13/09/2026
„KI muss dem Menschen dienen – nicht der Mensch der KI.“
Heute begeht die katholische Kirche in Deutschland den 60. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, den Mediensonntag. Papst Leo XIV. stellt ihn in diesem Jahr unter das Thema „Menschliche Stimmen und Gesichter bewahren“.
Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, greift dazu die Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz auf. Für ihn ist entscheidend: „Der Mensch muss Subjekt des technischen Fortschritts bleiben.“
Gerade für Kommunikation und Medien gelte: „Journalismus ist mehr als die Produktion von Text, Bild und Ton. Er bedeutet Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit und unserer Wahrnehmung von ihr.“ Journalismus lebe von Menschen, „die hinterfragen, vor Ort gehen, Quellen prüfen und Verantwortung für ihre Veröffentlichungen übernehmen“.
Deshalb brauche es auch Transparenz beim Einsatz von KI: „Es darf nicht gleichgültig sein, ob ein Text, ein Bild oder ein Musikstück von einem Menschen geschaffen oder von einer Maschine erzeugt wurde.“
Zugleich betont Kardinal Marx die Bedeutung von Medienbildung: „Medienkompetenz wird damit zu einer Schlüsselkompetenz unserer Demokratie.“ Denn wer nicht verstehe, wie Informationen ausgewählt, erzeugt und verbreitet werden, laufe Gefahr, „anderen die eigene Weltdeutung zu überlassen“.
Am Ende steht für ihn eine grundlegende Frage: „Welche Gesellschaft wollen und können wir auch mit dem Einsatz von KI gestalten?“
Wenn der Mensch im Mittelpunkt bleibt und Verantwortung nicht an Maschinen delegiert wird, könne KI „ein wertvolles Werkzeug“ sein.
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