Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf

Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf Evangelisch zwischen Krückau, Elbe und Stör.

05/09/2026

Wort zum Sonntag // Wem werde ich zum Nächsten?

Ein Mann liegt am Straßenrand. Überfallen, ausgeraubt, verletzt. Wer bleibt stehen?

Ein Priester kommt vorbei. Dann ein Levit. Beide sehen ihn. Beide gehen weiter. Dann kommt ein Samariter und bleibt stehen.

Das war für die Zuhörer Jesu keine harmlose Geschichte. Juden und Samariter waren einander fremd und oft feindlich gesinnt. Ausgerechnet einer von denen, auf die man eher herabsah, tut das Richtige.

Jesus erzählt diese Geschichte als Antwort auf die Frage: „Wer ist mein Nächster?“ Eigentlich ist das eine Frage nach Grenzen. Für wen bin ich verantwortlich? Wem muss ich helfen? Und bei wem darf ich sagen: Das ist nicht meine Sache?

Jesus antwortet darauf nicht mit einer Regel. Er dreht die Frage um: Wer ist dem Verletzten zum Nächsten geworden?

Damit verändert sich etwas. Es geht nicht mehr darum, ob ein anderer zu mir gehört. Es geht darum, ob ich bereit bin, ihm nahe zu sein. Der Samariter fragt nicht, woher der Mann kommt. Er fragt nicht, ob er vielleicht selbst schuld ist. Er hilft.

Und auch die beiden Frommen bekommen in dieser Geschichte keine gute Rolle. Sie sehen die Not und gehen weiter. Das ist eine unangenehme Frage an jeden Glauben: Was ist Frömmigkeit wert, wenn sie am Menschen vorbeigeht?

Menschen liegen auch heute am Rand. Einsame. Arme. Wohnungslose. Kranke. Menschen, die nicht ins Bild passen. Wir können nicht jedem helfen. Aber wir können hinsehen. Wir können stehen bleiben. Wir können uns einmischen.

Am Ende sagt Jesus nur: „Geh hin und handle genauso.“ Vielleicht ist deshalb nicht die wichtigste Frage: Wer ist mein Nächster? Sondern: Wem werde ich zum Nächsten?

Friedemann Ohms, Gemeinschaft in der Evangelischen Kirche, Itzehoe

News aus dem Kirchlichen Verwaltungszentrum: Katrin Wagenknecht (2. von links) ist die neue Verwaltungsleiterin und rück...
01/09/2026

News aus dem Kirchlichen Verwaltungszentrum: Katrin Wagenknecht (2. von links) ist die neue Verwaltungsleiterin und rückt neben Sabine Tischendorf (3. von links). Herzlich willkommen 💐 und Gottes Segen für Ihren Dienst 🙏🏽Thomas Roßmann (2. von rechts) verabschiedet sich aus dem KVZ und wechselt in Vollzeit als Geschäftsführer ins Friedhofswerk des Kirchenkreises. Wir wünschen ebenfalls Gottes Segen 🙏🏽 Mit auf dem Bild: Propst Thielko Stadtland (links) und Propst Steffen Paar (rechts).

🌾 Wir sehen uns auf der NORLA!Vom 3. bis 6. September ist die Nordkirche erstmals mit einem eigenen Stand auf der NORLA ...
31/08/2026

🌾 Wir sehen uns auf der NORLA!

Vom 3. bis 6. September ist die Nordkirche erstmals mit einem eigenen Stand auf der NORLA in Rendsburg vertreten. Wir vom Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf sind auch mit dabei.

Schaut vorbei auf einen Schnack, einen Moment zum Durchatmen oder einfach zum Kennenlernen. Besonders freuen wir uns auf das Gesprächsangebot von Pastor Sven Voß am Freitag, 4. September, ab 11 Uhr und „Segen & Schnack“ mit Propst Steffen Paar von 15 bis 18 Uhr.

Wir freuen uns auf viele Begegnungen, gute Gespräche und bekannte wie neue Gesichter. 💚

📍 NORLA Rendsburg
📍 Stand der Nordkirche, Block E13

👉 Mehr Informationen gibt's im Artikel: https://www.kk-rm.de/aktuell/neuigkeiten/nachrichten-details/kirchenkreis-rantzau-muensterdorf-bei-der-norla/

29/08/2026

Wort zum Sonntag // Wegmomente

Wege erzählen: ein schmaler Pfad zwischen Häusern, ein ausgetretener Grasstreifen am Feldrand und der alte Pflasterweg auf dem Friedhof.

Wer hier wohl schon alles gegangen ist? Bin ich unsicher, folge ich gerne Wegen, auf denen ich Spuren entdecke. Und während ich gehe, reihen sich meine Schritte ein zwischen denen vor und nach mir.

Jesus sagt einmal: „Ich bin der Weg“. Wir hätten vielleicht erwartet, dass Jesus sagt: „Ich kenne den Weg“ oder „Ich zeige euch den Weg“. Doch Jesus sagt: „Ich bin der Weg“. Glaube ist nicht zuerst eine Richtung, sondern Beziehung. Nicht eine Landkarte, sondern jemand, der mitgeht. Gott ist nicht nur irgendwo, er ereignet sich.

Vor meinem inneren Auge stehen die Kreuzungen des Lebens: Entscheidungen, die niemand abnimmt. Abschiede, die man nicht gewählt hat. Umwege, die nötig wurden. Das Leben ist wie es ist. Glaube ist für mich kein Versprechen, dass alles in meinem Sinne gut wird. Glaube ist eine Haltung des Anfangs und des Anfangens: Für den nächsten Schritt, für den Weg in mir, dass ich einen Weg finde und der Weg mich findet. Mein Navi sagt nie: Du bist falsch gefahren. Es sagt: Route wird neu berechnet. Ist das nicht toll?

Nicht bei den Fehlern stehenbleiben, sondern weitergehen. So reihe mich auf den Weg von Jesus ein. Ich fülle nicht seine großen Fußstapfen, sondern setze eigene. Und wer weiß schon, was Umweg, Sackgasse oder nötiger Teil des eigenen Weges war? Und über allen Deinen Wegen spannt sich der Himmel wie ein großes Versprechen.

Wege unter Gottes Segen wünscht Ihnen

Ihr Steffen Paar, Propst im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf

⏳Ein Gruß an die Zukunft Was würden Menschen in 50, 100 oder 200 Jahren über unsere Zeit denken ? Bei einer feierlichen ...
28/08/2026

⏳Ein Gruß an die Zukunft

Was würden Menschen in 50, 100 oder 200 Jahren über unsere Zeit denken ?

Bei einer feierlichen Andacht in der St.-Nikolai-Kirche wurde die wiederentdeckte Zeitkapsel neu befüllt.
Sie wird fachgerecht luftdicht versiegelt und wandert wieder hoch oben in den Kirchturm 💒

Die ganze Geschichte gibt es hier 👇🏽

Die Zeitkapsel von St. Nikolai wurde bei einer feierlichen Andacht neu befüllt. Bevor sie wieder ihren Platz hoch oben im Kirchturm einnehmen kann, wird sie in Hamburg fachgerecht und luftdicht versiegelt.

Nicht verpassen 😌
25/08/2026

Nicht verpassen 😌

☀️ Sommer, was geht ? Wir haben 14 Tipps für Euch. Auf dem Fahrrad, in der Kirche oder online. Mit Musik, mit Gemeinscha...
07/08/2026

☀️ Sommer, was geht ? Wir haben 14 Tipps für Euch. Auf dem Fahrrad, in der Kirche oder online. Mit Musik, mit Gemeinschaft oder mit Besinnung. Alle 14 Tipps findet Ihr auf unserer Homepage www.kk-rm.de. Der 🔗 Link ist auch in der Bio.

01/08/2026

Wort zum Sonntag // Bereit für die Extraportion Leben? 😇

Kennen Sie den „Notfallaufnahme-Betäubungseffekt“? Stellen Sie sich eine absolut tiefenentspannte Mitarbeiterin an der Klinik-Anmeldung vor. Sie ist tagtäglich mit extremen Verletzungen konfrontiert, für sie ist das pure Normalität. Ein Dialog mit ihr sieht vermutlich genau so aus: „Guten Tag. Ah, Sie haben ein Beil im Kopf? Ja, ich sehe es. Bitte füllen Sie erst dieses Formular aus: Name, Adresse, Versicherungsnummer. Der Arzt kommt dann in einer halben Stunde…“

Bewundernswert, oder? Mir persönlich fehlt diese professionelle Coolness völlig. Mein Gesicht weist bereits deutliche Anzeichen von Blässe auf, wenn sich bei jemandem nur mal eben der Fußnagel nach hinten umlegt!

Genau diesem Betäubungseffekt erliegen heute viele beim Kreuz. Über die Jahre hat es sich vom Folterinstrument zum Mode-Accessoire entwickelt. Wir haben uns schlicht daran gewöhnt.

Aber das Kreuz darf nicht bequem werden – es besitzt den Gemütlichkeitslevel eines Kaktuskissens. Am Kreuz prallt alles aufeinander: die Bosheit des Menschen und der Charakter Gottes – seine unverschämte Gnade und seine sehnsüchtige Bewegung auf den Menschen zu.

Der Monatsspruch für August bringt das auf den Punkt: „Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ (Johannes 10,10). Das Kreuz schlägt die Brücke zu einer tiefen Gemeinschaft mit Gott. Es wirkt wie der Durchstich beim Tunnelbau: Der Tunnel ist nicht fertig, aber der Weg ist unaufhaltsam gebahnt!

Erliegen Sie nicht dem Betäubungseffekt. Das Kreuz ist und bleibt der Startschuss für eine Extraportion Leben aus Gottes Fülle!

Pastor Hartmuth Wahnung, Zum Guten Hirten Elmshorn

29/07/2026

14 Tipps für den Sommer, die ihr nicht verpassen solltet. ☀️⛪🩷 Alle Infos auf unserer Homepage. Link in der Bio 👆

25/07/2026

Wort zum Sonntag// 😇 Balsam für die Seele

Bleibt behütet!

Auf der Rückfahrt von einem kleinen Elbspaziergang. Im Kirchgarten an der Straße grüßt ein Banner BLEIBT BEHÜTET! Wie wohltuend! Ich fühle mich angesprochen. Das ist in dieser turbulenten Zeit Balsam für meine Seele!

Behütet bleiben – das brauche ich! Behüten kann ich mich nicht selber. Aber ich wünsche es mir aus tiefster Seele. Behütet bleiben, nicht nur vor Krankheit und Sorgen – sondern auch mitten drin.

Behüten kann nur unser großer Gott, dem alle Gewalt gegeben ist, im Himmel und auf Erden! Der Schutz des Höchsten ist ein großartiges Angebot an seine Kinder. Welcher Zuspruch greift tiefer oder umfasst mehr? Geborgensein auch in Not, Getragenwerden mit unseren Sorgen, Gehaltenwerden trotz vieler Ängste! Das gilt es anzunehmen und auszuprobieren.

„Der Herr ist mein Hirte“ heißt es schon im 23. Psalm, der Menschen in Notsituationen zum Stecken und Stab geworden ist. Dieser gute Gott will uns durch Jesus Christus täglich begleiten. Wir brauchen nicht nach anderen Gehhilfen oder Trostpflastern Ausschau zu halten.

Wie schwach klingt dagegen das gutgemeinte „Bleib gesund“ oder „Alles wird gut“. Menschen grüßen oder verabschieden sich damit. Oft von Herzen kommend und ehrlich gemeint. Wer möchte nicht gesund bleiben und für alles ein gutes Ende erleben? Das ist es, was wir uns wünschen! Deshalb sollten wir festhalten: Gott will uns behüten! Und was Er zusagt, das hält Er gewiss!

In diesem Sinne BLEIBT BEHÜTET!

Karin Schaffrik, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Elmshorn Behütet

Adresse

Heinrichstraße 1
Itzehoe
25524

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