sogar die Hunde, mit Kränzen geschmückt in Dorf und Feld herumgeführt, bei schönem Wetter oft von früh 5 bis mittags 12 Uhr. Alsdann werden die Tiere wieder in den Stall gebracht und mit jenen Kränzen gefüttert. Im Lüdenscheidschen erhalten die Kühe weiße Besen an die Hörner; mit diesen wird durchs Haus gekehrt, worauf man sie vor, über oder neben der Kuhstalltür aufhängt; sie werden auch noch mit Eichen- und Stechpalmzweigen geschmückt. An vielen Orten halten die Hirtenjungen – freilich nicht diese allein – einen Umzug durch das Dorf und sammeln dabei Gaben, namentlich Eier, ein. Dabei wird oft ein Tier mitgenommen. Weit öfter wird ein in Laub gekleideter Bursche umgeführt, der unter den verschiedensten Bezeichnungen den neuerstandenen Wachstumsgeist verkörpert.
6. Eine besondere Loszeit ist Pfingsten nicht gerade. In der Nacht von Pfingstsonntag auf -montag gehen die Eheleute mit der Laterne in den Wald; wenn sie den Mond sehen, stirbt der Mann früher. Der Zukünftige erscheint, wenn man sich in derselben Nacht einen Kranz von neunerlei Blumen aufs Haupt setzt. In Frankreich nehmen die Mädchen Liebesorakel an der Quelle vor. Nach dem Glauben der Zigeuner sollen, wenn am Pfingstmorgen Wolken am östlichen Horizonte schwimmen, in dem Jahr viele Mädchen ledig bleiben. Daher suchen die Mädchen sie durch Werfen von grünen Zweigen zu verscheuchen. »Sind die Pfingsten rot, ist Jakobi tot« heißt es in der Steiermark und in Tirol: »Schönes Wetter verspricht eine gute Ernte«
Text: Hanns Bächthold-Stäubli (Hrsg.), Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (Band 6), Berlin u. Leipzig, 1935