Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Hildesheim

Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Hildesheim Evangelisch reformierte Kirchengemeinde

Jugendfreizeit Hamburg 2026
21/03/2026

Jugendfreizeit Hamburg 2026

Herzliche Einladung an alle
21/06/2025

Herzliche Einladung an alle

Heute ist Konfirmation.
11/05/2025

Heute ist Konfirmation.

Heute Taufe und Vorstellung der Konfirmanden
27/04/2025

Heute Taufe und Vorstellung der Konfirmanden

24/12/2024

Zum Weihnachtsfest 2024

Heute ist Heiligabend.
Gefühlt ist Hochsommer und das hat für mich so garnichts mit Weihnachten zu tun.
Ich sitze vorm Haus unter dem Dach und sehe im Garten den großen Mango-baum, an dem die Früchte reifen.
Blumen blühen und es ist überall üppig grün.
Jetzt, um halb zwölf sind schon 30 Grad und es wird noch wärmer.
Ein sehr eigenartiges Weihnachtsfest, im wahrsten Sinne des Wortes – es hat seine eigene Art und ist so ganz anders, als ich es kenne.
Und wie so oft ist es auch jetzt – das was man nicht hat, vermisst man sich am meisten und sehnt sich danach.
Ist das Unzufriedenheit?
Ist das Undank?
Nein, wohl eher nicht.
Es wird mir hier sehr stark bewusst, woran man Herz hängt, was mir tatsäch-lich wichtig ist.
Die alten Traditionen, die mich in den zurückliegenden Jahren auch manchmal genervt haben (Übertreibung ist nie gut und ein Zuviel löst Abwehr aus), feh-len mir in diesem Jahr.
Gemütliche Teestunden im Advent, die alten Lieder und vertraute Musik, Ker-zen in der Dunkelheit, Plätzchen und Lebkuchen und sogar die Kälte draußen und das wohlige Gefühle, in die warme Wohnung zu kommen.
Hier ist alles anders, vielfach genau umgekehrt.
Draußen ist es zu warm und man zieht sich in die klimatisierten Häuser und Wohnungen zurück.
Statt Plätzchen und Lebkuchen gibt es Mango, Bananen, Wassermelonen und Mamones (Papaya).

Heute ist es sehr ruhig.
Im Gegensatz zu gestern.
Da habe ich überall eine fiebrige Aufgeregtheit gespürt.
Schnell alle noch erledigen vor dem Fest, denn es soll ja schließlich alles schön sein, möglichst perfekt.
Nicht anders als in Deutschland macht man sich auch hier selbst großen Druck.
Dabei könnte alles so einfach, so leicht sein.
Ein bisschen schönes Essen, sich zwanglos zusammensetzen, wer kommt der kommt.
Vielleicht gibt’s Geschenk, vielleicht auch nicht – egal.
Jeder, der da ist, ist ein Geschenk – en Geschenk der Hoffnung.

Gerade las ich von einem Kollegen, der heute Hoffnung predigen möchte, vor allem sich selbst.
Das ist schwer, spüre ich bei mir selbst.
Diese chaotische, grausame, kaputte Welt scheint alle Hoffnung aufzufressen, kaputt zu machen, zu vernichten.

Ein anderer beschwerte sich über nichtssagende Worthülsen in Weihnachts-botschaften.
Mir fiel nicht anders ein als zuschreiben:
Sprachlosigkeit versteckt in leeren Worthülsen. Das kenne ich von mir auch.
Es ist mühsam, beängstigend, herausfordern, ermüdend, da rauszukommen; eine wahre Kraftanstrenung, die vielleicht überfordert. Was kann helfen?

Ja, was kann helfen? Welche Hoffnung glaube ich mir selbst? Welche Hoffnung trägt angesichts von Toten und Verwundeten - verwundet an Leib und Seele - in Magdeburg, in der Ukraine, im Nahen Osten, im Sudan?

Die Gründe für naheliegende Hoffnungslosigkeit ließen sich ohne Ende aufzäh-len; auch und gerade zu Weihnachten.

Warum sollte mir ein kleines Kind vor zweitausend Jahren geboren Hoffnung geben?

Oberflächlich betrachtet hat sich doch nichts verändert seit damals.
Oberflächlich.
Aber was macht es mit mir?
Wie sieht es in mir drinnen aus?
Was verbinde ich mit diesem Kind?

In diesem Kind fühle ich mich gesehen, mit alle meiner Not, aller Hoffnungslo-sigkeit, allem Zweifel, mit allem, was in mir ist.
Gott sieht mich.
Das glaube ich ganz fest.
Er ist da, wenn es mir gut geht, wenn ich glücklich und fröhlich bin.
Er ist bei mir, wenn ich ganz unten bin, mich ganz elend und einsam fühle, traurig und verzweifelt.
Dieses kleine Kind ist jeder einzelne Mensch, mit all dem, was in ihm ist.
Wenn ich mich völlig hilf- und hoffnungslos fühle und nicht weiter weiß, fühle ich mich diesem Kind in ganz besonderer Weise verbunden.
Und ich sehe mich in ihm von Gott gesehen.

Davon möchte ich reden.
Jetzt und hier.
Mit jedem Menschen, der mir begegnet und auf der Suche nach Hoffnung ist, so wie ich.
Ich suche nach Worten, um auszudrücken, was mich bewegt und es fällt mir schwer.
Andere vor mir haben das, was meine Seele berührt, wunderbar gesungen.
Zum Beispiel Gerhard Schöne:
Spar deinen Wein nicht auf für morgen,
Sind Freunde da, so schenke ein!
Leg, was du hast, in ihre Mitte.
Durchs Schenken wird man reich allein.

Spar nicht mit deinen guten Worten.
Wo man was totschweigt, schweige nicht.
Und wo nur leeres Stroh gedroschen,
da hat dein gutes Wort Gewicht!

Spar deine Liebe nicht am Tage
für paar Minuten in der Nacht.
Hol sie aus ihrer Dunkelkammer,
dann zeigt sie ihre Blütenpracht.

Spar deinen Mut nicht auf für später,
wenn du mal ,, was ganz Grosses" bist.
Dein kleiner Mut hilft allen weiter,
weil täglich Mut vonnöten ist.

Spar deinen Wein nicht auf für morgen,
Sind Freunde da, so schenke ein!
Leg, was du hast, in ihre Mitte.
Durchs Schenken wird man reich allein.

So meine ich das.
Das gibt mir Hoffnung.
Weil Gott mich sieht;
in dem Kind in der Krippe, geboren zu Weihnachten vor 2000 Jahren
und in jedem anderen Menschen, der mit mir Zusammen auf der Suche nach der Hoffnung ist.

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Danke
06/10/2024

Danke

07/04/2024
29/03/2024

Karfreitag

Liebe Gemeinde,
finster, fast schwarz lastet der Himmel über der kleinen Stadt.
Die Wolken hängen tief.
Sie drücken alles nieder, die Seele, die Gefühle, das Leben.
Nichts ist mehr, wie es war.
Vor einer Woche, sieben Tagen brach die Welt zusammen.
Seitdem nimmt er nichts mehr war.
Die Welt um ihn herum ist zerbrochen.
Er möchte nur noch schreien, schreien, schreien.
Aber es geht nicht mehr, die Kehle ist wund, er bleibt stumm.
Tränen hat er auch keine mehr, alle sind geweint, die Quelle ist versiegt.
Es bleibt das schmerzverzerrte Gesicht und Augen, die ins Nichts starren.
Nein, nein, nein!
Er ist alleine, ganz alleine.
Sie sind nicht mehr da: Frau und Tochter.
Und die war doch noch so klein, acht Jahre gerade geworden.
Nichts dringt durch, um den Schmerz zu lindern.
Alles ist aus, alles vorbei.
Wäre er doch nur mit in dieser Hölle gewesen.
Jede Hoffnung, jede Zuversicht ausgelöscht in Sekunden.
Er selbst fühlte sich wie ein lebender Toter.
Das Wichtigste in seinem Leben ist tot, verbrannt, vernichtet.
Stumm, trauernd, verzweifelt sitzt er auf einem Stuhl, der Kopf leer, der Körper zusammengesunken.

Das Bild eines Mannes nach dem Terroranschlag nahe Moskau hat mich so sehr berührt.
Trauer, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit…
Ich habe mir ausgemalt, was er empfindet.
Es brauchte keine Worte um wahrzunehmen, wie der Mann lei-det.
Nicht nur Frau und Kind sind tot.
Mit beiden ist ein großer Teil von ihm selbst gestorben.
Er kann nicht mehr, er will nicht mehr.

Uns gelingt es meistens, die Bilder aus den Nachrichten auf Dis-tanz zu halten.
Aber manchmal dringen sie doch in unsere Seele, machen uns traurig und untröstlich, betroffen und wütend.

Wenn uns solche Nachrichten ganz nah auf den Pelz rücken, dann stellt sich die erdrückende Frage:
Wie können Menschen anderen Menschen so etwas antun?
Sind die völlig gefühllos?
Was ist für sie ein Leben wert?
Nichts.
Es stimmt wohl doch, was der römischen Dichter Plautus ge-schrieben hat:
„Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.“
Es ist nicht auszuhalten.
Wird unsere Welt jemals gut, zu einem Ort ohne Angst, ohne Ver-zweiflung?
Sind nicht Krankheiten und Naturkatastrophen schlimm genug?
Müssen Menschen sich immer auch noch das Leben gegenseitig schwermachen.

Der Mann sitzt, er starrt, er ist wie tot.

Kurz vor dem düsteren, belastenden Karfreitag diese Tragödie.
Es hört nicht auf, das Töten.
Und damit die Trauer, die Verzweiflung, die Hoffnungslosigkeit…

Im Bild des Verzweifelten wird lebendig, was die Frauen und Männer damals durchgemacht haben, als Jesus gekreuzigt wur-de.
Alles vorbei, alle Pläne zerbrochen, keine Hoffnung mehr.
Jesus ist tot.
Ihr Herz ist wund.
Sie stehen und schauen und können nicht begreifen.

Macht es das Geschehen für uns erträglicher, weil wir wissen, dass alles gut ausgegangen ist?
Am letzten Sonntag habe ich in der Predigt die Mütter erwähnt, die sich Sorgen um ihre Kinder machen:
„Was soll nur aus dir werden?“
Sie machen sich Sorgen, weil sie nicht wissen, wie es weitergeht.
Maria, die Mutter von Jesus macht sich immer Sorgen um ihren Sohn.
Nichts und niemand bringt ihn von seinem Weg ab, von dem, was er als wichtig und richtig erkannt hat.
Er fühlt sich nur Gott verpflichtet und sonst niemandem.
Damit eckt er an, immer wieder.
Am Ende scheint die Kreuzigung Maria Recht zu geben.
Er war gehorsam, gehorsam bis zum Kreuz am Tod.

Auch wenn wir wissen, wie die Geschichte ausgeht, rührt uns die-ses schreckliche Sterben am Kreuz an.
Ich stelle es ganz bewusst neben das unmenschliche Töten in un-serer Gegenwart.
Wir sind als Menschen in der Lage mitzuleiden, uns in die oder den anderen hineinzuversetzen.
Dazu müssen wir selbst nicht solch grauenhafte Dinge erlebt ha-ben.
Eigene Erfahrungen mit erdrückenden Situationen und scheinba-rer Ausweglosigkeit beschäftigen uns.
Es muss nicht so schlimm sein wie eine Kreuzigung oder ein Ter-roranschlag.
Es gibt immer wieder Momente im Leben, da fühlen wir uns wie tot.

Das geht uns so, das geht den Angehörigen so, das geht Gott so.
Ja auch Gott.
Das behaupte ich.
Dazu muss ich jetzt etwas theologischer werden.
Warum musste Jesus sterben?
Diese Frage beschäftigt Menschen seit diesem Tod auf Golgatha.
Juristisch kann man das schnell beantworten.
Jesus wurde der Blasphemie, der Gotteslästerung angeklagt.
Das war eine vorgeschobene Begründung.
Vielmehr war er unbequem.
Er eckte an durch das, was er sagte und tat.
Er stellte das etablierte religiöse Leben in Frage.
Deswegen sollte er weg.

Aber warum ließ Gott ihn sterben?
Ist diese Kreuzigung ein Menschenopfer?
Der Satz: „Jesus starb für uns!“ legt das nahe.
Das wird bestärkt durch den Predigttext von vor zwei Wochen mitten in der Passionszeit:
Abraham bekommt den Auftrag, seinen Sohn als Opfer zu schlachten.
Eine grausame Geschichte, die als Vorlage für die Kreuzigung aber nicht taugt.
Denn Isaak wird in letzter Sekunde gerettet, Jesus stirbt tatsäch-lich.
Braucht Gott ein Menschenopfer?

Als mich das beschäftigt hat, sah ich das Bild von dem am Boden zerstörten Mann in Russland.
In Erinnerung an meine eigene Familie, habe ich mitgefühlt:
Frau und Tochter waren ein Teil von ihm.

Jesus ist ein Teil von Gott.
Wie ist das zu verstehen?
Im nächsten Bibelgesprächskreis werden wir uns über Gottesbil-der unterhalten, über Bilder von Gott, die uns in der Bibel begeg-nen und über Bilder, die wir uns selbst machen.
Weil Gott so unfassbar ist, machen wir uns ein Bild von ihm, ob-wohl wir das nicht tun sollten.
Wie aber sollen wir ihn ohne Bilder begreifen?
Wir müssen Gott irgendwie in unser Verständnis integrieren.
Weil wir uns von allem Bilder machen, tun wir das auch mit Gott, wohl wissend, dass diese nur ein kleiner Aspekt von Gott sind.
Das haben Menschen immer so gemacht.
Auch um die Beziehung zwischen Gott als Schöpfer und Vater, Je-sus Christus und dem Heiligen Geist zu erklären.
Drei in ein, ein in drei.
Oft ein verwirrendes Gedankenspiel.

Ich möchte heute zum Karfreitag die Einheit Gottes betonen.
Gott ist Vater, ist Sohn, ist Geist.
Die Beziehung der drei entspricht einer Familie.
Eine Familie ist ein ganz enges soziales und emotionales Geflecht, ein eigener Organismus.
Man teilt das Leben miteinander.
Wenn einer nicht da ist, verspürt man Sehnsucht nach ihm.
Stirbt einer, ist man wie amputiert.
Kaum auszuhalten und tragisch ist es, wenn ein Kind stirbt.
Eine große nicht auszufüllende Lücke hinterlässt der Tod des Partners.
In allen Fällen empfindet man es so, als ob ein Teil von einem selbst gestorben sei.

Genauso stelle ich mir das auch bei Gott vor.
Ich denke, er hat nicht stellvertretend einen Menschen sterben lassen.
Mit dem Menschen Jesus von Nazareth ist ein Teil von ihm selbst gestorben.
Weil andere es nicht aushalten konnten, dass dieser Mensch so gelebt und gehandelt hat, wie es richtig war.
Weil er seinen Mitmenschen den Spiegel vorgehalten hat.
Weil er ihnen gezeigt hat, dass Gott nicht so ist, wie sie ihn sich vorstellen.
Weil er den gezähmten Gott wieder groß und unverfügbar ge-macht hat.

Jesus ist gestorben.
Gott trauert.
Eine Finsternis kam über das ganze Land, der Vorhang im Tempel riss entzwei von oben bis unten, und die Erde bebte, und die Felsen barsten.
Alles scheint zu Ende.
Wie kann es weitergehen?
Kann es überhaupt weitergehen?

Diese Frage, die Spannung müssen wir heute aushalten.
Ich gebe sie Ihnen mit auf den Weg durch die nächsten zwei Tage.
Heute möchte ich sie nicht vorschnell auflösen.
Auch die Konflikte unserer Welt sind nicht gelöst.
Der verzweifelte russische Familienvater sieht keine Perspektive.
Er leidet.
Gott leidet…
…mit ihm und alle Opfer…
…unter der Unmenschlichkeit von Menschen.

AMEN

31/10/2023

Heute ist Reformationstag. Dazu gibt es diese Predigt:

Liebe Gemeinde,
Reformationstag - Erinnerung an den Thesenanschlag in Wittenberg vor 505 Jahren.
Luthers Reformation steht im Mittelpunkt des Gedenkens.
Für uns hier in der reformierten Kirche sind zugleich Zwingli und Calvin im Blick.
Neben diesen drei bekanntesten Reformatoren gab es noch viele andere Theologen, denen damals eine Erneuerung der Kirche wichtig war.
Ihnen allen lag es am Herzen, Kirche aus den Verkrustungen von Jahrhunderten zu befreien und wieder in die Mitte des Lebens zu bringen.
Sowohl Luther als auch die Schweizer Reformatoren Zwingli und Calvin waren sich bewusst, dass ihre als Erneuerung verstandene Reformation die Kirche grundlegend verändern würde.
Damals wurde diese Veränderung willentlich und bewusst gestaltet. Heute verändert sich Kirche meistens unwillentlich durch gesellschaftliche Prozesse, die unabhängig von ihr laufen.
Kirche verliert immer mehr an Bedeutung und die kirchliche Arbeit ist einem ständigen Wandel unterworfen.
Wie können wir darauf reagieren?
Welche Anregungen kann der Blick auf das Reformationsgeschehen vor einem halben Jahrtausend bieten?

Alle Reformatoren würden einhellig sagen:
Ein Blick in die Schrift hilft.
„Sola scriptura“; das war eine ihrer wichtigen Erkenntnisse.
Der Blick in das Buch der Bücher führt zurück an die Anfänge der Kirche.
Aus den Evangelien sprich Christus selbst.

So auch aus unserem heutigen Predigttext.
Ich lese aus dem 5. Kapitele des Matthäusevangeliums, aus der Bergpredigt:
1Als er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg. Und er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. 2Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:
3Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
4Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
5Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
6Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
7Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
8Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
9Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
10Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Matthäus 5

Diese Sätze haben Sie schon oft gehört.
Die Worte sind bekannt.
Immer und immer wieder wurden sie bedacht und gedeutet.
Von allen Seiten hat man sie betrachtet;
ganz fromm und ganz politisch, kontemplativ und mitten im Leben.
Ich erinnere mich an einen Aufsatz von Reinhard Höppner.
Er war lange Jahre Präses der Synode in Magdeburg und nach der Wende Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt.
Sein Artikel hatte den Titel „Kann man mit der Bergpredigt Politik machen?“.
Höppners Fazit:
Man kann die Forderungen der Bergpredigt nicht eins zu eins in der Politik anwenden.
Realpolitik heutzutage funktioniert anders.
Wenn sie direkt übernommen würden, wären wir den Taliban vergleichbar, die religiöse Text in Gesetze ihrer Gesellschaft übertragen.
Das geht nicht.

Aber als Leitgedanken bei politischem Denken ist die Bergpredigt sehr wohl hilfreich.
Trost, Sanftmut, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Frieden stiften – all das sind geeignete Motive für politisches Denken und Handeln.
Ganz konkret leitet Reinhard Höppner aus der Bergpredigt für sich den verpflichtenden Einsatz für Gerechtigkeit und Solidarität ab.

Aber uns geht es heute am Reformationstag nicht in erster Linie um Politik.
Die ist auch wichtig, um die kommen wir nicht herum.
Aber das Reformationsgedenken legt den Focus auf die Kirche.
Also müssten wir fragen:
Taugt die Bergpredigt als Kompass für die Kirche?

Kirche ist unmodern, Kirche ist out.
Das ist immer wieder von jungen und auch nicht mehr ganz so jungen Leuten zu hören.
Kirche spielt in der Lebensumwelt von immer weniger Menschen eine Rolle.
Sie verliert zunehmend an Bedeutung.

Es ließe sich nun lange darüber nachdenken, woran das liegt und was getan werden müsste, um das zu ändern.
Die Frage wäre dann:
Wie müsste eine erneuernde Reformation der Kirche heute aussehen?

Auf all das kann ich keine allgemein befriedigende Antwort geben.
Wenn ich das könnte, wäre es toll.

Doch Denkansätze sind möglich, heute vor dem Hintergrund der Bergpredigt.
Das, was ich bisher über sie gesagt habe, das Fragen nach ihrer Bedeutung für die Politik macht deutlich:
Sie hat das Potenzial, auch als religiöser Text in die Gesellschaft hin-einzuwirken.

Genau an dieser Stelle ich wieder auf den Bedeutungsverlust von Kirche gestoßen.
Kirche schafft es kaum noch oder gar nicht, zu vermitteln, dass die Inhalte des Glaubens mit dem alltäglichen Leben von Menschen, mit ihren Sorgen und Problemen zusammenzupassen scheinen.
Kirche wird oft nur noch als Institution gesehen, nicht mehr als Gemeinschaft von Menschen, die sie doch eigentlich ist.
Diese Institution wird kritisch gesehen oder ganz abgelehnt.
Man meint, sie sei weltfremd und habe mit dem normalen Leben nichts zu tun.
Sie sei zu abgehoben, zu weltfremd, zu altmodisch – demzufolge unwichtig und belanglos.
Schade eigentlich!

Dass es ganz anders sein könnte, machen uns die Verse aus der Berg-predigt deutlich.
Ich meine, die sind überhaupt nicht abgehoben, weltfremd oder alt-modisch.
Sie kommen mitten aus dem vollen prallen Leben.
In ihnen könnten sich ganz viele Menschen wiederfinden, die an dieser momentan so chaotischen Welt leiden.
Diese dauernden Krisen, Krankheiten und Kriege, Finanzproblem, Klimakatastrophe, und Migration machen Angst.
Viele Menschen wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll, wie ein Ausweg aussehen könnte.

Sicherlich, dieser Text bietet auch keine allgemeingültige Antwort.
Aber er nimm die Ängste und Sorgen und Bedrückungen ernst.
Wenn ich mich ernst genommen fühle, ist das ein erster Schritt zur Problemlösung.
Dann kann ich aufschauen.
Dann sehe ich, dass ich nicht alleine mit meiner Verzagtheit bin.

Gestern hörte ich im Radio – an dem Tag, als es vor einhundert Jahren in Deutschland seinen Sendebetrieb aufnahm – eine Reportage über Suchterkrankungen.
Ein Mann, ein trockener Alkoholiker hat seine Geschichte erzählt.
Er sprach davon, wie wichtig ihm nach allen Therapien, seine Selbst-hilfegruppe sei.
Er nannte sie seine „Lebensversicherung“.

Das macht deutlich, wie wichtig andere Menschen sind, die gleiche oder ähnliche Probleme und Sorgen haben.
Gemeinsam kann man sich stärken und Lösungsmöglichkeiten fin-den.
So kann neues Leben gelingen.

Im Angesicht Gottes mit anderen Menschen über die persönlichen Bedrückungen ins Gespräch kommen, das macht Kirche attraktiv und wichtig.
Wir hören:
Selig sind, die da geistlich arm sind.
Mit dem Nachdenken über die Reformation deute ich das so:
Es ist gut für mich, wenn ich mir meiner Bedürftigkeit vor Gott bewusst werde.
Ich schaffe es nicht aus mir selbst heraus, alle Schlechtigkeit, alle Bosheit, allen Egoismus loszuwerden und gut zu sein.
Darin waren sich Lutheraner und Reformierte trotz aller Streitfragen einig.
Der Mensch, kann sich die Rechtfertigung durch Gott nicht verdienen.
Er ist auf Gottes freimachende Gnade angewiesen.
Freimachend deshalb, weil so der Blick in die Zukunft, die Suche nach tragfähigen Lösungen möglich werden.
Insofern ist die erste Seligpreisung der Schlüssel für die folgenden.

Wenn es uns als Gemeinde, als Kirche gelingt, das Menschen, die auf der Suche sind, zu vermitteln, dann wäre schon viel gewonnen.
Es geht nicht darum, neue Mitglieder zu gewinnen, die Kirchensteuer zahlen.
Es geht darum, den Glauben als lebendig und lebensdienlich zu er-fahren.
Weil ich bedrückt und belastet bin, weil ich mich nach Frieden und Gerechtigkeit sehne, ist der christliche Glaube eine tragfähige Basis.

Um das erkennen zu können, braucht es manchmal vielleicht Veränderungen, Reformen.
Eventuell hilft es schon, durch andere Sprache verständlicher zu werden.
Ich finde nach wie vor die Gute-Nachricht-Übersetzung einen gelungene Sprachvermittlung.
Deshalb endet die Predigt mit unserem Text in dieser Übersetzung:

3»Freuen dürfen sich alle, die nur noch von Gott etwas erwarten – mit Gott werden sie leben in seiner neuen Welt.
4Freuen dürfen sich alle, die unter dieser heillosen Welt leiden – Gott wird ihrem Leid ein Ende machen.
5Freuen dürfen sich alle, die unterdrückt sind und auf Gewalt verzichten – Gott wird ihnen die Erde zum Besitz geben.
6Freuen dürfen sich alle, die danach hungern und dürsten, dass sich auf der Erde Gottes gerechter Wille durchsetzt – Gott wird ihren Hunger und Durst stillen.
7Freuen dürfen sich alle, die barmherzig sind – Gott wird auch mit ihnen barmherzig sein.
8Freuen dürfen sich alle, die im Herzen rein sind – sie werden Gott sehen.
9Freuen dürfen sich alle, die Frieden stiften – Gott wird sie als seine Söhne und Töchter annehmen.
10Freuen dürfen sich alle, die verfolgt werden, weil sie tun, was Gott will – mit Gott werden sie leben in seiner neuen Welt.

AMEN

17/09/2023

Für den heutigen Sonntag und zur Seelenstärkung:

1Nach diesen Ereignissen kam das Wort des HERRN in einer Vision zu Abram: »Fürchte dich nicht, Abram! Ich selbst bin dein Schild. Du wirst reich belohnt werden.« 2Abram erwiderte: »HERR, mein Gott! Welchen Lohn willst du mir geben? Ich werde kinderlos sterben, und Elieser aus Damaskus wird mein Haus erben.« 3Weiter sagte Abram: »Du hast mir keinen Nachkommen gegeben, deshalb wird mich mein Verwalter be-erben.« 4Da kam das Wort des HERRN zu Abram: »Nicht Elieser wird dich beerben, sondern dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein.« 5Dann führ-te er Abram nach draußen und sagte: »Betrachte den Himmel und zäh-le die Sterne –wenn du sie zählen kannst!« Er fügte hinzu: »So zahlreich werden deine Nachkommen sein.« 6Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete ihm Gott als Gerechtigkeit an. 1. Mose 15 (BasisBibel)

Liebe Gemeinde,
Abram, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht Abraham heißt - den Namen bekommt er erst später - Abram hat eine Vision.
Das ist so eine Sache mit Visionen.
Das ist irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch, nicht ganz Realität und nicht ganz Traum.
Es ist irgendwas dazwischen.
„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“
Das hat der Altbundeskanzler Helmut Schmidt in einem Spiegelinterview gesagt.
Das war während des Bundestagswahlkampfs 1980.
Weil wir ja nun alle nicht mehr die Jüngsten sind, denke ich, dass sich die meisten an diese Zeit erinnern und auch dieses Zitat kennen.
Schmidt hat diesen Satz in Bezug auf W***y Brandt gesagt.
Beide sind Urgesteine der deutschen Sozialdemokratie.
Auch wer kein Anhänger der SPD ist, muss die Verdienste beider Männer anerkennen.
Sie waren Partner und Rivalen.
Der eine der „Macher“, der andere der „Visionär“.
Der eine der Retter in der Hamburger Sturmflut von 1962;
der andere mit dem denkwürdigen Kniefall von Warschau 1970.
Ihre so unterschiedlichen Charaktere waren für ihre Partei ein großer Gewinn.
Doch was wäre der „Macher“ ohne den „Visionär“ gewesen.
Die programmatische Ausrichtung, der Blick nach vorne, in eine noch nicht abzusehende Zukunft, das war oftmals die Grundlage für pragmatisches Handeln in der Gegenwart.

Beides sehe ich bei Abram in einer Person.
Sicher, Vision meint hier eine Offenbarung Gottes.
Gott teilt einem Menschen etwas Besonders mit, er offenbart seinen Willen.
Man kann sich nun fragen, warum passiert das heute so selten.
Und wenn es doch geschieht, dann lächeln die Leute.
„Ach, eine religiöse Vision. Der ist etwas weltfremd. Das gibt’s doch gar nicht. Träum weiter!“
Aber Visionen, die haben schon Hochkonjunktur.
Bei jedem Bewerbungsgespräch werden die Bewerber gefragt, welche Zukunftsvisionen sie für das Unternehmen haben.
Auch in der Kirche ist das Dauerthema.
Welche Vision haben wir für die Zukunft der Kirche.
Ich bin da doch eher der „Schmidt-Typ“ und halte mich an die Realitäten.
Das liegt vielleicht auch daran, dass Visionen meistens eine Rolle spielen, wenn es kriselt.
Und wenn wir diese Geschichte von Abram anschauen, dann ist das ja auch hier der Fall.
„Was ist, Gott?
Du versprichst mir reichen Lohn.
Was soll das sein?
Ich habe keinen Sohn, dem ich mein Eigentum vererben könnte.
Was für eine Schande.
Mein Verwalter hat Kinder, der wird alles erben und weitervererben.
Du hast ja nicht dafür gesorgt, dass ich mit meiner Frau Sarah Kinder haben kann.
Große Worte und nichts dahinter.
Von mir wird nichts bleiben.“
Ich stelle mir vor, dass Abram richtig sauer war.
Wir kennen den Ausgang der Geschichte.
Wir wissen, dass den beiden im hohen Alter noch der Sohn Isaak geschenkt wird.
Aber Abram weiß das nicht.
Er ist schon alt und es gibt noch keinen leiblichen Erben.
Für ihn, für Abram sieht die Zukunft düster aus.
Die Leute zeigen schon mit Fingern auf ihn.
„Der soll von Gott gesegnet sein?
Der hat doch nicht mal eigene Kinder?
Das kann ja nicht so weit her sein mit dem Segen, von dem er immer redet.
Dass der immer noch auf diesen Gott vertraut.
Mann, mach die Augen auf, das wird nichts mehr!“

Wenn das keine Krise ist?
Vielleicht ist eine Vision in solch einer Situation einfach ein Blick in die Zukunft, der eher unrealistisch scheint.
Aber das, was da gesehen wird, ist dennoch durchaus möglich.
Es ist keine reine Phantasie.
Es ist nur eine ganz andere, unerwartete Möglichkeit.
Mein Verstand sagt mir, es wird so oder so kommen;
aber die Hoffnung sagt mir, es kann auch ganz anders kommen.
Eine Vision ist also ein offener Blick in die Zukunft.
Ich lege mich nicht auf meine eigenen Erfahrungen und mein eigenes Wissen fest, sondern rechne mit einer anderen Entwicklung.

Beeindruckt bin ich von der Eröffnung dieser Vision:
„Fürchte dich nicht!“
„Hab keine Angst vor dem, was kommt!“

Ist es nicht so:
Angst verhindert einen unverstellten Blick in die Zukunft.
Die ist dann nicht mehr offen, sondern wir sehen wie durch einen Tunnel nur in eine Richtung.
Angst ist in den meisten Fällen ein bewegendes Moment.

Ich denke da an meine Großmutter, die in diesem Jahr 99 Jahre alt wird.
Sie hat sich selbst dazu entschieden, dass es nun Zeit sei, in ein Seniorenheim zu ziehen.
Doch als es jetzt konkret wurde, da hat sie die Angst vor dem Umzug überfallen.
Wie soll das nur alles gehen?
Am liebsten würde sie alles absagen und so lassen, wie es ist.

Das ist nur ein kleines lapidares Beispiel.
Ganz anderes ließe sich nennen.
Wie wird mein beruflicher Werdegang aussehen?
Ist meine finanzielle Existenz gesichert?
Wie sollen wir mit Fremden, mit den vielen Einwanderern und deren so völlig anderen Kultur umgehen?
Was bedeuten Epidemie, Krieg und Inflation für mein Leben und wie kann es weitergehen?

All das sind Fragen die Ängste auslösen.
Die sind nicht unberechtigt.
Aber keiner sollte sich von diesen Ängsten dominieren lassen.
Wenn man ihnen nachgibt, haben gerade in politischen Fragen Rechtspopulisten leichtes Spiel.
Schnelle und leichte Antworten scheinen die Angst zu nehmen.
Dass es aber keine tragfähigen Antworten sind, erweist sich erst später, dann, wenn es vielleicht zu spät ist.

Wie anders macht das Gott.
„Fürchte dich nicht!“
„Hab keine Angst vor dem, was kommt!“
Das klingt ganz anders.
Da wird ein neuer Raum zum Weiterdenken geöffnet.
Die Angst soll das Denken nicht von vorneherein in eine bestimmte Richtung denken.
Nicht nur ein Weg ist möglich, sondern andere, die ich bis jetzt noch nicht gesehen habe.
Ganz ungeahnte Wege eröffnen sich, solche, mit denen ich wirklich nicht gerechnet habe.

„Nein, Abram, du musst wirklich keine Angst davor haben, kinderlos zu sterben und vergessen zu werden. Dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein.“

Ungeahnte Möglichkeiten.
Die berechenbare Zukunft wird vielfältig, die eigenen Vorstellungen übertroffen.

Was dann kommt, dieses Bild von den Sternen, das beeindruckt mich immer wieder.
Haben Sie so einen richtig tollen Sternenhimmel schon einmal gesehen?
Ich erinnere mich zum einen an meine Kindheit, an den elterlichen Garten in dem kleinen Dorf mitten im Thüringer Wald.
Da war es nachts stockfinster.
Um so mehr war vom Sternenhimmel zu sehen.
Stundenlang saß ich mit meinem Großvater draußen und bewunderte diesen Sternehimmel.
Solch einen Himmel habe ich vor zwei Jahren wiedergesehen, als ich im südamerikanischen Gran Chaco war.
Auch dort gibt es keine „Lichtverschmutzung“, keine Ortschaften mit unzähligen Lampen.
Die nächste Siedlung ist kilometerweit entfernt und zudem ohne Straßenlampen.
Die Milchstraße und unzählige, wirklich unzählige Sterne funkeln über einem.
Das ist einfach nur beeindruckend.
Es nimmt einem die Sprache.
Man fühlt sich ganz klein, aber auch mitten hineingenommen in diesen unglaublich weiten Kosmos.

So wird es auch dem Abram gegangen sein.
Dieser strahlende, funkelnde Nachthimmel und die Vorstellung von unzähligen Nachkommen machte ihn sprachlos.
Alle Ängste, alle Befürchtungen waren weg.
Sie spielten jetzt keine Rolle.
Die Zukunft war offen und weit.
Abram Antwort:
Sein Vertrauen auf Gott.

Eigentlich Wahnsinn diese Geschichte.
So etwas wünsche ich uns auch immer mal wieder, dass da einer kommt, der sagt „Fürchte dich nicht!“ und uns so die Angst vor dem Kommenden nimmt.
Angstfrei in die Zukunft zu gehen, wird uns nicht grundsätzlich gelingen.
Aber bestimmte Entscheidungen zu treffen wird leichter.
Andere Möglichkeiten kommen in den Blick.
Die Zukunft kann offener, unbefangener gesehen werden.
„Wer weiß, Gott, was du mir noch begegnen lässt.
Jetzt kann ich das noch nicht sehen, aber ich vertraue darauf, dass du mich auf ganz andere Wege führst.
Vor allem vertraue ich darauf, dass es gute Wege sein werden.“

Veränderte Wahrnehmung von Chancen.
Nicht mehr eindimensional denken, sondern anderes sehen wollen.
Vielleicht beschreibt das den Begriff Vision ansatzweise.
Natürlich geht es dabei noch um viel mehr.
Grundsätzlich aber sind sie lebensdienlich.
Wenn dem so ist, dann sind Visionen wohl doch ganz gut.
Keiner muss deswegen zum Arzt gehen.
Wichtig ist nur, dass sie nicht zu Traumgespinsten werden.
Wenn Visionen Realität werden, dann ist viel gewonnen.
Unsere ach so wichtigen und richtigen Vorstellungen werden über den Haufen geworfen.
Wir werden im positiven Sinne verunsichert und so aus der Enge des eigenen Denkens herausgeholt.

Daran erinnert mich die Geschichte von Abram und den Sternen.
Gott, der alles umfasst, hat ganz andere Möglichkeiten als ich.
Bei ihm kann alles ganz anders sein, als wir es uns in unserer beschränkten Wahrnehmung vorstellen.
Deswegen fröhlich drauf losgelebt und sich den Problemen und Sorgen stellen…
…mit Gottes Hilfe.

AMEN

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Immengarten, 22
Hildesheim
31134

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